Plan B (ausdenken)
Monday, December 31st, 2007So. Hakuna Matata. Rund herum ist es wieder ruhig. Wir müssen uns aber definitiv Gedanken darüber machen, was der Plan B wäre, wenn wir wieder Bewegungsfreiheit haben. Bis Freitag können wir wohl nicht per Bus aus Nairobi fahren. Wenn Transport in Kenia nicht möglich wird, wäre ein Flug nach Arusha (Tanzania) eine Variante – mit Safari in der Serengeti. Allenfalls dann in der letzten Woche trotzdem noch Litein. We will see.
Übrigens war der Prosit-Eintrag von Judith vorproduziert – was ihr wohl gemerkt habt, gäll.
Kriegt ihr in euren Medien in der Schweiz überhaupt was von dieser Geschichte mit?
Am Morgen – glücklicherweise – fuhr ich mit zwei Engineers in einen der zwei noch offenen Supermarkets. David ist Einheimischer und gab unterwegs Einblicke in die während den letzten Jahren wieder aufgekommenen Konflikten zwischen den 42 verschiedenen Stämmen. Er meinte, die jetztige Regierung hätte dieses Problem verschärft. Vorher hätten die Stämme friedlich miteinander gelebt. An Kreuzungen waren Überresten der brennenden Barrikaden zu sehen von der letzten Nacht.
Es kommt mir etwas krass vor, direkt von hier aus zu bloggen. Einerseits ist der Typ ‘Blogger’ vielleicht gerne mal am Ort des Geschehens, andererseits wären wir bei der Schiesserei heute lieber an einem Ort mit tieferem Adrenalinwert in der Luft gewesen.
Schon gestern Abend war uns eher mulmig, obwohl die Schüsse weiter weg waren. Da standen wir noch im Zimmer und witzelten über die geschickt ausweichende Bedrohung #1: die Mücke.











