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Archive for October, 2006

Wie lernt man Leute kennen?

Tuesday, October 17th, 2006

Bremgarten im WinterWir sind umgezogen. Von einem schönen Städtchen am Wasser im Aargau (Bremgarten) in ein schönes, grösseres Städtchen an riesigem Gewässer im Kanton St. Gallen (Rapperswil-Jona). Wir waren hier nie in der Schule, nie im Turnverein (OKOK, in Bremgarten auch nicht), kennen die Treffpunkte nicht. Keine Familie hier. Haben hier noch nie gearbeitet. Und sind nicht single.

Wie lernt man Leute kennen? Jaja, es gibt viele Möglichkeiten. Angefangen haben wir mal mit auswärts Essen jeden Dienstag Abend. Um mal ein Gespür zu kriegen für das Kulinarische vor Ort. Erst mal jede Woche ein neues Restaurant auschecken. Daneben habe ich wie schon geschrieben eine Band, ist auch etwas Kontakt. Mal sehen, was uns die nächsten Wochen bringen…

Einfach wäre es, uns in eine Kirche/Freikirche zu stürzen. Da kennen wir uns aus und hätten wohl ziemlich schnell ein paar Dutzend Kontakte (wir waren schon ca 2x im “Prisma” und haben schon Leute “von früher” getroffen, gut!). Die Gefahr ist aber, gerade wenn man nicht Freunde von Schule/Beruf/Verein/… hat, dass wir uns bald nur noch im frommen Ghetto bewegen und das ist wohl deutlich ungesünder als Rauch in Bars.

Nichts gegen (Frei)Kirchen, wir wollen aber den schmalen, gesunden Weg gehen.

Neues Velo

Monday, October 16th, 2006

velo.JPGVor einem Jahr wurde mir mein Velo vor der Haustüre weggeklaut. Im Geschäft hatte ich noch ein altes Velo am Bahhof, dort wurde fast zur gleichen Zeit mein Sattel gestohlen. Zuhause musste ich nun ohne Velo zurecht kommen, ins Geschäft fuhr ich ohne Sattel. Meine Arbeitskollegen machten sich ein wenig lustig über mich und mein Velo. Über ein halbes Jahr war ich ohne Sattel unterwegs. Ich sagte jeweils: “Lieber ein Velo ohne Sattel als gar keines, so wird es wenigstens nicht geklaut.” Als mir Simon seinen alten Sattel anbot, nahm ich ihn gerne, da ein Sattel doch noch bequem ist. Zwei Wochen später war mein Velo weg :-( . Unterdessen bin ich mit dem Kickboard unterwegs. Aber seit dem letzten Samstag habe ich Zuhause wieder ein Bike.
luetzelsee.JPG

Sam musste mich gleich begleiten, um das neue Fahrzeug einzuweihen. Gemeinsam machten wir eine kleine Biketour zum Lützelsee. Dort in der Nähe stöberten wir noch Verwandte von mir auf, nun kennen wir doch noch jemand aus der Gegend. Und das Fahrrad ist prima.

War Jesus nicht gut?

Sunday, October 15th, 2006

Nein, es geht mir hier nicht unbedingt darum, zu beweisen, dass es bei der Person Jesus nur zwei Möglichkeiten gibt: a) er war wirklich Gottes Sohn / Gott in Person (wie er sagte) oder b) er war nicht, was er sagte, und somit ein Lügner (kein guter Meister).

Habe gerade den folgenden Abschnitt gelesen – ich find’ ihn zum Teil witzig. Jesus als Gedankenprovokator. Es scheint mir, er hat seinen Spass daran, als erstes mit einer unerwarteten Antwort auf eine Nebenbemerkung zu überraschen (“Warum nennst du mich gut?”). Vielleicht auch einfach mit Lachen die Stimmung zu lockern, für das Harte, was folgt.

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: “Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?”

Jesus antwortete: “Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!”

Er erwiderte ihm: “Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.”

Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: “Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!”

Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

Himmelstor?Es scheint mir, wir freikirchlichen Christen von heute konzentrieren uns zu stark auf den ersten Teil, wie dieser Mann: möglichst nichts Schlechtes tun. Der zweite Teil fordert aber viel mehr von mir ab, als einfach nicht schlecht zu leben, ein bisschen über Gott zu reden oder bloggen. Gut leben ist mehr als nicht schlecht leben. Es heisst viel mehr, als in eine Kirche zu sitzen und dort Unterhaltung zu konsumieren (möglichst ohne herausgefordert zu werden, ohne Auswirkungen auf den Alltag). Es hat vor allem auf die Arbeitswoche Auswirkungen – nicht nur auf den Sonntag. Es wird mich etwas kosten (zeitlich, finanziell, emotional, körperlich). Was heisst es wirklich für mich, den bleibenden Schatz anzustreben?

(das Bild ist aus Kenia – so stelle ich mir den Himmel vor: gesunde Natur. Nicht auf dem Bild: gesunde Zivilisation, kleinere Gadgets und schnellere Internetverbindungen, gehört auch zum Himmel)

Chnorz mit Cablecom

Saturday, October 14th, 2006

Cablecom verschlechtert AnalogangebotWas sich Monopolisten erlauben können ist schon unglaublich. Wie überall berichtet wird, und ich leider bestätigen kann, läuft Internet via Cablecom zurzeit sehr schlecht (bis zum Teil gar nicht). Ich verweise mal auf die, die schon berichtet haben (hier, hier, …).

Cablecom SchraubenschlüsselFrage in die Runde: tauchen bei euch auch mittlerweile Probleme mit ganz normalem (analogen) TV-Empfang auf? Seit einigen Tagen existieren einerseits einige Programme gar nicht mehr (OKOK, anderes Thema), andererseits sind etliche Programme – bei uns zB Pro7 – defekt. Ja, defekt. Praktisch ungeniessbar (völlig unabhängig vom Inhalt). Ich glaube, Cablecom will eine gewisse Spannung zwischen analogem und digitalem Fernsehen aufbauen. Um den massiv überrissenen Preisunterschied zu rechtfertigen. Jaja, da ist eine Lösung halt schon: das weniger teure Angebot in grottenschlechter Qualität liefern. Hmm. Oder vielleicht arbeiten sie dran, die ewige Baustelle haben sie mit dem diffigen Schraubenschlüssel als Firmenlogo ja zum Motto gemacht.

IncapablecomUpdate: habe versucht, meinen Ärger in Kreativität umzuwandeln. Vielleicht etwas bös – jänu.

Stille Zeit

Wednesday, October 11th, 2006

Habe gerade bei Joghurt, Sonnenschein und Balkonaussicht folgendes gelesen:

In der Antike und im Mittelalter waren sich die Menschen noch des Bedürfnisses nach Einsamkeit bewusst und respektierten den Sinn dahinter. In der ständigen Geselligkeit unserer heutigen Zeit verachten die Menschen Einsamkeit so sehr, dass sie nichts anderes damit anzufangen wissen, als es Kriminellen als Bestrafung zu verordnen
Sören Kierkegaard “Die Krankeit zum Tode”

Und mich dann entschlossen, raus zu gehen, ein Bänkli zu suchen und die Einsamkeit zu geniessen (wollte das einfach noch jemandem mitteilen). Tschüss.

AdSense: Optimieren Sie Ihre Website

Tuesday, October 10th, 2006

Ihr AdSensemänner und -frauen. Habt ihr das kleine Büchlein “AdSense: Optimieren Sie Ihre Website” von Google auch zugeschickt gekriegt? (Fabian schon, BloggingTom noch nicht) Hab’ mich über das kleine Geschenk gefreut, beschäftige ich mich doch ziemlich gerne mit solchen Themen. Und diesmal sind die Tipps kostenlos. Es scheint mir allerdings, sie haben einiges vom Doktor geklaut, die Schlingels.

Ich schau mir das mal durch und melde mich dazu – falls es mir sinnvoll erscheint (wäre lang Sam Zeit für andere Themen, gäll). Hiermit erkläre ich auch: die Bonusbände des Doktors ergeben zu wenig, um hier kommentiert zu werden, es gibt also nichts Weiteres dazu zu lesen hier.

Wie reich ich bin

Tuesday, October 10th, 2006

Ich habe ja letzten Monat Google AdSense in diesem Blog eingebaut. Als Test. Meine Frage war/ist: wieviel wirft Google Adsense in einem Anfängerblog wie steinis.ch ab? Lohnt sich die Unschönheit dieser Google-Blöcke die so viele Bloggers eingebaut haben denn wirklich?

Naja, reich werde ich sicher nicht mit Google Adsense in diesem Blog. Genau 1 Kebap reicher sind wir geworden seit dem 4. September. Dafür musste unser Blog über einen Monat lang arbeiten.

Interessant ist allerdings: der eCPM (Einnahmen pro 1000 Impressionen) ist bei ca zwei Dollar. Wenn ich diesen Wert bei meinen Ads auf Bassic hätte, hätte mir Bassic mittlerweile schon 2’400 Kebaps gebracht. Sechseinhalb Jahre lang jeden Tag einen Kebap. Was leider überhaupt nicht der Fall ist. Gerade reich hätte mich das zwar nicht gemacht (eher dick), aber es kommt bei solchen Rechenspielen automatisch die Frage auf: wie erreiche ich nicht nur einfach hohe Besucherzahlen, sondern einen hohen eCPM? In meinem Fall (Bassic) ist wohl aufgrund der Art der Website (Community – oft wiederkehrende Besucher) sowas nicht möglich – die Besucher sind längst “immun” gegen die altbekannten Google Ads…

Der andere Weg wäre, Besucherzahlen wie Bassic in diesem Blog hinzukriegen. Das ist für mich/uns wohl nicht realistisch ;-) dazu müsste ich mich tatsächlich auf ein Kernthema konzentrieren, in englisch (oder chinesisch) schreiben, was den Plauschfaktor reduzieren würde.

Bachtel und andere Berge

Monday, October 9th, 2006

Die Umgebung an unserem Wohnort ist wirklich sehr schön. Wir geniessen den Blick auf die Berge und den See, den wir sogar vom Balkon haben. Gestern fuhren wir auf den Bachtel. Das letzte Stück erklommen wir noch zu Fuss bis auf den Fernsehturm.

huegel.png

Die Aussicht war herrlich. Man sieht viele Berge und verschiedene See, obwohl es ein wenig “dunstig” war.

berge.pngUnterwegs waren wir mit Lukas und Rahel. Die beiden haben wir in der Kirche im Prisma getroffen. Lukas kannten wir aus der Schule für Gemeindearbeit, die wir vor 5 Jahren absolviert haben. Mit dieser charmanten Begleitung genossen wir nachher ein riiiiesiges Cordonbleu im Restaurant Bachtel.

rahellukas.png

Stille Zeit

Sunday, October 8th, 2006

Ich kann nicht anders als zuzugeben, dass ich blogmässig recht still war in letzter Zeit. Dank den Beiträgen von Judith war hier aber trotzdem nicht der totale Stillstand, und man konnte vermuten: der Sam, der ist wohl noch nicht tot. Ja, ich lebe noch und das Leben war keineswegs langweilig, unter anderem beschäftigten mich/uns folgende Punkte. Auf einige werde ich später mal noch eingehen:

Umzug ins schöne Städtchen Rapperswil-Jona
(ab 1.1.2007 offiziell eine Stadt) Wir fangen an, uns einzuleben, viele Kisten wurden ausgepackt – man kann langsam wohnen hier…

Arbeitsstelle
dazu habe ich Ende September meine Arbeitsstelle gekündigt und werde ab dem 1.1.2007 bei INM in Wetzikon anfangen…

Band
Habe schon vor einer Weile eine Anfrage gekriegt von “youturn”. Habe nach einer Probe zugesagt – Mundartrock würde man am ehesten kategorisieren, wenn man das wollte… habe nun schon einige Proben “absolviert” und freue mich, dabei sein zu dürfen!

PC
wie ich geschrieben hatte, verabschiedete sich einiges unserer Hardware kurz vor dem Umzug, was indirekt zu einem virusverseuchten PC führte. Nachdem ich den neu aufgesetzt hatte ging das Spiel beim Notebook von Judith los. Der ist also auch wieder frisch. Zum Glück passierte das nicht beides gleichzeitig.

Netzwerk
Ich hatte gefragt wegen Ideen zum Heim-Netzwerk. Die Tipps in den Kommentaren führten mich schliesslich dazu, Powerline zu probieren. Und bis jetzt bin ich absolut zufrieden. Habe Zyxel gewählt weil bekanntere Marke (für mich, im Verleich zu Devono) und v.a. weil man die Dinger nicht direkt in die Dose steckt, sondern ein Kabel hat – und so Steckplätze in der Steckdosenleiste spart. Installation war in einer halben Stunde ohne irgendwelche Vorkenntnisse gemacht… Danke für den Tipp!

Rauchfreie Bars – ein Traum?!

Sunday, October 8th, 2006

zigarette.jpgRauchfreie Restaurants und Bars würden meine Lebensqualität extrem verbessern. Dabei geht es mir nicht um die Diskriminierung der Raucher. Abhängigkeit vom Glühstengel verantwortet jeder selber. Aber der Rauch am Samstag Abend in Clubs ist zum Teil unerträglich. Bei mir löst es vor allem brennende Augen aus. Linsentrager kennen das: Die Augen trocknen aus, die Linsen kleben an den Augen und es juckt. Ich muss dann ungewöhnlich viel Blinzeln und meine Augen möchten sich nur noch schliessen, so dass ich beim lautesten Rockkonzert einschlafen könnte (ist kein Witz).

Und das zweite Ärgernis kommt Zuhause. Die frisch angezogenen Kleider stinken fürchterlich. Da nützt das Auslüften über Nacht oft nicht genug.
75% der Bevölkerung nehmen diese Lebensqualität-Verminderung in Kauf. Warum? Um niemandem zu nahe zu treten? Wäre doch schön nach dem Ausgang nach Hause zu kommen mit dem Parfum des Partners in der Nase und feuchten Augen.