Puzzleteile im Alltag

InspirinRenato fragt nach Inspiration. Kreativität lässt sich schlecht erzwingen. Inspiration ist – wie Renato festhält – per Defintion ein Einwirken von aussen. Ein geschenktes Puzzleteil.

Warten bis zum Abgabetermin – geht nicht, wenn’s inspiriert sein soll

Deadlines” bedrohen uns nicht nur im Beruf schon in ihrer Bezeichnung. Seien es nun grafische Designs für das Webprojekt, dass in 3 Wochen live gehen soll oder Songs für das Konzert im Herbst. In der letzten Nacht vor der Abgabe können wir zwar effizient arbeiten (weil’s dunkel ist), können aber nicht aus Inspiration entwickelte Werke erwarten. Wir bauen da ein möglichst schönes Bild aus 2-3 Puzzleteilen. Durch Würgen.

Zum Glück hatte ich schon ein paar Puzzleteile zusammen – am heutigen Abgabetermin bei Renato!

Abstand gewinnen

Wer kennt es nicht, die Kreativ-Blockade. Man hat sich unter dem Druck in einige kleine Ansätze von Ideen verbissen. Man dreht zwei Puzzleteile immer wieder und versucht, daraus ein Bild zu machen: es klappt nicht. Höchste Zeit für eine Blog-Pause ;-). Abstand gewinnen. Joggen gehen. Nochmal joggen gehen. Und dann erst mal mit bzw nach anderen Puzzleteilen ver- bzw suchen. Vielleicht gehörten die ursprünglichen zwei Teile zu ganz unterschiedlichen, wunderschönen Bildern. Zusammengezwungen zerstören sie diese nur. Man sollte mehr als diese zwei Teile bereit haben…

Inspiration festhalten – Puzzleteile sammeln

Mein Hauptpunkt. Inspiration kommt von aussen. Inspiration lässt sich fördern – aber nicht erzwingen. Es kommt oft in unerwarteten Situationen – weil wir genau da Abstand zum Druck haben. Was machst du mit Inspiration in einem unerhofften Moment? Über Möglichkeiten, auf neue Puzzleteile zu stossen, werden bestimmt andere in Renatos Umfrage eingehen. Wie hält man diese unerwartet geschenkten Puzzleteile aber fest?

Einfang-Werkzeuge

An einem Songwriting-Workshop mit Jackie (hört mal rein) verriet sie eine Möglichkeit, Song-Ideen festzuhalten: sie ruft sich selbst an und singt die Melodie in die Combox. Hab ich noch nie versucht, mir gefällt aber der Ansatz. Wir sollten permanent Einfang-Werkzeuge mit dabei haben. Sie könnten sein:

  • Handy: Fotos
  • Handy: Combox oder Sprachnotizfunktion
  • Notizbuch (die Marke kann scheinbar auch inspirieren)
  • Tischset im Restaurant… für Notizen, Zeichnungen
  • … (hat jemand weitere Ideen?)

Überlege kurz: welche Fangwerkzeuge (nicht der PC) hast du in diesem Moment bei dir?

Immer bereit

Wichtig dabei: immer griffbereit haben. Mit “immer” ist nicht nur “draussen” gemeint, sondern auch neben dem Bett für diese flüchtigen Inspirationen im Halbschlaf. Wenn du da noch ein Zettel suchen musst, ist das Puzzleteil auf Nimmerwiedersehen verloren. Man (auch ich) muss sich daran gewöhnen, diese mitgeführten Hilfsmittel auch unterwegs einzusetzen. Das Auto halt mal am Strassenrand anhalten. Nicht denken: “ich werde mir das dann zuhause aufschreiben”. Wie oft konnten wir uns nachher nicht mehr daran erinnern?

Kurz

Inspiration kommt meist unverhofft, wenn wir nicht verbissen danach suchen. Wir sollten darauf vorbereitet sein. So sammeln wir permanent Ideen und können dann im entscheidenden Moment in einer schon vorhandenen Sammlung wühlen. Es stehen uns viel mehr Puzzleteile zur Verfügung!