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Archive for November, 2006

Phreddie

Monday, November 13th, 2006

Phreddie Künzler
Überall hat der Phreddie seine Finger im Spiel, immer mit unterschiedlichen Identitäten:

Aber eigentlich heisst der “Phreddie”. Jawoll.

Zur Feier der Woche

Monday, November 13th, 2006

Ich wünsche eine powervolle Woche…

Pythagoras’ Faszination

Sunday, November 12th, 2006

Sorry, wenn ich hier einfach ein YouTube-Video ohne viel Drumherum poste, aber das ist doch faszinierend:

(gesehen bei eBro.ch)

Ein Kommentar bei YouTube gibt noch ein bisschen mehr Einsicht in den Slogan:

For all you confused people wondering where this came from, it’s a collection from a Japanese children’s show from NHK’s “Pitagora Suitchi” (Pythagorean Switch). It’s an educational kids show about mathematics, physics, environmental science and social science.

Swiss Blogs

Saturday, November 11th, 2006

Statistik Blogs SchweizBlogs seien schwer am kommen, heisst es. In meinen Augen ist auch das ziemlich relativ. Die Berechnungsart der Blogug-Statistik ist wohl nicht das wissenschaftlich Genauste, aber es kann schon ein bisschen die Richtung zeigen. Natürlich ist die Definition von “aktiv” diskutierbar. Blogs mit monatlichen Posts können durchaus mehr Inhalt (und Besucher) haben als irgend ein Privatblog wie “Steini’s Garden”.

Trotzdem finde ich interessant zu sehen, dass die wirklich aktiven Blogs – die, mit Potential für Beachtung in der Medienlandschaft (dazu braucht es mehr als monatliche Posts) – nur sehr langsam (praktisch gar nicht) zunehmen an der Zahl.

Für die Statistik bedeutet “aktiv”: Die Anzahl der Weblogs, die innert 30 Tagen einen Artikel veröffentlicht haben.

Eingesperrt

Saturday, November 11th, 2006

Ich sitze am Boden in einem weniger als 12 m2 grossen Raum. Die Türe ist verschlossen, es hat keine Türfalle, kein Schloss. Meine Blicke schweifen durch die Zelle. Der Boden ist aus grünem Novilon der sich an den Wänden fortsetzt. Es ist ein dunkles , mattes Grün. Eine Lampe und ein Feuerlöscher sind an der weissen Betondecke befestigt. Die Lampe verbreitet ein schummriges, gelbes Licht. In der Mitte des Bodens hat es einen Abfluss. Mehr gibt es an diesem Ort nicht.

Es ist still. Aus dem Belüftungsschacht dringt ein leises Säuseln. Zwischendurch wird die Stille durch einen Polizeifunk von draussen unterbrochen. Unverständlich sind die Worte in meiner Zelle.

Ganz oben in der Ecke ist eine kleine, runde Scheibe. Dahinter verbirgt sich die Kamera,  damit sie mich sehen. Ich sehe niemanden, nichts, nur die grüne Wand um mich, in der ich noch ein paar kleine braune Flecken entdecke….

Ja, ich wurde gestern tatsächlich in eine “Gummizelle” gesteckt! Das war ein Teil meiner MAZ Prüfung. Während die andern “Prüflinge” mit der Stadtpolizei Luzern unterwegs waren um Parkbussen zu verteilen, gehörte ich zu den drei Auserwählten, die in eine Zelle gesteckt wurden (Ich habe mich selber zur Wahl gestellt).

Zuerst sass ich eine halbe Stunde in einer Sammelzelle, die wenigstens eine Bank und ein Wandgemälde hat. Dann war ich in einer Einzelarrestzelle. Die war mit dem Bett, Brünneli und WC schon recht komfortabel. Und wie oben geschildet landete ich schlussendlich noch in der Gummizelle. Danach konnten wir die Pressesprecherin der Stadtpolizei Luzern mit Fragen zu den Arrestzellen und allem drumherum ausquetschen. Aus all diesen Eindrücken und Informationen entstand meine “praktische Abschlussarbeit”. Eine Fernsehreportage über die Arrestzellen bei der Stadtpolizei Luzern. Wobei die Reportage als Drehbuch auf dem Papier blieb. Kamera hatte ich keine zur Verfügung.

Emerge.

Friday, November 10th, 2006

Wir beschäftigen uns seit einigen Monaten (unbewusst seit Jahren?) mit neuen Formen von christlicher Spiritualität. Klar scheint zu sein, dass die Formen, die viele Kirchen verwenden wieder mal eine Generalüberholung nötig haben, um für die Gesellschaft relevant zu werden. Eine neue (echtere? persönlichere?) Form von Kirche wird “Emerging Church” gelabelt. Hab dazu einen interessanten Beitrag von “abc” gefunden…

Wichtig scheint mir folgende Ergänzung: in den letzten vielleicht 20 Jahren ging es vielen Kirchen (zB mit Einsatz von Multimedia und Rockbands im Gottesdienst) darum, zu zeigen, dass Kirche peppig sein kann. Das ist nicht neu und hat nichts mit dieser neuen Bewegung zu tun. In der “Emerging Church” geht’s wie ich sehe mehr darum, zu sein wie man ist, die Spiritualität nicht mehr zu verstecken. Keine grossen (kalten) Shows mehr in den Kirchen – dafür mehr Gemeinschaft, mehr soziales Engagement (Taten), mehr Mitmachen, mehr ganzheitlichere Mystik und Spiritualität. Mehr Berührung mit Gott. Oft mit sogenannten PrayStations, wie im Video kurz gezeigt wird.

Erster Auftritt mit YouTurn

Thursday, November 9th, 2006

YouTurnWie bereits mal geschrieben bin ich seit einigen Wochen bei der Band “YouTurn” dabei. Am Bass. Letztes Wochenende hatten wir unsere ersten zwei Einsätze – und wohl auch die letzten, für 2006.

Als Mundartrock-Band mit leicht sakralen Texten (höhö) und Proberaum im Kirchengebäude waren wir für Musik im Sonntagmorgen-Gottesdienst der “Kirche im Prisma” Rapperswil zuständig. Dann, am gleichen Tag, am selben Ort abends im “O2 – chile wo bewegt” (peppiger Gottesdienst für 20 – 40 Jährige).

Dass wir Verdauungsproblemförderungspotential für einige der vielleicht 400 Besuchern am Morgen hatten, wussten wir genau. Versuchten wir auch im Vorfeld rüberzubringen. Das Altersspektrum reicht bis weit ins Pensionsalter hinein. Wir reduzierten unsere Lautstärke auf das Minimum – leiser hätte einen unausgewogenen Mix zur Folge gehabt. Als “Kompromiss” bauten wir auch 2 bekannte Gemeindelieder (Es Isch Jesus, Chönig vo mim Härz) am Anfang ein. Viele (nicht alle) schätzten den peppigeren Sound – hört man gut bei “Chönig vo mim Härz“, finde ich. Für einige ältere Semester war es aber leider rein physisch nicht ertragbar. Sorry. Wir lernen draus, was wir vorher schon ahnten: wir sind keine Sonntagmorgen-Band ;-) .

YouTurnAm Abend spielten wir bei ungefähr doppelter Lautstärke für vielleicht 200 jüngere Leute. Da fühlten wir uns schon viel mehr “am rechten Platz” und es hat Spass gemacht, unsere 6 Songs zum besten geben zu können. Es war eine gute Erfahrung als Band, live zu spielen – mit den Pannen, die dazu gehören. Die wird man erst mit Routine dann los – was einfach noch nicht vorhanden ist.

Als kleiner Einblick hier mal ein Song aus dem Morgen-Gottesdienst, aufgenommen mit einem kleinen Mikrophon auf MiniDisc. Der Track beinhaltet die Bandvorstellung, einen Mitsing-Part (viel Spass! ;-) ) und gibt vielleicht auch einen Einblick in unseren Musikstil. Sorry für die recht schlechte MP3-Kompression – dafür ist die Filegrösse ertragbar:

(MP3 offline)

Sehr schön fand ich die Anwesenheit der Wenkies – die andere Hälfte unserer früheren Band “Toolbox” aus dem Aargau. Im nächsten Jahr gibt’s dann ein “Toolbox-Reunion” – für eine Hochzeit von Bekannten.

Aufnahmeprüfung

Wednesday, November 8th, 2006

Lange ist es her, seit ich die letzte Prüfung geschrieben habe. Während der Schulzeit war das normal und ich hatte nie grossen Prüfungsstress. Morgen ist es wiedermal soweit: Ich habe die schriftliche Aufnahmeprüfung für’s maz (Medien-Ausbildungszentrum in Luzern) und am Freitag folgt ein praktischer Teil. Seit einigen Monaten lese ich die Zeitungen intensiv. In den letzten Tagen habe ich Europakarten, Schweizer Geschichte und die Medienlandschaft in der Schweiz studiert. Langsam kommt eine gewisse Nervosität auf, aber im Grunde bin ich zuversichtlich, dass ich diese Herausforderung packen werde.

Solving the Bug

Tuesday, November 7th, 2006

Solving the bug even though connection is slowIrgendwie witzig fand ich heute diese Meldung von unserem Togoaner in unserem Marokko-Team. Sie scheinen heute so motiviert zu sein, dass sie Bugs sogar beheben, wenn die Internetverbindung nicht ganz optimal ist ;-)

Zu seiner Verteidigung muss ich schon anfügen: er musste von Marokko aus via Internet auf einem PC bei uns dem Bug auf die Spur kommen.

Verkehrschaos als “Lernblätz”

Friday, November 3rd, 2006

auto-crash2.jpg
Nun wohnen wir bereits fünf Wochen in Rapperswil-Jona. Der Arbeitsweg kann irgendwie nicht der einzige Grund sein, warum wir hier her gezogen sind. Da Sam ab Januar in Wetzikon arbeiten wird, hätten wir mehr in diese Richtung ziehen können, dann hätten wir beide einen kürzeren Arbeitsweg. Wir wissen aber irgendwie, dass hier der richtige Platz für uns ist. Doch ab und zu frage ich mich, warum eigentlich, warum wohnen wir hier? Wie gesagt, die Gegend ist schön, aber solange wir keine tiefen Beziehungen haben, werden wohl auch keine Heimatsgefühle aufkommen. Die Frage werde ich mir noch mehrmals stellen. Einen Grund habe ich jedoch unterdessen herausgefunden:

Wir wohnen an einem verkehrstechnischen Nadelör. In und rund um Rapperswil herrscht beinahe zu jeder Tageszeit ein Verkehrchaos! Normalerweise bin ich mit dem Zug zur Arbeit unterwegs. Aber am letzten Mittwoch konnte ich das Auto nehmen, da Sam frei hatte. Als ich nach Hause fuhr, stand ich 50 Minuten im Stau. Die Strecke lege ich sonst in 20 Minuten zurück. Ich habe mich total genervt und irgendwie war meine Stimmung für den ganzen Abend im Eimer.

Sam braucht für seinen jetzigen Arbeitsweg eine halbe Stunde, wenn er im Stau steckt, bis eine Stunde. Um dem Problem etwas auszuweichen, kommt er später nach Hause. Dann muss ich mich Zuhause in Geduld üben.

Auf jeden Fall wurde mir nach meinem vermiesten Mittwoch klar, dass ich genau meine innere Ruhe durch äussere Umstände völlig durcheinander bringen lasse. In einem älteren Beitrag habe ich geschrieben, dass ich im Moment meine innere Welt am ordnen bin :-) .

Mit dieser Erkenntnis habe ich den ersten Grund entdeckt, warum wir hier wohnen. Wir müssen lernen, uns durch Staus nicht aus der Fassung bringen zu lassen, sondern das Beste aus der Zeit zu machen. Im Moment empfinde ich jedoch sogar den Gedanken noch mühsam, dass ich Staus irgendwann nicht mehr uncool finden sollte ;-) .