Archive for March, 2008
Marcel Ospel pfeifft für Ratten
Friday, March 28th, 2008Marcel Ospel war nichts anderes als eine Wiedergeburt des Pfeifers von Hameln
Klaus J. Stöhlker, PR-Berater und UBS-Aktionär.
Mr. Kirche an der Party
Friday, March 28th, 2008The church is like a person who gets invited to a party and only talks about himself
Alan Roxburgh via Brian Mc Laren via Andrew Jones.
ASUS EeePC - Monsterakku
Friday, March 28th, 2008Gesehen auf Vis-a-vis from Kyoto, Japan. Wenn mein Japanisch mich nicht irreführt, hält dieser Akku 50% länger. Her mit diesen Dingern! (via)
ASUS EeePC Bluetooth GPRS
Thursday, March 27th, 2008Ha! Ich hab’s hingekriegt: Mit dem winzigkleinen Hama-Nano USB-Bluetooth-Adapter (leuchtet links im Bild blau) kann ich mit meinem Handy (leuchtet rechts im Bild grau) verbinden und darüber von überall ins Internet. In der Eisenbahn von Zürich nach Rapperswil konnte ich so per Remote Desktop auf meinen Server in Deutschland verbinden. Schonoglatt.
Hätte es diese Technologie nur schon früher gegeben - zum Beispiel im Januar, als wir in Kenia unterwegs waren.
Weiterführender Link:
ASUS EeePC Photoset auf Flickr
Wer veräpplet mich?
Thursday, March 27th, 2008
Jetzt hat’s auch mich erwischt. Obwohl mein i-Tunes längst schon auf dem neusten Stand ist, meldet “Apple Software Update” (Hervorhebung durch mich) ein Update. Und nur eins. Kein iTunes-Update - nur Safari.
Das Witzige daran: die Checkbox “Installieren” ist von Haus aus angewählt - und da entgegen dem Schein, handelt es sich hier NICHT um ein Update, sondern um das fiese Einschleichen von unerwünschter Software (Malware). Safari war noch nie auf meiner Kiste. Apple ist wohl die frechste, aufdringlichste Softwarebude weit und breit *duck*. Sodeli.
(But then again, if it converts some people from using IE6, all the better)
Lidl ALDI
Wednesday, March 26th, 2008
Ob nun Lidl der kleine Bruder von Aldi oder umgekehrt ist, weiss ich nicht. Aber bevor die ersten Lidl-Filialen in der Schweiz aufgehen, fliegt ein grosser “Bespitzelungs-Skandal” auf.
Verschiedene Online-Medien berichten heute über die Eingriffe in die Privatsphäre der Angestellten. Versteckte Kameras filmten die Angestellten. Gemäss 20Minuten sollen in gewissen Filialen mehrere Hundert Seiten Protokolle festhalten, wer wann aufs Klo ging, wer sich mit wem anbändelte und wer “naiv und introvertiert” ist.
Ich habe vor knapp zwei Jahren zwei Beiträge über den ALDI geschrieben und zu einem Boykott aufgerufen, damals habe ich von verschiedenen Leuten gehört, dass die Arbeitsbedingungen bei Lidl nicht besser seien. Unterdessen sind zu meinen alten Beiträgen einige Kommentare von ehemaligen Mitarbeitern von Aldi-Deutschland und anderen Betroffenen dazu gekommen. Ich möchte hier einige Ausschnitte aus den Kommentaren veröffentlichen und damit meinen Aufruf zum Aldi-Boykott um den Lidl-Boykott erweitern:
Hallo .. auch ich schliesse mich dem aldi-boykott an .. bin fast zwei jahre für diesen arbeitgeber in der ganzen schweiz und oesterreich unterwegs gewesen .. habe gegen 20 verschiedene filialen durcherlebt als filialleiter stv.. und kein privatleben mehr gehabt .. was ich hier gelesen habe ist beängstigend .. aldi hat zumindest hier in der schweiz führungsprobleme .. ohne trifftigen grund wurde mir gekündigt und wie jeder andere wirst du sofort freigestellt …
Kommentar von OT
Ich arbeite selbst bei ALDI als auszubildende seit letztes jahr september…als ich angefangen habe wurde mir erklärt das zwar in meinem arbeitsplan 7:50-17:50 steht… kein problem allerdings waren meine “inoffiziellen” arbeitszeiten von 7:00 bis 18:30… wie ich dann das erstemal meinen berichtshefter vorgelegt habe, wurde mir unmissverständlich klar gemacht, dass das “vorarbeits- und nacharbeitszeiten” sind und ich diese doch nicht in meinen berichtshefter zu tragen habe… mittlerweile habe ich die Filiale gewechselt, wo es allerdings nicht besser sondern eher schlimmer geworden ist… nicht nur was mich betrifft sondern allen mitarbeitern…beispielsweise meine eine kollegin…sie hatte eine sehnscheide entzündung an beiden armen und konnte somit nicht kassieren und war krank geschrieben… als sie ihre krankschreibungen abgab wurden diese zerrisen und man teilte ihr mit, dass sie nicht krankgeschrieben sondern ihr überstunden abbummelen solle…
Kommentar von Franziska
Als Peitsche empfinden viele Aldi-Mitarbeiter die Umgangsformen ihrer Vorgesetzten. Besonders gefürchtet sind offenbar die Außendienstmitarbeiter der Geschäftsführung, die so genannten Bezirksleiter. Teilweise mehrmals täglich kommen sie in die Filialen und kontrollieren die Zahlen. “Du wirst so gedrückt in der Firma. Drei Worte, die ich vier Jahre bei Aldi gehört habe: Klappe, schneller, Leistung”, sagt Mauser. Auch die Bezirksleiter stünden in Konkurrenz zueinander und versuchten, das Letzte aus ihren Mitarbeitern herauszuholen. “Alle Aldi-Manager rennen immer um den ersten Platz”, sagt Birkhahn. “Mich hat gewundert, wie häufig Aldi seinen Managern von jetzt auf nachher die Hand weggezogen hat.”
Auszug eines Artikels aus der Süddeutschen Zeitung, von Martina gepostet
Verschiedene Links:
Beitrag zu ALDI Teil 1
Beitrag zu AlDI Teil 2 (mit den Kommentaren)
Tagi berichtet über Lidl unter Big-Brother-Verdacht
Blick berichtet über Big brother bei Lidl
Gott, hast du uns verlassen?
Tuesday, March 25th, 2008Mein Gott, mein Gott - hast du uns verlassen? Du warst da. Du hast Dinge gelenkt, Heilung geschenkt, neue Perspektiven in auswegslosen Situationen gezeigt. Wo bist du jetzt, hörst du nicht?
Hörst du das morgendliche Gebet um Schutz auf der Piste im ganzen Lärm denn nicht mehr? Ist es in der Routine untergegangen? Magst du ihr die Freude an deiner Kreation und an der Gemeinschaft mit Freunden nicht gönnen? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ich weiss, du bist da draussen. Du kannst dich nicht verstecken - ich habe dich gesehen. Greif ein! Ärzte haben die Hoffnung auf Heilung aufgegeben. Hast du nicht gesagt, du wärst unser Arzt? Bist du am Kreuz nicht auch für unseren Schmerz gestorben - oder habe ich da was falsch verstanden?
Sie ist eine junge, fröhliche Dame. Ihr Lachen hat sehr vielen gut getan. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass deine Liebe weitergegeben, ja gelebt wird statt (wie Christen leider oft sind) mit dem Bibelhammer den Schwachen herunterzuschlagen. Musste das wirklch sein?
Fragen, die Antworten suchen.
Die kleine Bewegung wird zur erfolgreichen Religion
Monday, March 24th, 2008Fortsetzung von Am Kreuz beginnt eine neue Weltordnung und Bewegung der Versöhnung.
Jesus starb am Kreuz, seine Anhänger versteckten sich und die Mutter stand weinend am Kreuz. Drei Tage später behauptete diese kleine Gruppe, Jesus sei auferstanden - das Grab leer. Und nun sahen diese wenigen Anhänger ihren Auftrag darin, die neue Weltordnung Gottes anderen Menschen weiter zu erzählen. Immer mehr Menschen schlossen sich diesem neuen Glauben an. Knapp 400 Jahre später wurde dieser Glaube Staatsreligion des römischen Reiches. Heute ist das Christentum mit 2,1 Milliarden Anhänger die grösste Religion der Welt, vor dem Islam mit 1,3 Milliarden Anhängern (Quelle Wikipedia). Das Christentum wächst weiter. Innerhalb der letzten 50 Jahren wurde Südkorea mehrheitlich christlich. Auch auf dem afrikanischen Kontinent treten immer mehr Menschen zum Christentum über.
Nächstenliebe…
Die aktuelle Weltwoche widmet sich diesem Thema. Matthias Drobinski, Redaktor der Süddeutschen Zeitung, führt dort den Erfolg des Christentums auf zwei Komponenten zurück: Die Nächstenliebe und die rohe Gewalt.
In den ersten vierhundert Jahren nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus zeichnete sich das Leben der Christen durch die Nächstenliebe aus. Matthias Drobinski schreibt:
Kein Glaube ist den Armen, Unterdrückten, Leidenden so nahe wie der an den Gott, der den Kreuzestod gestorben ist; in keinem Glauben liegt der Gedanke so nahe, dass die Menschenrechte für alle gelten, wie im Christentum…
Der Götterglaube der Römer sah damals ganz anders aus. In der antiken Religion galten vor allem Erfolg, Ansehen und Macht. Die einfachen Menschen waren wenig bis nichts wert. Das Christentum brachte völlig neue Werte.
Matthias Drobinski:
Ein Christ ist dagegen auch von Gott geliebt, wenn er alt ist, hässlich und arm. Ein Sklave, ein Kind, eine Frau. Die christlichen Gemeinden pflegen ihre Kranken. Sie versorgen ihre Witwen und Waisen. Und sie behandeln ihre Frauen menschlich.
Manche römische Kaiser hielten sich selber für Gott und nahmen alle Macht für sich in Anspruch. Sie forderten vom Volk die gebührende Anbetung. Christen weigerten sich jedoch den Kaiser anzubeten, da sie Gott im Himmel als einzigen Gott ehren wollten. Diese Verweigerung führte zu einer brutalen Christenverfolgung. In dieser Verfolgung standen die Gläubigen wieder ohne Gewalt einem mit Speeren und Äxten bewaffneten Heer gegenüber und starben den Märtyrertod. Das faszinierte die Heiden zusätzlich: Diese Menschen waren bereit für ihren Glauben zu sterben.
…und Gewalt
Kaiser Konstantin beendete die Christenverfolgung. Vor einer Schlacht träumte er von einem Kreuz und hört dazu eine Stimme „In diesem Zeichen wirst du siegen“. Der Kaiser gewinnt die Schlacht und sieht nun den “Christengott” als seinen Schlachthelfer. Als Dank rief er Religionsfreiheit für die Christen aus und behandelt diese von nun an sehr privilegiert. Schliesslich wurde das Christentum sogar zur Staatsreligion erklärt und verbündete sich auf diesem Wege mit dem römischen Reich:
Matthias Drobninski:
Und so lernten die Jünger des Pazifisten Jesus, sich am Hof des Kaisers zu bewegen. Sie lernten Kaiser zu lenken und Fürsten mit Kirchenstrafen zu belegen, Kriege religiös zu begründen und Kriege zu führen. Der moralische Preis der Macht ist hoch: Sie bringt das Christentum mit der Gewalt zusammen… Die Anhänger des Gekreuzigten werden selber zum Henker.
Zweigleisig
Das Christentum verbreitete sich damals und heute über zwei Schienen, über die Nächsten- und Feindesliebe und so gegensätzlich es auch ist, indem sich Christen mit den Mächtigen dieser Welt verbünden und Kriege gegen Feinde führen. Doch ist das wirklich ein Kampf für Gottes Reich?
Ich denke, das Reich Gottes ist nicht zu erkämpfen, es ist zu „erlieben“. Ich erinnere nochmals an das Zitat von Brian Mc Laren aus dem letzten Beitrag:
Diese neue Welt ist eine Gegenmacht, eine Gegenbewegung, ein Gegenreich, das alle korrupten menschlichen Regimes angreifen, entlarven, beim Namen nennen und als das hinstellen wird, was sie wirklich sind. Anders als die alten Reiche der Menschen drängt sich die neue Welt aber nicht auf, wo sie nicht erwünscht ist. Obwohl sie eine ganz reale Macht ist, kommt sie doch auf unscheinbare, behutsame Weise – eben mysteriös.
Die Macht des Herzens
Das Reich Gottes, seine neue Welt wächst im Unsichtbaren, still und leise, wie es die Christen am Anfang gelebt haben. Und trotzdem hat der Glaube politische Dimensionen und kann auf diesem Weg die Welt verändern. Zum Schluss deshalb nochmals ein Zitat aus der Weltwoche von Matthias Drobinski:
Das Christentum ist die wichtigste Autorität, die den Globarisierungsprozessen eine globale Ethik zur Seit stellen kann. Es kann das wichtigste Werkzeug des Friedens in einer Zeit sein, in der Konflikte zunehmend Religionskonflikte sind. Wenn es auf die Macht der Nächsten- und Feindesliebe setzt, die Kraft dieses unerhörten Gedankens, der das Römische Reich erschütterte.









