Wer schon jemals (egal um welche Zeit) auf Strassen in der Gegend Pfäffikon SZ – Rapperswil – Hinwil – Wetzikon – Uster unterwegs war, weiss: hier wird extrem viel Benzin beim Stillstehen ausgepufft. Zwischen Rapperswil und Pfäffikon SZ liegt der Seedamm (und vor allem eine mit Ampelanlagen übertrieben vollgestopfte Stadt). Durch Hinwil – Wetzikon geht’s halt weil ein Autobahnstück fehlt. Soviel ich weiss blockiert wurde, super.
Es gäbe hier also einen grossen Strassenfrust-Druck in Richtung ÖV, das genutzt werden könnte. Könnte. Der Lenggis-Bus preist sich aber zB immer noch mit Grossbuchstaben für seine extreme Hochfrequenz von “alle 30 Minuten”, Züge nach Zürich (trotz einer kleinen Verbesserung im Dezember) sind überfüllt.
Neben erhöhung der Takte habe ich mich gefragt, wie man das Angebot genug verbessern könnte, dass einige auf die ÖV umsteigen würden. Bei uns ist vor allem der Arbeitsweg von Judith nicht sehr schön per ÖV. 2x Umsteigen, oft den Anschluss verpassen in Wetzikon, und dann noch 10 Minuten Kickboard. Da ich seit einigen Tagen in Wetzikon arbeite, bietet es sich an, dass sie mit dem Auto zu Arbeit fährt und mich unterwegs raus lässt bzw einlädt.
Vorschlag also meinerseits: S3 nach Rüti verlängern (wenn kein Platz ist für Verlängerung bis Rapperswil oder sogar Pfäffikon). Habe das in die Karte eingezeichnet. Rüti ist relativ gut per Bus erreichbar. Es ist aber noch zu stark an gerade unsere Bedürfnisse orientiert – wichtiger wäre mehr Fluss durch Rapperswil zu bringen, also zB eine neue Linie Wädenswil – Wetzikon oder so…
Sicher ist einfach: es gibt hier seehr viele Leute, die trotz schlechten Verhältnissen auf den Strassen nicht auf die ÖV umsteigen (können). Da müsste doch was zu machen sein, oder? Innovative Strassenprojekte werden wohl alle, die heute über 30 sind, nicht mehr erleben (ausser solche, die seit mind. 20 Jahren in der Plaung sind) – so ist halt unsere Schweiz.