Wie lernt man Leute kennen?
Tuesday, October 17th, 2006Wir sind umgezogen. Von einem schönen Städtchen am Wasser im Aargau (Bremgarten) in ein schönes, grösseres Städtchen an riesigem Gewässer im Kanton St. Gallen (Rapperswil-Jona). Wir waren hier nie in der Schule, nie im Turnverein (OKOK, in Bremgarten auch nicht), kennen die Treffpunkte nicht. Keine Familie hier. Haben hier noch nie gearbeitet. Und sind nicht single.
Wie lernt man Leute kennen? Jaja, es gibt viele Möglichkeiten. Angefangen haben wir mal mit auswärts Essen jeden Dienstag Abend. Um mal ein Gespür zu kriegen für das Kulinarische vor Ort. Erst mal jede Woche ein neues Restaurant auschecken. Daneben habe ich wie schon geschrieben eine Band, ist auch etwas Kontakt. Mal sehen, was uns die nächsten Wochen bringen…
Einfach wäre es, uns in eine Kirche/Freikirche zu stürzen. Da kennen wir uns aus und hätten wohl ziemlich schnell ein paar Dutzend Kontakte (wir waren schon ca 2x im “Prisma” und haben schon Leute “von früher” getroffen, gut!). Die Gefahr ist aber, gerade wenn man nicht Freunde von Schule/Beruf/Verein/… hat, dass wir uns bald nur noch im frommen Ghetto bewegen und das ist wohl deutlich ungesünder als Rauch in Bars.
Nichts gegen (Frei)Kirchen, wir wollen aber den schmalen, gesunden Weg gehen.

Es scheint mir, wir freikirchlichen Christen von heute konzentrieren uns zu stark auf den ersten Teil, wie dieser Mann: möglichst nichts Schlechtes tun. Der zweite Teil fordert aber viel mehr von mir ab, als einfach nicht schlecht zu leben, ein bisschen über Gott zu reden oder bloggen. Gut leben ist mehr als nicht schlecht leben. Es heisst viel mehr, als in eine Kirche zu sitzen und dort Unterhaltung zu konsumieren (möglichst ohne herausgefordert zu werden, ohne Auswirkungen auf den Alltag). Es hat vor allem auf die Arbeitswoche Auswirkungen – nicht nur auf den Sonntag. Es wird mich etwas kosten (zeitlich, finanziell, emotional, körperlich). Was heisst es wirklich für mich, den bleibenden Schatz anzustreben?
Was sich Monopolisten erlauben können ist schon unglaublich. Wie überall berichtet wird, und ich leider bestätigen kann, läuft Internet via Cablecom zurzeit sehr schlecht (bis zum Teil gar nicht). Ich verweise mal auf die, die schon berichtet haben (
Frage in die Runde: tauchen bei euch auch mittlerweile Probleme mit ganz normalem (analogen) TV-Empfang auf? Seit einigen Tagen existieren einerseits einige Programme gar nicht mehr (OKOK, anderes Thema), andererseits sind etliche Programme – bei uns zB Pro7 – defekt. Ja, defekt. Praktisch ungeniessbar (völlig unabhängig vom Inhalt). Ich glaube, Cablecom will eine gewisse Spannung zwischen analogem und digitalem Fernsehen aufbauen. Um den massiv überrissenen Preisunterschied zu rechtfertigen. Jaja, da ist eine Lösung halt schon: das weniger teure Angebot in grottenschlechter Qualität liefern. Hmm. Oder vielleicht arbeiten sie dran, die ewige Baustelle haben sie mit dem diffigen Schraubenschlüssel als Firmenlogo ja zum Motto gemacht.
Update: habe versucht, meinen Ärger in Kreativität umzuwandeln. Vielleicht etwas bös – jänu.
Unterwegs waren wir mit Lukas und Rahel. Die beiden haben wir in der 
Rauchfreie Restaurants und Bars würden meine Lebensqualität extrem verbessern. Dabei geht es mir nicht um die Diskriminierung der Raucher. Abhängigkeit vom Glühstengel verantwortet jeder selber. Aber der Rauch am Samstag Abend in Clubs ist zum Teil unerträglich. Bei mir löst es vor allem brennende Augen aus. Linsentrager kennen das: Die Augen trocknen aus, die Linsen kleben an den Augen und es juckt. Ich muss dann ungewöhnlich viel Blinzeln und meine Augen möchten sich nur noch schliessen, so dass ich beim lautesten Rockkonzert einschlafen könnte (ist kein Witz).



