Paypass, Paywave oder Payexpress?!

Scheinbar können 1 Million Menschen in der Schweiz nun kontaktlos in der Migros bezahlen. Etwa 950’000 von ihnen wissen das nicht – die Schlange vor mir wird also undeutlich kürzer. Paypass-, Paywave- oder Payexpress-Funktion muss man haben – wo gibt’s das?

Dass Pressemitteilungen in der Regel nicht nach der Idee von Content Marketing geschrieben werden (sondern nach PR-Spam-Methode), steht darin einfach Folgendes drin:

Wer ab heute in einer Migros-Filiale, in einem M-Restaurant, im Take-Away oder in einem der Migros- Fachmärkte für maximal 40 Franken einkauft und Inhaber einer Kreditkarte mit integrierter Kontaktlos-Funktion (Paypass-, Paywave- oder Payexpress) ist, muss beim Bezahlen keinen Pin mehr eintippen…

OK. Immerhin hat sich mal etwas bewegt. NFC ist endlich da. Und ich weiss nun, dass ich nach “Paypass-, Paywave- oder Payexpress” (warum mit Strichli?) googeln muss. Es steht auch, dass dies schon recht verbreitet ist:

Heute gibt es in der Schweiz bereits über eine Million Kartenbesitzer, die die Möglichkeit haben mit Paypass, Paywave oder Payexpress kontaktlos zu bezahlen.

Googelt man weiter, liest man bei inside-it das:

Laut Migros-Mediensprecherin Monika Weibel sind alle künftigen Kreditkarten, unabhängig vom Anbieter, mit NFC-Technologie ausgerüstet.

Das glaubt man ja nicht einfach so, ohne weitere Informationen.

Ich habe eine Visa-Karte mit Halbtax-Abo von den SBB. Von Mai 2013. Darauf steht nichts von Paywhatever drauf. Frage deshalb an die SBB: kann ich die Karte eintauschen gegen eine mit Paywhatever? Will nicht bis 2015 warten. Und Frage ans Universum: gibt es eine Liste irgendwo mit einer Übersicht der Karten verschiedener Banken? Was ist mit PostFinance-Chärtli (Postcard)?

Gibt es keine Kartenblogger da draussen?

And then: wird es eine App geben dafür? Also eine, die konkret in der Migros funktioniert? Bin mittlerweile mit dem zweiten Smarpthone unterwegs, das NFC drin hat – bisher wenig Einsatzgebiet dafür, weil Anbieter schlafen. Vorsichtigerweise gehe ich davon aus, dass noch gehörig kontaktfreudig auf “Snooze” gedrückt wird.

Die App, die Samsung dafür hat heisst “payWave”. Gehe ich richtig in der Annahme, dass das komplett etwas Anderes ist, als das erwähnte “Paywave”?

Escaping SOMEXCLOUD

Gestern musste ich einfach mal ein kleines Video von dem Creepy-Moment machen, wenn Kursleiter bei SOMEXCLOUD das Haus versuchen zu verlassen. Die Herausforderung ist recht gross. Mir kommt die Zeile aus “Hotel California” in den Sinn: You can check out any time you like – but you can never leave!”

Sam’s Vlogs

Ich habe angefangen, mich mit dem Thema Video auseinanderzusetzen. Konkret einerseits die Möglichkeiten, Gedanken unterwegs schnell und unkompliziert aufzunehmen.

Dann in Final Cut Pro X manchmal ein bisschen optimieren – zum Beispiel Hintergrundgeräusche weg, ein paar Schnitte, Gesicht aufhellen wenn schattig etc. Zudem veröffentliche ich auf meinem Kanal bei YouTube auch Anleitungen als Screencast. Alles schön sortiert in verschiedenen Playlisten.

Smartphone-Videos von unterwegs

Hier nun die Playlist mit meinen Smartphone-Videos :-) Viel Spass!

Ihr dürft natürlich gerne meinen Kanal in YouTube abonnieren, wenn ihr wollt. Würde mich freuen. Video wird das nächste grosse Ding. Trust me.

Neues Kleid

Immerhin. Seit der Reise war so viel los, dass die Auswahl von Themen für Artikel hier zu gross ist. Irgendwie bremst das. Dieser Blog hat klassische Blogger-Blockade-Symptome gezeigt. Was ist die Lösung? Fangen wir mal mit einem neuen Theme (Widget-Ready!!) an.

Ich habe aber auch die Portraits von Judith und mir aktualisiert – da findet man heraus, an was wir zurzeit so dran sind, dass wir lange weg waren und nun einen Sohn haben (so simpel). Ich spare mir dadurch schonmal ein paar Updates hier :)

Wünsche euch und uns Inspiration.

Krankenkassenprämien. Juhui.

Man liest: Schweizer zahlen 300 Millionen zu viel für Medikamente. Man hört, dass pro Jahr bis zu einer Million Schweizer ihre Krankenkasse wechseln. Oft leider basierend auf Auswertungen von Gaunerportalen wie Comparis. Man weiss: Krankenkassen zahlen um die CHF 400 Provision für den Vermittler und rechnet – 1 Million x CHF 400 gibt nochmal 400 Millionen für nichts.

Einige Krankenkassen steigen immerhin langsam bei Comparis aus und das Bundesamt für Gesundheit hat einen unkommerziellen, neutralen Krankenkassen-Prämienvergleich online gestellt.

Zurück zur Rechnung: 300 Millionen und 400 Millionen = 700 Millionen. Gibt vielleicht CHF 100 pro Person und Jahr, die einfach an reiche Leute gehen für nichts. Klar, es ist etwas simpel gerechnet – wahrscheinlich geht noch viel mehr für nichts an Reiche.

Testing Blogsy on iPad

Teste gerade die Blogging-App Blogsy auf dem iPad mit einem Flickr-Bild von der kleinen Insel Phu Quy vor Vietnam. Die Insel war superschön, die 7.5-stündige Schifffahrt dorthin zu dreissigst im Führerstand ohne Bewegungsfreiheit, Toiletten oder Verpflegung bei hohem Wellengang und kotzenden vietnamesischen Soldaten war’s wert.

There is a time…

Viele würden sagen, es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Auch mein inneres Schweinehündli nervt damit. Es ist nie der richtige Zeitpunkt, um…

  • …beide Arbeitsstellen zu künden, und auf eine unbestimmt lange Reise zu gehen
  • …in einer Militärdiktatur ein Kind zu zeugen (allerdings war immerhin Water Festival)
  • …ohne Jobs und Mitbewohner einen 10-Jahres-Mietvertrag für CHF 5k/Monat zu unterschreiben
  • …CHF 80’000 in ein gemietetes Objekt zu stecken (= zVilla)
  • …nach all den Ausgaben eine eigene Firma aus dem Nichts zu starten
  • …ein iPad 2 zu kaufen (dazu hab ich mich bisher nicht durchringen können)

Ich habe Stimmen gehört, die sagten, es sei eher dumm (soviel in ein Mietobjekt zu investieren). Andere, die sagten: ich will auch mal, irgendwann. Wer es gemacht hat, kann sagen: es hat das Leben bereichert, spannend gemacht. Manchmal ruft der innere Angsthase wieder nach mehr Sicherheit (passiert mir oft), aber Mr. Langeweile hat sich abgemeldet. Das will ich nicht vergessen. Mein Fazit deshalb:

Es ist nie der richtige Zeitpunkt, einen unbefriedigenden Job soviel Lebenszeit auffressen zu lassen. Unausgelebte Träume enden in Frustration. Zu viel Sicherheit lähmt.

Für was brauchst du den gut bezahlten Job, wenn die Freizeit nur noch aus TV, Internet, Grillieren und Bier besteht? (nicht, das die Dinge schlecht wären) “Noch ein Jahr gut verdienen” zählt nicht, wenn man dann nochmal eins dran hängt.

Wir wohnen jetzt zentral in Rapperswil (2 Minuten vom Altstädtli, See und Bahnhof), in einem 12-Zimmer-Haus mit netten Freunden. Haben Sicht zu den Bergen, zum Schloss, zum See (von Dachterasse). Der Pizzamann ist unser Nachbar. Der Asiate auch. Sind Eltern geworden von Cadon “Der Fässler” Steiner und ich habe die Social Media Agentur “alike” gestartet, um Firmen zu helfen, mit den Veränderungen im Internet umzugehen.

Kleines Update nach Langem.

Online-Medien hören nicht zu

Wer kommt mit ans mehr? Online-Plattformen der alten Medien bauen zwar Kommentarfunktionen ein, lesen die Kommentare aber höchstens auf Regelbrüche, nicht auf ihren Inhalt hin. Old School Thinking: da kommt eh nichts Wertvolles. Dabei wäre da die Korrekturhilfe kostenlos und schnell.

Ich kann mich kaum an Zeiten erinnern, in denen man einen Text nicht nachträglich korrigieren konnte. Viele Journis leben noch in dieser alten Zeit. Die Hauptaufgabe der 20-Minuten-Redaktion scheint darin zu bestehen, einwandfreie SDA-Meldungen * mit Schreibfehlern zu würzen und damit ihre Leser zu unterhalten. Finanziell geht das wunderbar auf.

Lustig, wie Journis dann überheblich rumposaunen, wie qualitativ unter jeder Sau alle anderen Text-Veröffentlicher sind. Oft trauen genau die lautesten Exemplare nicht, zu ihrem echten Namen zu stehen.

Wie kann das sein, dass die Online-Plattformen tagi.ch, 20min.ch oder welt.de übelste Schreibfehler über Stunden nicht bemerken und korrigieren obwohl die Leser sie ab dem ersten Kommentar darauf hinweisen (und oft via Twitter auf Schreibfehler hingewiesen wird – so neu ist Twitter jetzt auch wieder nicht)?

Nur ein Beispiel von welt.de:
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Fehler passieren jedem. Aber entweder lesen die Online-Plattformen der alten Medien keinen einzigen Kommentar oder sie haben noch kein professionelles Korrektur-Workflow definiert. Beides nicht gerade Qualitätsbeweise. Schon um 9:25 wurde im ersten Kommentar auf den eigentlich auf den ersten Blick erkennbaren Fehler hingewiesen:

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Drei Stunden später: keine Spur von Korrektur. Ich habe aber während dem Schreiben dieses Artikels (nach dem prüfenden Reload der Website) gemerkt, dass ein paar kritische Kommentare verschwunden waren. Korrigiert welt.de lieber die Meinung der Leser als den eigenen Artikel?

Macht von mir aus gleich viele Fehler wie wir Hobby-Blogger. Aber lasst euch auf echte Dialoge ein. Und weg mit der paranoiden, verzweifelten Hochnäsigkeit. Viele Blogger schreiben besseres oder zumindest korrekteres Deutsch und lesen Leserkommentare mit echtem Interesse. Sie lernen so viel schneller.


* SDA-Meldungen: SDA-Meldungen kommen in einwandfreiem Deutsch daher. Schleicht sich im schnellen Betrieb doch ein Fehler ein, pusht die SDA die korrigierte Version sofort deutlich erkennbar nach.

Bed & Breakfast in Rapperswil

Nach dem Umbau “unseres” Hauses mitten in Rapperswil haben wir jetzt auch das Bed & Breakfast Zimmer bereit gemacht, mit einer Freundin getestet und ab heute auch gleich für eine Weile ausgebucht. Wer also ein Gästezimmer benötigt in der Nähe von aber mit sicherem Abstand zu Zürich, kann sich gerne mal auf Bed & Breakfast Rapperswil einwählen.

Weitersagen hilft natürlich :-)

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