ALDI – Segen oder Fluch? (Teil 2)
Wednesday, May 31st, 2006
ALDI kommt beim Kassensturzbericht nicht gut weg. Da herrschen miserable Arbeitsbedingungen: Vorwiegend junge Frauen arbeiten bei ALDI Schweiz. Diese werden nur zu 50% angestellt, müssen aber sozusagen jederzeit abrufbar sein. Dadurch werden ständig Überstunden gemacht und die Freizeit ist praktisch nicht planbar. Die Verkäuferinnen müssen 15 Minuten vor Ladenöffnungszeit antraben, Arbeitszeit wird aber erst ab Ladenöffnungszeit berechnet.
“Vorgestern war ich im ALDI und habe gehört, wie eine Kassiererin sich über die vielen Überstunden beschwerte….” ALDI hat bei jeder Kasse eine “Radarfalle”, und misst damit, wie schnell die Kassiererin arbeitet. Am Abend werden “Ranglisten” aufgehängt. So wird enormer Druck ausgeübt.
“Aber das ist ja gerade das Mühsamste am ALDI. Es hat hinter der Kasse keine Ablage, alles muss im Eiltempo eingepackt werden, da bin ich regelmässig überfordert.. Da wäre ich dankbar um jede Kassiererin, die Rücksicht auf mich nehmen könnte…”
Das Aargauische RAV will keine Leute mehr an ALDI vermitteln: Zu schlechte Arbeitsbedingungen.
Mein Fazit: Der Geldsegen fliesst zu den ALDI Brüdern, der Fluch ist bei den Angestellten.
Mein Appell: Boykottieren wir ALDI! Es lohnt sich nicht, diese paar Franken auf dem Buckel der Angestellten zu sparen. Bist du dabei?
PS: Das Foto habe ich aus meinem Bürofenster geknipst.

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