Winkelried – Jesus ein Angstschürer?
Wednesday, December 26th, 2007
Heute habe ich feststellen müssen, dass die Seite Winkelried meine Minarett-Skizze verwendet hat. Ist das schlimm? Generell habe ich kein Problem damit, wenn Leute etwas wiederverwenden – schön ist immer eine Quellenangabe. Es wäre eine Ehre. Dieser Fall ist aber etwas anders.
Winkelried ist eine Seite, die Gedankengut von ultrarechts vermittelt und versucht, Angst vor anderen Kulturen zu schüren. Jeder darf seine Meinung haben. Mir wird allerdings übel, wenn Leute Angst, Abgrenzung und Gottes Liebe gleichzeitig predigen – wie im Fall Winkelried. Das ist ein Widerspruch. Konsequenz: je mehr solche Hassprediger die christlichen Werte in den Dreck ziehen, desto mehr verstehe ich Menschen, die einem solchen Christentum nichts Gutes abgewinnen können. Als überzeugter Anhänger von Jesus leide ich (mit Jesus) unter solcher Scheinheiligkeit und Verdrehtheit.
Jesus predigte Nächstenliebe, Hilfe für Fremde, soziales Engagement, Rechte für Gefangene, Versorgung für Arme, Einheit verschiedener Bevölkerungsgruppen, gewaltfreier Widerstand gegen Ungerechtigkeit. Gemeinschaft vor Abgrenzung – das lebte er gerade in seinem engsten, bunt gemischten Schüler-Kreis deutlich. Er nahm das Volk in Schutz vor der religiösen Oberklasse, die er scharf kritisierte. Wie würde er als Mensch heute wirken? Wohl kaum etwas wie die Winkelried-Website lancieren…
…sondern eher:
World Vision
Sinnvolle Geschenke
Amnesty International
DATA – debt AIDS trade africa
ONE | Make poverty history
Kiva – loans that change lives
Aktionen, die mehr Respekt verdienen. Von unperfekten Menschen, die Gutes bewirken. Gerade Kiva ist eine Möglichkeit, mit Mikrokrediten von USD 25 Menschen Möglichkeiten zu geben, eine eigene Existenz aufzubauen (und den Kredit zurück zu zahlen).
Link zum Artikel
Link zum Post mit meiner Minarett-Skizze








