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Revolutionär.

Mon 29. May 2006 - Sam - kommentieren

Nicht gerade mild.Was versteht der Bürger unter dem Begriff “christliche Nächstenliebe”? Laut Blogkritik wohl ein harmonisch-esoterisches Zusammensein in günstigen Schwingungen. Gäll, Herr Dr. B. Blog-Blogicki?

Wenn man den Begründer der Revolution – das sich mittlerweile leider an manchen Orten etwas versteift hat und sich Christentum nennt – anschaut, pass(t)en da auch gröbere Reibereien rein – zum Wohl des Gesamten und für die Gerechtigkeit. Zum Beispiel lässt sich dieser Jay-Cee gerne mal einladen um dann den Gastgeber (der zum Clan der religiösen Volkverängstiger gehörte) direkt ins Gesicht auf Übelste als Heuchler zu bezeichnen. Das gefällt mir und vielleicht dem Herrn Dr. BeeBee auch. Oder die Geschichte mit dem Souvenir-Laden im Klostervorhof: kaputtgeschlagen hat er den Laden wie [hier 80er-Rockbandnamen einsetzen] damals die Hotelzimmer. Kleiner Unterschied: er hatte nicht (so viel) Alkohol im Blut, war also voll bei Sinnen.

Jesus sprach noch mit seinen Zuhörern, als er von einem Pharisäer zum Mittagessen eingeladen wurde. Er ging mit und setzte sich an den Tisch. Entrüstet beobachtete der Gastgeber, daß sich Jesus vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatte, wie es bei den Juden vorgeschrieben war. Jesus bemerkte seinen Unwillen und wandte sich zu ihm: «Äußerlich seid ihr Pharisäer ohne Fehler, ihr glänzt wie die Becher, aus denen ihr trinkt. Aber innerlich seid ihr schmutzig und verkommen. Ihr Scheinheiligen! Ihr wißt doch ganz genau, daß Gott beides geschaffen hat – Äußeres und Inneres. Meint ihr da wirklich, daß er nur auf das Äußere achtet? Eure Schüsseln und Becher sind voll. Gebt das, was drin ist, den Armen, dann seid ihr auch vor Gott rein! Es steht schlimm mit euch, ihr Pharisäer. Sogar von den kleinsten Küchenkräutern gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott sind euch gleichgültig! Doch gerade darum geht es: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen! Ich warne euch, ihr Pharisäer! Im Gottesdienst sitzt ihr auf den ersten Plätzen, und es gefällt euch, wenn man euch auf der Straße ehrfürchtig grüßt…»

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2 Responses to “Revolutionär.”

  1. User Gravatar
    Dr. B. Blog-Blogicki
    May 29th, 2006 22:30
    1

    Schapoo… oder so, lieber Sam.
    Wusste ich doch, dass Sie ein echter Revoluzzer sind. Wie es ja auch JC gewesen sein soll… Ein verfl… Kommunist und ein Roter dazu…

    Ein Mythos… Wohl nicht für Sie, Sam, aber für mich schon…
    Ich glaube nichts wirklich, kann einfach nicht, habe zuviel erlebt… Ausser vielleicht, dass Sie wohl in den Himmel kommen mögen, und ich wohl in die “Hölle” fahren werde. Doch nicht mal an das glaube ich wirklich, obwohl mir meine kranken Träume des Nachts oft etwas anderes sagen wollen…

    Am liebsten wäre mir Wasser… Ich möchte das nächstemal gerne Wasser sein, und das für solange wie möglich. Nicht Wein, sondern Wasser, bis zum jüngsten Tag… oder so…

    Unter christlicher Nächstenliebe verstehe ich überhaupt nichts esoterisches… und schon gar nichts mit Schwingungen oder so… Bin schon zu oft auf Knien auf hundekackebraunen kalifornischen Hochfloorteppichböden rumgerutscht, und habe versucht “die Erde” zu fühlen, weil irgend so ein Idiot mir weismachen wollte, dass das geht. War schon fast Indianer, Schamane.. wasweissich etcetera pipapo…

    Ein alter bündner Bauer hat mich dann auf die Erde zurückgebracht… und zu der Überzeugung, dass es wohl sowas wie einen Schöpfer geben muss, oder eine schöpfende Kraft zumindest, wobei diese Kraft uns wohl bis ans Ende unseres Lebens verschlossen bleibt.
    Anständig Leben bedeutet anständig Leben. Niemandem bewusst wirklich weh tun. Niemandem so an den Karren fahren, so dass eine Achse bricht. Sorge tragen zu der Umwelt. Alles irgendwie als beseelt anschauen…
    Ich sprech mit mir selber (irre) und ich sprech zu meinem Hund, und den Vögeln, und den Pflanzen, und den Steinen und dem Wasser…

    *Blah-Blah-Blah*, sag ich dann jeweils… aber ES versteht mich… Und es braucht keinen Guru dazwischen, nicht mal einen der Jesus heisst, und Gottes Sohn sein soll.

    Nix für ungut Sam… Jedem das Seine…

    Alles ist Gottes Blog…

  2. User Gravatar
    Sam
    May 29th, 2006 23:26
    2

    Danke für den längsten Kommentar, den ich bis jetzt gekriegt habe ;-) *preis übergeb*

    Übrigens: die “Hölle” war ein Konzept der “Grossmächte” (Römer, Griechen etc.) der Zeit von ca 400 v.Chr. bis zur “Revolution” (also zwischen dem alten und neuen Testament) – ursprünglich gar nicht so vorhanden im Denken der Juden.

    Bis obengenannter Clan der Volksverängstiger das Konzept übernahmen, um das Volk einzuschüchtern. Von diesem Clan war Jesus ziemlich angep*****. Er griff dann dieses fiese Konzept auf, das das Volk so unter Druck setzte – und kehrte es auf die Übeltäter um.

    Boomerang.

    [Einschub: heutige Grossmächte (und auch Kirchen) scheinen sehr ähnliche Konzepte zu schwingen - Achse des Bösen zB]

    In diesem Sinn denke ich nicht, dass Sie (und sicher nicht wegen mir!) vor der Hölle Angst haben sollten. Lassen Sie den Clan (=Kirche?) keinen Einfluss haben auf Sie ;-) und auch nicht die Träume. Und auch nicht den Hund allzusehr – Hunde beissen manchmal.

    Der Bündner hat einfach recht mit diesen (christlichen) Prinzipien, die manche leider vergessen haben. Und ja, es braucht keinen Guru dazwischen. Alles “Dazwischene” ist weg.

    Ich glaube, wir verstehen uns besser als wir denken(?). Ich nehm nichts für ungut – hab wenig Probleme damit, wenn Sie anderer Meinung sind. YMMV – your mileage may vary. Hakuna Matata.

    Somit hab ich wohl gerade meinen längsten Blog-Kommentar-Kommentar geschrieben *preis mir übergeb*

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