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PayPal: Kenianer können nur Geld loswerden

Thu 15. Nov 2007 - Sam - kommentieren

Kenianische Profiblogger? Gibt es Wege, einigen Menschen in Kenia ein Einkommen durch Bloggen zu ermöglichen? Bei den tiefen Lebenskosten müsste das gehen – würden nicht “weltweit” agierende Dienste wie PayPal da abblocken…

Projektidee

Wie bereits angetönt, leben sehr viele Kenianer in sehr schwierigen Verhältnissen. Ich möchte herausfinden, ob ein Internet-Projekt da greifen könnte. Grundlage: wir Westler verdienen mit Hobby-Websites so locker nebenbei zwischen 40 bis 60 Mal mehr als die kenianische Armutsgrenze. Könnte man irgendwie in Kenia Quellen wie Google AdSense anzapfen, könnten Werbeeinnahmen dort viel mehr bewirken als hier. Bei den tiefen Lebenskosten sollte es doch realistisch machbar sein, den Lebensunterhalt im Internet zu verdienen.

Grenzen der Globalisierung

PayPalFragt sich dann aber, wie man das Geld zu den Leuten bringt. Hatte an PayPal gedacht – und enttäuscht feststellen müssen, dass Menschen in armen Ländern wie Kenia mit PayPal nur “verlieren” können. Sie können nur ausgehende Zahlungen tätigen – an Leute wie wir, in überreichen Ländern. Müsste das nicht anders sein?

Immerhin ist es möglich, sich als Kenianer für Google AdSense anzumelden. Das taugt wenigstens mal für individuelle Blogger – eher nicht für ein Gemeinschaftsprojekt.

Wie könnte es aussehen?

Habt ihr eine Idee, wie man ein einfaches Projekt lancieren könnte? Und wie Leute vor Ort davon profitieren könnten? Ich stelle mir zum Beispiel ein Gemeinschaftsblog vor, auf dem Menschen aus Kenia von dem Leben berichten oder kleine Lernaufgaben zur Sprache Swahili geben. Werbe-Einnahmen würden einerseits die Infrastruktur finanzieren aber vor allem diesen Leuten ein Einkommen ermöglichen – allenfalls könnten Überschüsse dafür verwendet werden, die Connectivity zu erhöhen, bzw mehr Leute mit PCs (oder dem ASUS Eee) auszurüsten.

Braucht es permanente Unterstützung von aussen?

Nach meinen Erlebnissen mit korrupten Polizisten in Nairobi und Berichten unserer Kollegin, die uns im Januar nach Kenia begleitet, bin ich der Meinung, ein Gemeinschaftsprojekt müsste wohl von hier aus koordiniert werden. Oder man hilft einzelnen Personen zu einer solchen Selbständigkeit. Viele Fragen sind noch offen…

…bin sehr dankbar um Feedback/Ideen in den Kommentaren.

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2 Responses to “PayPal: Kenianer können nur Geld loswerden”

  1. User Gravatar
    Daniel
    November 19th, 2007 15:03
    1

    Sehr interessante Idee. Bloß sollte es schwer werden einen Kenianer zu finden, der die möglichkeiten hat überhaupt einen Blog zu betreiben. … Wobei man bräuchte ja eigentlich nur einen Internetanschluss+PC. Kostenlose Bloghoster gibt es ja genug.

  2. User Gravatar
    Tim
    July 16th, 2009 22:32
    2

    Ich würde mich da Daniel anchließen. Von den Zahlen her hast Du recht, aber in Kenia fehlt es wohl an der Infrastruktur.

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