Wer braucht den Sensemann?

Gastbeitrag von Dan Dee.
Ist Dir langweilig? Keine Spannungen in Deinem Leben? Dann hab ich Dir einen Tipp: besuche ein bekanntes Christen-Forum.
Ganz bestimmt werden die Kirchenkritiker die Christen mit Argumenten bombardieren, warum diese auf dem Holzweg sind und ihnen Schwäche unterstellen, da ja nur die sozial Benachteiligten einen Gott brauchen, um sich an ihn zu klammern. Sie werden auftrumpfen mit den gängigsten Geschichten und uns vor Augen führen, dass die Christenheit ein naives, intollerantes und geistig beschränktes Völkchen ist. Ja, das sind sie, zum Teil zumindest… aber mehr dazu später.
Warum schreibe ich hier?
Erst möchte ich kurz darauf eingehen, warum ich überhaupt hier poste, wo das doch gar nicht mein Blog ist. Sam, ein mittlerweile langjähriger Freund von mir, hat mich um einen Gastbeitrag gebeten. Er kennt meine Ansichten und weiss, dass das Wort Kirche oder gar Christ zur Zeit Juckreiz auslöst bei mir. Das hat nix mit der Bibel, Gott, Jesus und/oder dem Heiligen Geist zu tun. Ganz und gar nicht! Die sind Spitze und einmalig und haben meine persönliche Bewunderung verdient.
Kirche enttäuscht
Dennoch bin ich sehr, sehr, sehr enttäuscht über die Vereinigungen, die im Namen des Herrn auf der Kirchenbank sitzen und sich vom Wort berieseln lassen – um eine Woche später eine erneute Berieselung zu erleben. Und das war’s? Da gab es Andere in der Kirchengeschichte, die das Wort anders aufgenommen haben und losgezogen sind, die Welt und vor allem den nahen Osten mit gewetzter Klinge zum Christentum zu konvertieren. Sie nannten die bewaffnete Mission Kreuzzug. Und hier ist auch schon der lang ersehnte, direkte Bezug zu der Einleitung. Viele von den Kirchen- bzw. Religionskritikern stempeln das Christentum deshalb ab, weil es viele Opfer gegeben hat. Weil Menschen sterben mussten. Weil die Bibel blutige Geschichten erzählt. Oh ja, das ist alles sehr korrekt. Blut ist geflossen und wird weiterhin fliessen. Da werden wir, so fest wir uns auch anstrengen, nicht darum rum kommen. Solange es Menschen gibt, solange wird gestorben – ob gewollt oder ungewollt.
Kreuzzüge sind ausgelutscht
Aber – liebe Kreuzzugargument-Auftischer – diese Story ist effektiv ausgelutscht. Die Christen wissen, dass ihre Vorfahren Mist gebaut haben. Auch wenn es tatsächlich so eine naive Truppe gibt, die die Kreuzzüge paradoxerweise bis auf’s Blut verteidigen. Wer jedoch bis auf die Zähne bewaffnet versucht, neue Gläubige für das himmlische Reich zu gewinnen, der hat die Bibel grundsätzlich falsch verstanden. Die Bibel spricht von Nächstenliebe und dass Liebe das wichtigste überhaupt ist. Also nix mit Leben auslöschen, Verletzungen und Leid zufügen. Jesus sagt auch, dass die Kranken einen Arzt brauchen und nicht einen Sensemann oder Henker. Eindrücklich finde ich vor allem die Geschichte, als ihn ein Mann berührte und durch seinen Glauben geheilt wurde – es steht nicht, dass er Jesus berührte und tot umgefallen ist. Wie gesagt, die Kreuzritter haben grundsätzlich was verpeilt. Also, unterlasst es bitte in Zukunft, die Kreuzzüge als Argument gegen den Glauben zu bringen.
Gläubig, kein Christ
Berechtigterweise muss jetzt die Frage kommen, was das nun wieder soll. Zuerst schreibt der Schreiberling davon, dass er auf Kirchen und Christen allergisch ist und dann nimmt er eine defensive Haltung ein und verteitigt diese. Zum Verständnis sei soviel gesagt: ich unterscheide zwischen Kirchen/Christen und Glauben. Ich sehe mich als Gläubiger, aber wirklich nicht als Christ. Denn was ich von den Christen gelernt habe ist, dass ich ein Saubermann sein muss. Ich darf unter allen Umständen keine Fehler haben. Auf Fehltritte folgen automatisch die ausgestreckten Zeigefinger kombiniert mit einer geballten Ladung Moralpredigtartikel. Ein Christ hat in jeder Hinsicht ein Vorbild zu sein. Auf biegen und brechen. Es geht in erster Linie um Moral und Ethik. Das ist das wichtigste überhaupt! Echt?
Was meint die Bibel?
Ok, befassen wir uns mal wieder mit dem Buch der Bücher. Keinen Zweifel, da gibt’s ein paar Artikel, die darauf hinweisen, wie ich zu sein habe. Aber – und das scheint die Kirche vergessen zu haben – es gibt auch die andern, die wirklich wichtigen Artikel: Liebe Deine Mitmenschen – liebe Dich selbst.
Konkret in meinem Leben?
Ich persönlich werde es tunlichst vermeiden einem Penner auf der Strasse, der mal wieder all mein Münz abknöpfen will, folgende Worte an den Kopf zu werfen: «Schau doch mal, wie Du wieder aussiehst. Erbärmlich. Geh Dich waschen, zieh anständige Klamotten an und dann kannst du wieder kommen.» Nö, im Normalfall kriegt er mein Münz (klar, es gibt auch ausnahmen, aber derjenige hat es selbst vergeigt.) Das ist, was Gott von mir verlangt: den Bedürftigen geben, die sozial Schwächeren unterstützen, die Probleme der Stadt angehen – Liebe säen. Und machen das die (Frei-)kirchen? Es gibt zu wenige in der Schweiz… Die Andern? Die drehen lieber noch eine Runde im Moral- und Ethikkreis und bilden das Personal auf die bevorstehende Arbeit ausserhalb der Kirche vor, die niemals in Angriff genommen wird. Toll, nicht?








March 13th, 2008 12:31
Cooler Beitrag, schreib mal wieder was
Ich habe selber eine Zeit lang in einem evangelikalen Forum diskutiert und war geschockt über soviel Rechthaberei, Verbissenheit und Intoleranz. Man bekommt den Eindruck, dass viele die Bibel nur dazu brauchen um sie Anderen um die Ohren zu hauen. Da bleibt nicht mehr viel Liebe übrig, wenn man nur noch mit erhobenem Finger droht.
Ein christliches Bekenntnis ohne Liebe allen gegenüber ist so leer wie eine Flasche voll Luft.
March 14th, 2008 01:17
Dan
danke für deine gedanken. sprechen mir weitgehend aus dem herzen. die worte kirche und christ lösen bei mir zwar keinen juckreiz aus (gottseidank nicht) – aber das hat wahrscheinlich mehr damit zu tun, mit welchem inhalt ich diese worte fülle: mit dem was ich so an unvorteilhaftem sehe beim umherschauen, oder mit dem was es eigentlich sein könnte).
nebst dem “moralin-problem”, das du ansprichst, sehe ich noch ein “durchschnitts” oder “angepasstsein” problem: vieles i.d. kirche muss oft einem christlichen durchschnitt entsprechen, der mir persönlich recht weltfremd und wenig attraktiv erscheint (ich nehm mich da jetzt sehr zurück und benutze nette worte).
Und dann seh ich noch ein “mut-problem”: fast jeder (wirklich) innovative gedanke wird abgemildert oder entwaffnet mit argumenten wie: -das entspricht nicht unserem stil
-das unterstreicht die geistliche atmosphäre nicht (oder steht ihr entgegen)
-das gibt internen widerstand (weil zu wenig fromm, zu schräg, zu wenig “christlich” anmutend, …
Und eigentlich wäre die ehrliche antwort eher: ich hab den mut nicht dazu. ich habe angst. ich bin zu feige für so etwas – möchte mich nicht (intern) exponieren.
Nur EIN Argument hör ich nie: das löscht einem weltmenschen voll ab. unter dem weltmenschen-ablösch-gesichtspunkt nämlich würde manche kirche sehr schnell und umfassend (innovativ) umgestaltet.
aber nun zurück zu uns: wir lesen und schreiben viele kritische gedanken in diesen foren. das ist gut so und lässt uns die eigene position kritisch überdenken – und bestenfalls ändern.
Aber ändern kann sich letztendlich ja nur jeder selbst. und die beste ueberzeugungsarbeit ist, wenn man seine ueberzeugung lebt. dann muss ich mich in dieser Sch***-kirche nämlich nicht aufregen, sondern bewege mich darin wie ein trojaner – bringe linientreue gedankengebäude ins wanken – und schwimme einfach gewissermassen gegen den strom. ist nicht einfach – speziell dann nicht, wenn einem einige der eigenen kollegen schon fast den “christen” absprechen. aber eben: es kann ja nicht angehen, dass ich lange kirchenkritsche rezensionen verfasse, aber selbst mich der herausforderung (in der kirche) nicht stelle.
ich hoffe du tust es mir gleich.
hp
March 14th, 2008 09:28
kann sich wirklich nur jeder selbst ändern – wo doch andere mich “geändert”(geprägt?) haben?
ich bin ultra-dankbar für die (paar) leute, die meine gedankengebäuden ins wanken/zusammenbrechen gebracht haben – auch wenn ich jetzt mit gewissen dingen mehr “probleme” habe als früher (dafür in wesentlichen dingen mehr freiheit).
der spruch “jeder kann nur sich selbst ändern” ist mir in letzter zeit öfter (so als trost) zu ohren gekommen.
klar, ich habe nicht die verantwortung, dass sich ein anderer mensch ändert. ich habe aber die verantwortung, die gemeinschaft zu prägen – wenn ich DAS nicht tue, bin ich mir dann zu harmlos. auch wenn man sich so wenige freunde macht. jänu (es tut aber manchmal doch weh).
March 14th, 2008 09:46
@rn-blog:
Da kann ich dir nur Recht geben. Es ist in der Tat schwierig, mit Menschen in den Foren zu kommunizieren. Klar, jeder hat seine eigene Meinung. Allerdings besteht auch jeder verbissen darauf und ist nicht bereit, nur ein klein wenig davon zu überdenken.
@hampi:
Ein Mensch kann sich immer von selbst ändern. Doch ist er bereit dazu? Und wenn ja, wird er dabei unterstützt? Glaub mir ich hab 30/31 Jahre meines Lebens in einer Kirche verbracht. Davon habe ich min. 8-10 Jahre damit auseinandergesetzt, feste Säulen, die mir unsinnig schienen, ins Wanken zu bringen. Sam wird bestätigen können, dass ich sehr viel Energie hinein gesteckt habe und das trotz zum Teil heftigster Kritik an meiner Person. Da, wo andere schon längst die Flinte ins Korn geworfen haben, habe ich Schlachten um Schlachten geschlagen. Ich fühlte mich doch aber wie Don Quijote, der loszog, um die Windmühlen zu bekämpfen… die Unterstützung blieb meist aus.
Beispiel: als Jugendarbeiter habe ich an einem Mittwoch-Nachmittag ein Sportprogramm für die Stadtkinder auf die Beine gestellt. Die Resonanz war riesig. Bis zu 30 Kinder in einer viel zu kleinen Turnhalle. Und sie kamen immer wieder. Und die Gemeinde? Naja, die waren dann verblüfft, dass ich das Programm wieder einstellte, weil die Unterstützung von der Gemeinde grösstenteils Ausblieb.
Wie gesagt, lieber noch eine Runde drehen und sich Ausbilden lassen…
Zu Deinen Mut-Postings: die sind der Hammer. Aber ein modernes hast Du noch vergessen:
«Mir wurde diese Gabe nicht geschenkt!»
dan
March 14th, 2008 13:25
@Dan, du schreibst: “…die waren dann verblüfft, dass ich das Programm wieder einstellte, weil die Unterstützung von der Gemeinde grösstenteils Ausblieb.”
In welcher Form hast Du Dir Unterstützung erhofft und nicht bekommen? Finanziell? Oder wollten sie, dass Du Deine Zeit als Jugendarbeiter anders einsetzt? Oder an was genau fehlte es? Ich kann nicht ganz verstehen, warum du eine solch sinnvolle Arbeit einfach aufhörst?
March 14th, 2008 13:42
Sorry Dan, aber da der Eintrag in unserem Blog steht, stelle ich einfach auch ein paar kritische Fragen. Ich finde du vermischst hier zwei paar Schuhe. Es gibt Leute, die heute noch mit dem Argument der Kreuzzüge kommen und damit das Christentum als blutige, unfriedliche Religion abstempeln (was ich verständlich finde). Aber das war eine andere Zeit, es war die katholische Kirche. Es gibt in der USA unter Evangelikalen leider heute noch so kriegerische Tendenzen, aber bei uns in Europa glaube ich, ist das wirklich anders. Wenn wir also über Freikirchen in der Schweiz und nicht über das Christentum allgemein sprechen wollen, können wir die Kreuzzüge doch auf der Seite lassen.
March 14th, 2008 13:47
Unterstützung in Form von Mitarbeit. Ich habe das zu beginn alleine gemacht. Dafür habe ich meinen 100%-Job auf 80% reduziert, um am Mittwoch Nachmittag die Zeit den Kindern zu widmen. Nach meinen Vorstellungen hätte es nicht nur “den Turnlehrer” gebraucht, sondern eben auch jene, die ev. einen “Znüni” vorbereitet hätten oder gewisse “Gespräche” geführt. Mit der Zeit hat sich dann eine 2. frühpensioniert Person zur Verfügung gestellt. Aber ich dachte auch daran, dass sich allenfalls Mütter und Hausfrauen zur Verfügung stellen würden für gewisse Aufgaben. Spannend war auch, dass wir kaum Kinder aus der eigenen Gemeinde dabei hatten. Je länger es ging, desto weniger wurden es… dafür nahmen die “Auswertigen” zu.
March 14th, 2008 13:48
Können Vereinigungen auf der Bank sitzen und sich berieseln lassen? Ist Kirche einfach Vereinigung , Institution? Oder sind es nicht einfach verschiedene Menschen die an Gott glauben und diesen Glauben miteinander teilen wollen? Und da gibt’s solche die mehr Nächstenliebe leben und andere weniger? Kann ich Kirche grundsätzlich an den Pranger stellen?
March 14th, 2008 13:52
Dan schreibt:«Schau doch mal, wie Du wieder aussiehst. Erbärmlich. Geh Dich waschen, zieh anständige Klamotten an und dann kannst du wieder kommen.»…Hat das wirklich jemand zu einem Penner gesagt? Oder hat er einfach kein Geld gegeben. Mit Münz verteilen alleine lösen wir noch nicht viele Probleme, auch wenn es vielleicht ein guter Anfang ist…
March 14th, 2008 13:56
Denke nicht, dass wir die Kreuzzüge aussen vor lassen können. Dies, weil “die Welt” keinen Unterschied zwischen kath., evang. oder Freikirchen machen. Und deshalb, glaube ich, werden die Kritiker alle Denominationen mit den Kreuzzügen in Verbindung bringen. Weiter geschah’s im “Namen des Herrn”, was uns wiederum alle betrifft – da wir dem gleichen Herrn nachfolgen.
March 14th, 2008 13:56
@Wegen dem Turnunterricht: Schade, dass diese Unterstützung ausblieb. Wenn die Leute vor Lauter Kirchenaktivitäten keine Zeit mehr haben, ein solches Projekt zu unterstützen, dann läuft etwas falsch. Hier müsste man wohl Prioritäten ändern.
March 14th, 2008 14:02
sie machen keinen Unterschied, wenn sie vom blutrünstigen Christentum von damals reden. Aber es gibt auch Leute, welche die Kreuzzüge stehen lassen können, weil sie wissen, das die Christen eher beschämt als erfreut, sich aber trotzdem fragen, warum die Christen in der Welt so wenig positiven Unterschied machen.
Ich finde, es sind einfach wie zwei verschiedene Themen…
March 14th, 2008 14:03
Aber da ich ja einige deiner Klage auch verstehen und mich dir anschliessen kann, versuche ich doch auch noch einen Beitrag dazu zu schreiben…
March 14th, 2008 14:04
Gegenfrage: ist es dann damit getan, den Glauben zu teilen?
March 14th, 2008 14:07
Yep, zum Glück gibt es die, die es stehen lassen können.
Aber es gibt auch die anderen. Und für sie war dieser Abschnitt gedacht. Ich selbst bin ja auch der Meinung, dass es 2 Paar Schuhe sind. Dennoch wird es in jeder Diskussion um Glauben und Nichtglauben wieder ausgekramt. Wenn ich nur einen davon abhalten kann, in Zukunft auf diese Argumentation zu verzichten, hat sich der Beitrag gelohnt.
March 14th, 2008 14:09
…Korrektur: “abhalten” sollte “anhalten” heissen und bedeuten: Argumentation nicht verwenden.
(Der Verständlichkeit halber ergänzt)
March 14th, 2008 14:16
Yep, da hast Du recht. Mit Geld allein macht man keinen glücklich. Dennoch: den Bedürftigen geben. Ich werde die Situation und die leuchtenden Augen desjenigen, dem ich statt Münz eine 20er-Note in die Hand drückte nicht mehr vergessen. Klar, etwas übertrieben vielleicht und wer weiss, was er damit angestellt hat. Es ist auch nicht so, dass ich jedem gebe. Das letzte Erlebnis war auch sehr spannend. Er hat um Geld gebettelt. Wir gingen vorbei als er plötzlich die Worte kamen: “Ich will etwas essen.” – Als ich mich umdrehte, kriegte er’s mit der Angst zu tun und dachte, ich würde ihm gleich eine reinhauen.
Hab ihn dann auf einen Burger im McD eingeladen. Er war unendlich dankbar… Ich weiss, dies wird nicht die Welt verändern. Aber sicher den Tag eines solchen etwas besser machen.
Es ist auch nicht so, dass ich hier Lobeshymnen auf meine Personen herausposaunen möchte – auch wenn man es sicherlich so verstehen kann. Es ging mir darum, meine Erfahrungen mit solchen Gesten mit Euch zu teilen.
March 14th, 2008 15:03
[...] unserem ersten Gastbeitrag schreibt Dan über die Christen, die manchmal ein sehr intolerantes Völkchen sind. Der erste [...]
March 15th, 2008 14:56
Hey Dan, ich wollte diese Geschichten von Dir hören, finde ich echt cool. Ich hoffe, du kannst noch viele Menschen so überraschen. Ich finde es einfach schwierig, wenn man zu mehr Nächstenliebe aufruft, selber aber nicht viel tut… Und da ich Dich ja fast nie sehe… nicht dass ich es nicht geglaubt hätte, aber da sehe ich halt wirklich unsere Rolle: Vorbild sein (eben in der Nächstenliebe.”
March 15th, 2008 14:57
Was heisst glauben teilen? Wie kann man glauben teilen? Ist doch eigentlich recht abstrakt. Habe ich geschrieben, wir sollen den Glauben teilen?
March 15th, 2008 16:07
Hi Judith
Ist wohl wahr, wir haben uns schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Wirklich traurig.
Schade, dass ich die Zitatfunktion nicht kenne.
Deshalb hier ein Auszug von Dir:
“Oder sind es nicht einfach verschiedene Menschen die an Gott glauben und diesen Glauben miteinander teilen wollen?” – Ich verstehe diesen Aspekt der Gemeinschaft durchaus und ist auch nichts dagegen einzuwänden. Dennoch gibt es Kirchen, die sich auf diesen Aspekt beschränken, obwohl die Verantwortung und der Auftrag viel grösser und interessanter ist. Bedenke mal, wie viel Energie, Erlebnisse und Abenteuer im “Namen des Herrn” für die Kirche verloren gehen, wenn man “nur” den Glauben teilt. Weiter besteht auch durchaus die Gefahr, dass man vor lauter “Glauben teilen” unter “Brüdern und Schwestern” zum Pharisäer und somit zum Moralapostel wird. Ich frag mich eben: “Wo sind die Indiana Jones unter den Christen in der Schweiz?”
March 15th, 2008 18:30
ok, bekenne mich als schuldig…
Ich kann ja mal mit ins Papa Joe kommen, wenn ich sowieso gerade in Zürich bin oder so….
March 16th, 2008 15:29
Bist natürlich herzlich willkommen im Papa Joes
Kann sonst auch mal bei Euch vorbei kommen, wenn wir ein gemeinsames Datum finden.