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Archive for January, 2008

Kenia: Grund für scharfe Munition

Saturday, January 19th, 2008

[...] (police have been) using live bullets because of a shortage of rubber ones [...]

Unglaubliche Erklärung des Polizeisprechers in Kenia (genauere Quelle wäre hier nötig).

To the Opposition in Kenya

Friday, January 18th, 2008

To ODM and Raila Odinga,

Even though it seems more or less evident, that there were irregularities in the 2007 elections (we have yet to see real proof) – much more evident is the fact, that both PNU and also ODM are to be found guilty for loss of life and property and peace in Kenya in the post election violence.

Even though the world cannot be happy with how President Mwai Kibaki is handling the situation (media ban, demonstration ban, police action) – the world can by no means be happy with the destructive strategies enforced by ODM. These methods (mass action, strikes, discrimination of other tribes) are highly contra productive.

It is time for real leaders – which I’m afraid I do not see, neither in Mwai Kibaki nor in Raila Odinga. It’s time to put Kenya first – even if that road takes longer. Destroying the stability and economy will put back the country much more than a few years.

Regards,
Sam Steiner,
Switzerland

Visitor of Kenya from December 29 to January 15

Mass Action in Nairobi

Thursday, January 17th, 2008

Ich bin dankbar, dass wir nicht wie geplant erst heute Nacht von Nairobi heimfliegen. Auch wenn Präsident Kibaki nicht mit fairen Mitteln die Wahl gewonnen hat – diese “mass action”-Aktionen helfen dem Land nicht weiter.

Beide Spieler – Präsident Kibaki und Oppositionsführer Odinga – sind machtsüchtig und stellen die eigenen Interessen über die Interessen des Landes. Keiner der beiden kann man als vorbildlichen Staatsmann ansehen. Nur weil der amtierende Präsident die Macht geklaut hat, heisst das nicht automatisch, dass die Opposition besser ist.

Blogparade – Mobile

Thursday, January 17th, 2008

Da ich sowieso über meine ersten Praxiserfahrungen mit meinem neuen Bloggertool – direkt ab den holprigen Strassen von Kenia berichten wollte, kommt die Blogparade “Mobile” von DonRivas gerade rechtzeitig.

HTC Tytn II

1. Welchen Hersteller bevorzugst du?
Spielt weniger eine Rolle als die Funktionalität. Zurzeit bin ich mit einem HTC Tytn II unterwegs.

2. Aus welchem Grund hast du dich für diesen Hersteller entschieden?
HTC scheint mir innovativ. Aber der Hauptgrund für dieses Gerät war die ausschiebbare Tastatur, die im Gegensatz zu meinem vorherigen HTC S710 jetzt auch gäbig Umlaute schreiben kann.

3. Bist du mit deinem aktuellen Handy zufrieden? Ja/Nein? Warum?
Das Gerät hat den Praxistest aus der Wildernis von kenianischen Nationalparks sehr gut bestanden. In vielen Punkten funktioniert das Gerät im Vergleich zum S710 viel besser. Ich bin begeistert – bis auf eine Schwachstelle: die 3-Megapixel-Kamera mit Autofokus überzeugt nicht – das dürfte nicht sein bei diesem Preis, ich werde das Gerät wohl deshalb verkaufen (Interessenten bitte melden).

4. Was muss ein Handy aus deiner Sicht alles für Funktionen besitzen? (Kamera, UMTS, Touchscreen, usw..)
- Schnelle Datenverbindung (klar, als Blogger)
- Browser (klar, als Blogger)
- gute Kamera (klar, als Blogger)
- Tastatur (klar, als Blogger)
- Telefon (nicht so klar, als Blogger)
- Agenda
- E-Mail
- Notizen
- Erweiterbarkeit (zB Skype, Opera etc installierbar)
- Mediaplayer (Audio, Video)

Tytn II hat auch ein GPS-Modul drin. Im Alltag unwichtig – aber unterwegs in Matatus in Kenia ganz witzig. Grundsätzlich möchte ich einfach nur ein Gerät dabei haben. Also nicht Telefon, PDA, Kamera, MP3-Player und ev. GPS separat, auch wenn sie schön aussehen. Wichtig: es sollte bequem in eine Hosentasche passen – Grösse und Gewicht spielen also auch ihre Rollen.

5. Wie viel Geld würdest du maximal für ein Handy ausgeben?
Wir reden hier von einem Multifunktionsgerät, nicht nur Telefon. Es sollte günstiger sein als die kumulierten Preise von Telefon (400), PDA (500), Kamera (300), Notizbuch (40) und MP3-Player (300). Also theoretisch weniger als CHF 1540.-. Praktisch waren die CHF 899.- für das Tytn II-Demogerät für mich oberste Limite – und dafür müsste für meinen Geschmack die Kamera besser sein.

Kenia: Anzeigen der Regierung

Thursday, January 17th, 2008

Ohne Kommentar oder Wertung – hier einige Anzeigen, die die kenianische Regierung veröffentlicht hat.

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Kenia-Fotos

Thursday, January 17th, 2008

Hab da mal ein paar Kenia-Fotos bei Flickr hochgeladen. Ausserdem sollte diese Website nun wieder ohne Fehlermeldungen und RSS-Probleme funktionieren.

Bye bye Nairobi

Thursday, January 17th, 2008

Am letzten Montag brachte uns ein Taxi von Litein nach Nairobi. Nicht nur zwei, sondern drei Kenianer wollten uns plötzlich begleiten, also verbrachten wir die vierstündige Fahrt zu viert auf dem Rücksitz. Im Guesthouse in Nairobi konnten wir nochmals duschen und unser Gepäck sortieren, schliesslich mussten wir für unsere Heimreise wärmere Kleider bereit haben. In Nairobi fühlten wir uns wieder sicherer und es kam auch Wehmut auf, dass wir nun unser Zurückflug bereits drei Tage früher antreten würden. Schliesslich würde es in der Schweiz 30 Grad kälter sein. Und doch wusste ich, dass es in den nächsten Tagen hier wieder ziemlich gewalttätig zu und her gehen könnte.

Andrea besorgte sich noch eine letzte Kenyanische Zeitung. Diese berichtete über Überfälle auf der Strecke, die wir an diesem Tag gefahren waren. Andrea meinte: “Zum Glück sehen wir das erst jetzt.”

Für uns ist der Spiessrutenlauf vorbei, für die Kenyaner geht es weiter. Aber in meinen Gedanken und Gebeten bin ich weiter bei diesen Leuten: “God bless Kenya.”

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Auf dem Bild werfen wir einen Blick zurück auf das Rift Valley, welches wir durchqueren mussten.

In der NZZ-online steht heute (17.1.2008) folgendes zum gestrigen Tag:

In der Stadt Eldoret im Rift Valley errichteten Demonstranten Strassensperren. Etwa 2000 Odinga-Anhänger skandierten «Kibaki muss weg». Diese Region war von den gewaltsamen Unruhen nach der Präsidentenwahl Ende Dezember am schwersten betroffen. Mehr als 600 Personenkamen bei diesen Auseinandersetzungen ums Leben.

Zum ganzen NZZ-Artikel

Volles Programm in Litein

Tuesday, January 15th, 2008

In der ersten Nacht in Litein raubte mir vor allem das kleine Bett den Schlaf. Zu kurz für Sams lange Beine und recht schmal für zwei Personen, erwachte ich bei jeder Drehung von Sam. Wir schliefen beide gleich gut.

Ich war zuversichtlich, dass die Rückreise nach Nairobi klappen würde. Den Höhepunkt an emotionaler Anspannung hatte ich bereits in Nairobi erlebt, am Tag nach der Bekanntgabe des Wahlresultates. Diesmal macht Andrea die Ungewissheit zu schaffen. Gut, dass wir da unterschiedlich sind. So können wir einander stützen und Mut machen.

Rückfahrt ist organisiert
Bei Familie Joyline gibt’s Chai und Kenyanisches Gebäck. Vater Jackson erklärt, dass ein Cousin bereit sei, uns am nächsten Tag nach Nairobi zu fahren, ein weiterer Cousin würde uns begleiten. Da sie zu zweit sind, beschliessen wir, dass wir auf die Polizeibegleitung verzichten (auch aus finanziellen Gründen).

Die drei Wochen, die wir mit den Menschen in Litein verbringen wollten, waren nun also auf einen Tag geschrumpft. Es sollte ein programmreicher Tag werden.

Gastfreundschaft pur
Nach dem Frühstück gingen wir mit der Familie in die Kirche, die bereits vor einer halben Stunde begonnen hatte. Wir waren nicht die Letzten. Nach dem Gottesdienst gabs Chai für uns Gäste. Danach konnten wir endlich unser “Übergepäck” verteilen. Wir brachten 120 kg Gepäck nach Kenya, wobei gut die Hälfte davon Kleider und Geschenke für Familien in Litein waren.

Bei einem Besuch im Spital zeigte uns Andrea ihren das Labor, ihren ehemaligen Arbeitsort. Mittagessen gab’s bei Mama Kim. In diesem vollen Tag spielten wir am Nachmittag mit Mama Kim’s Kinder Eile mit Weile. Eindrücklich, wie wenig es braucht um diesen Menschen eine Freude zu bereiten.

Tee und Sandwitch bei Doktor Kerich rundeten das Nachmittagsprogramm ab, so dass wir schlussendlich mit vollen Bäuchen wieder bei Mama Joyline zum Nachtessen landeten. Ihre Chapatis schmeckten ausgezeichnet.

Bereits heisst es Abschied nehmen:
Abschied Litein

Warmer Empfang in Litein

Tuesday, January 15th, 2008

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Wir sind heute in Zürich gelandet und gesund, aber müde Zuhause angekommen. Nach ein paar Stunden Schlaf möchten wir unsere Reise aber noch zu Ende erzählen…

Unterwegs im Rift Valley
Nun haben wir unser eigentliches Ziel unserer Reise doch noch erreicht: Litein. Die Stadt liegt im Westen des Landes, im Rift Valley, dort wo die Gewalt am meisten eskalierte. Spuren der Verwüstung sind überall sichtbar. Steine liegen auf der Strasse und schwarze Löcher erinnern an die Bilder der brennenden Pneus der Strassenblockaden. Ab und zu sieht man einen ausgebrannten Shop.

In Kericho, wo wir unsere Busreise abprupt beenden mussten, fahren wir an einem Park mit Flüchtlingen vorbei. Es sind weniger, als wir vor einigen Tagen im Fernseher gesehen haben. Einige sind in die Teefelder zurück gekehrt, wo sie wohnen und normalerweise arbeiten. Die grünen Teefelder erstrecken sich über weite Flächen. Andrea erzählt, dass normalerweise Teepflücker überall in den Feldern sind, doch jetzt sind keine zu sehen. Die Teeproduktion liegt immer noch still.

Unterkunft
Nachdem das Guesthouse überraschend ausgebucht ist, organisiert der leitende Arzt des Spitales vor Ort eine Unterkunft für uns. Eine kleine Wohnung steht leer. Better werden organisiert und für uns in die Wohnung gebracht. Sogar eine warme Dusche gibt es hier.

Andrea arbeitete vor etwa vier Jahren im Spital in Litein. Seither hat sie die Leute hier jedes Jahr wieder besucht und den Kontakt von der Schweiz aus aufrecht erhalten. Die Leute freuen sich, dass wir doch noch zu ihnen kommen konnten. Als Freunde von Andrea werden auch wir warm empfangen. Als erstes gibt es ein feines Nachtessen bei Mama Joyline und ihrer Familie.

Wie geht’s weiter?
Doch die Freude bleibt getrübt, da wir nicht wissen, wie wir nach Nairobi zurück reisen sollen, und wir möchten vor den Demonstrationen am Mittwoch zurück sein. Unsere Rückreise musste also so schnell wie möglich organisiert werden, damit wir wieder ruhig schafen konnten. Am Abend konnten wir uns jedoch erst mit einer Zusicherung ins Bett legen, dass wir am nächsten Tag ein Taxi mit Polizeibegleitung organisieren könnten.

Playing Elephants

Tuesday, January 15th, 2008

Playing Elephants

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