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Archive for November, 2007

Play safe, play chess

Monday, November 19th, 2007

Eine Kollegin erzählt von ihrer Flugausbildung, die sie gerade im südlichen Afrika absolviert. Von ihrer fünften Solo-Landung:

Kurz vor dem Aufsetzten kam eine unerwartete und sehr heftige Böe direkt von links. Innerhalb von ca 1 sec befand sich das Flugzeug an der Grenze Landebahn/Gras, der linke Flügel berührte die Landebahn und die Nase wurde nach oben gedrückt. Mit sehr viel Glück konnte ich irgendwie landen und ich kam dann mit einem Kratzer am linken Flügelende davon. Ich hatte also trotz allem Pech sehr viel Glück, das Flugzeug hätte auseinanderbrechen können. Bis jetzt ist so etwas in 5000 Landungen nur zwei Mal vorgekommen, einmal bei meinem Instruktor, und nun bei mir. Das Risiko ist also gering, dass mir das nochmals passiert.

Cool dazu die Bemerkung des Besitzers der Flugschule (Abenteurer und ehemaliger Buschpilot):

If we wanted to play safe, we would play chess.

So hab ich das noch nie gesehen. Das mit dem Schachspielen.

Was bringt’s?

Sunday, November 18th, 2007

Heute Abend haben wir mit der Amnesty International Gruppe Rapperswil mitgewirkt am Sofa-Gottesdienst der Reformierten Kirche Stäfa. Thema: “Was bringt’s?”. Was ist meine Stimme schon wert in dieser grossen Welt. Ein eindrücklicher, interaktiver Abend mit anschliessendem Suppenessen (+ Kuchen) entstand. Schön, wie viele junge Menschen (sogenannte “sofas”) dabei aktiv mitgestalten.

Sofa Gottesdienst Stäfa

Links zum Thema:
Sofa Gottesdienst
Amnesty Schweiz

Big Yellow Taxi

Saturday, November 17th, 2007

They took all the trees, and put em in a tree museum
And they charged the people a $ and a half to see’em
No, no, no, don’t it always seem to go
That you don’t know what you’ve got till it’s gone
They paved paradise, and put up a parkin’ lot

Ist Globi eine Kopie?

Saturday, November 17th, 2007

globikopf.pngNach Wikipedia soll Die Schweizer Ignatius Karl Schiele die Kinderbuchfigur Globi 1932 erfunden haben und Robert Lips habe ihn gezeichnet. Eigentlich wurde er als Werbeträger für Kinder vom Warenhaus Globus initiert.

Vor Kurzem war ich an einer Retraite im Haus der Stille in Kappel am Albis. Dort findet man in der Kirche Wandmalereien, die sehr an Globi erinnern, aber sicher älter sind.

Es wurde gemunkelt, von hier komme der Globi. Im Internet habe ich nun aber eine vehemente Gegenstimme gefunden. Was nun stimmt, weiss ich nicht. Aber die beiden sind sich auf jeden Fall wie aus dem Gesicht geschnitten:

globi.jpg

Cool Waters

Friday, November 16th, 2007

Place of Cool Waters – in der Sprache der Maasai: “Engare Nyarobie” oder eben Nairobi – der Name der Hauptstadt von Kenia.

Die Stadt wurde von den Briten kurz vor 1900 als Lager für Eisenbahnarbeiter gegründet – nicht soo lange her, also. Sie ist Sitz der Exilregierung von Somalia und hat eine der höchsten Kriminalitätsraten weltweit. Das ist die nervös machende Kehrseite davon, Ende Dezember mit 2 Frauen (nach 6 Jahren wieder) dorthin gehen zu dürfen ;-)

Nairobi - cool waters

PayPal: Kenianer können nur Geld loswerden

Thursday, November 15th, 2007

Kenianische Profiblogger? Gibt es Wege, einigen Menschen in Kenia ein Einkommen durch Bloggen zu ermöglichen? Bei den tiefen Lebenskosten müsste das gehen – würden nicht “weltweit” agierende Dienste wie PayPal da abblocken…

Projektidee

Wie bereits angetönt, leben sehr viele Kenianer in sehr schwierigen Verhältnissen. Ich möchte herausfinden, ob ein Internet-Projekt da greifen könnte. Grundlage: wir Westler verdienen mit Hobby-Websites so locker nebenbei zwischen 40 bis 60 Mal mehr als die kenianische Armutsgrenze. Könnte man irgendwie in Kenia Quellen wie Google AdSense anzapfen, könnten Werbeeinnahmen dort viel mehr bewirken als hier. Bei den tiefen Lebenskosten sollte es doch realistisch machbar sein, den Lebensunterhalt im Internet zu verdienen.

Grenzen der Globalisierung

PayPalFragt sich dann aber, wie man das Geld zu den Leuten bringt. Hatte an PayPal gedacht – und enttäuscht feststellen müssen, dass Menschen in armen Ländern wie Kenia mit PayPal nur “verlieren” können. Sie können nur ausgehende Zahlungen tätigen – an Leute wie wir, in überreichen Ländern. Müsste das nicht anders sein?

Immerhin ist es möglich, sich als Kenianer für Google AdSense anzumelden. Das taugt wenigstens mal für individuelle Blogger – eher nicht für ein Gemeinschaftsprojekt.

Wie könnte es aussehen?

Habt ihr eine Idee, wie man ein einfaches Projekt lancieren könnte? Und wie Leute vor Ort davon profitieren könnten? Ich stelle mir zum Beispiel ein Gemeinschaftsblog vor, auf dem Menschen aus Kenia von dem Leben berichten oder kleine Lernaufgaben zur Sprache Swahili geben. Werbe-Einnahmen würden einerseits die Infrastruktur finanzieren aber vor allem diesen Leuten ein Einkommen ermöglichen – allenfalls könnten Überschüsse dafür verwendet werden, die Connectivity zu erhöhen, bzw mehr Leute mit PCs (oder dem ASUS Eee) auszurüsten.

Braucht es permanente Unterstützung von aussen?

Nach meinen Erlebnissen mit korrupten Polizisten in Nairobi und Berichten unserer Kollegin, die uns im Januar nach Kenia begleitet, bin ich der Meinung, ein Gemeinschaftsprojekt müsste wohl von hier aus koordiniert werden. Oder man hilft einzelnen Personen zu einer solchen Selbständigkeit. Viele Fragen sind noch offen…

…bin sehr dankbar um Feedback/Ideen in den Kommentaren.

Litein, Kenya

Wednesday, November 14th, 2007

Litein ist ein kleines Städchen in Kenia. Sofern man bei 2’300 Einwohnern (83’000 auf dem umliegenden Land) von “Städtchen” reden kann. Es liegt zwischen der Hauptstadt Nairobi und dem Lake Victoria. 48% der Einwohner leben unter der Armutsgrenze ($0.53/Tag auf dem Land). Das ist knapp unter dem landesweiten Durchschnitt im Jahr 2000 von 50% (1992: 42%).

Wir werden im Januar 2008 drei Wochen dort sein. Bin gespannt auf dieses Erlebnis.

Litein, Kenya

2 Fliegen beschenken

Wednesday, November 14th, 2007

Mit einem Schlag. Darf man das so schreiben?

Sinnvolle GeschenkeEin guter Tipp für Leute, die an gemütlichen Winterabend-Besuchen nicht einfach nur (wieder) eine Flasche Wein mitbringen wollen: deckt euch jetzt ein mit sinnvollen Geschenken! Einige Blogger haben ja schon mal darüber geschrieben – SinnvolleGeschenke hat seither eine Seite eingerichtet mit solchen Reaktionen (und gerade heute wieder aktualisiert). Wer also darüber bloggt, hat eine gute Tat getan und nebenbei gute Chancen auf einen zusätzlichen Inbound-Link ;-) [die dritte Fliege]

SinnvolleGeschenke hat mittlerweile schon über 50 Projekte von verschiedenen ZEWO-zertifizierten Hilfswerken. Trotzdem sind sie noch ganz am Anfang – ich wünsche ihnen uns und vor allem den Bedürftigen eine gute erste Weihnachts-Saison – die mehr bewirken kann, als man meint. Nichts gegen eine Flasche Wein – ideal ergänzt mit einem Hilfsgutschein.

Warum nicht jetzt gleich kurz darüber bloggen? ;-)

Sit still, sweet Gospel Story

Friday, November 9th, 2007

Sit still, sweet Gospel Story, we’re opening the way so you can sing your song very soon.

Schweizer vertrauen Blogs

Thursday, November 8th, 2007

…fragt sich nur, wie lange noch…

Erfahrungsberichte in Blogs oder Kommentare in Bewertungsportalen sind für 59 Prozent der Schweizer eine vertrauenswürdige Quelle (weltweit 61 Prozent).

Obwohl Schweizer online eher überskeptisch sind*, kommen Blogs gut weg.

* 13% vertrauen Banner (weltweit: 26%)

Quelle: Netzwoche Ticker.

Wir Blogger der Schweiz sollten vorsichtig mit dieser Chance umgehen – und sie nicht für krass unterbezahlte Aktionen auf’s Spiel setzen. Fragt sich aber, ob Blogger die Typen sind, die vorsichtig sein können oder auf’s Ganze schauen können. Die meisten Viele sind doch einsame, gelangweilte Individualisten, die es auf die schnelle Kohle abgesehen haben. Werden wir die CH-Blogosphäre herunterwirtschaften, bevor sie stabil genug ist dafür? Vermutlich ja.