Gölä ist mit seinem neuen Album “Gölä – Rock’n'Roll” auf Clubtour. Zu seinem Programm gehören gute Musiker, viel Rock, einige Covers und gern gezeigte Tattoos. Höhepunkt sind seine alten Schweizerdeutschen Hits.
Gestern Samstag, 19. Mai 2007 spielte Gölä im Scala Wetzikon. Etwa 350 Leute zwischen 7 und 60 Jahren bevölkerten den Club. Für uns überraschend viel Publikum, da wir das Scala in letzter Zeit eher leer angetroffen haben.
Viel tätowierte, nackte Haut
Etwa beim vierten Song zog Gölä sein T-Shirt aus, was er von mir aus nicht nötig gewesen wäre. Doch es ging ein Raunen durch den Saal. In der Pause fiel mir auf, dass auffällig viele Frauen ein Tattoo trugen. Vielleicht die früheren Grouppies des Mundart-Rockers?
Gute Musik von guten Musikern
Wie es Gölä selber sagte, liess er sich bei den Musikern nicht “lumpen”. Die Band überzeugte auf allen Ebenen. Neben dem perfekten Zusammenspiel bekamen die Musiker viel Raum um ihr Können unter Beweis zu stellen. Der Schlagzeuger und Bassist sahen nicht nur gleich aus, sondern begeisterten beide mit coolen Solis. Die zwei amerikanischen Backingvocal Sängerin rissen das Publikum vor allem in Duetten mit.
Hits aus vergangener Zeit
Die Stimmung war gut, die Zuschauer zeigten viel Wohlwollen gegenüber dem “englisch-singendem-Gölä”. Und trotzdem ragte die Zugabe über alles heraus: Gölä spielte vier seiner grossen Mundart-Hits. Die Atmosphäre änderte sich schlagartig: Leute stürmten zur Bühne, Fans baten mit lauter Stimme um ihre Lieblingstitel und als Gölä die Songs anstimmte, sang praktisch jeder im Saal aus voller Kehle mit. Alte Erinnerungen tauchten auf und Hühnerhaut machte sich breit.
Ich steh dazu: Gölä hat einige tolle Songs geschrieben und macht heute noch gute Musik. Mich irritiert einfach sein “äusserer Style”, der in meinen Augen nicht zu seiner Musik passt.