Am Kreuz beginnt eine neue Weltordung

Erster Teil einer Trilogie zur neuen Weltzordnung von Jesus. Links zu den Fortsetzungen findet man zuunterst.
Als etwa 33-jähriger wurde Jesues ans Kreuz geschlagen, zuvor zog er mit seinen Anhängern durchs Land und verkündete das Reich Gottes, oder man könnte auch sagen „die neue Weltordnung Gottes“. Diese Weltordnung definiert sich durch Liebe und Friedfertigkeit. Unter anderem wies Jesus in der Bergpredigt auf die Erneuerung hin:
Bis jetzt heisste es: ‘Auge um Auge, Zahn um Zahn!’ Ich sage euch aber: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so gib ihm auch noch den Mantel! Und wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm! Gib jedem, der dich um etwas bittet, und weise keinen ab, der etwas von dir leihen will. Es heißt bei euch: ‘Liebt eure Freunde und hasst eure Feinde!’ Ich sage aber: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen! So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel.
Die Bewegung wächst und scheitert
Jesus mobilisierte viele Menschen ihm nachzufolgen und Gottes neue Weltordnung zu leben. Doch eines Tages liessen die religiösen Führer des Volkes Israel den Wanderprediger festnehmen. Man verhörte ihn, peitschte ihn aus und schlug ihn schliesslich ans Kreuz. Sie zerschmetterten ihn und seine Bewegung. Die Botschaft der Liebe traf auf eine Welt mit Speeren, Schwertern und Kreuzen und scheiterte.
Das Bild erinnert an andere historische Momente: Die friedlich demonstrierenden Demonstranten auf dem Platz des himmlischen Friedens, plötzlich stehen sie Maschinengewehren und Panzern gegenüber. Fazit: 3000 Tote.
Martin Luther King setzte sich friedlich für Versöhnung und Rassengleichheit ein, bezahlen musste er es mit dem Tod…
Macht oder Opfer?
Aber was ist die Alternative zu dieser neuen Weltordnung? Könnte sich Gottes Reich durchsetzten, wenn es besser bewaffnet und mehr Krieg führen würde?
Brian D. Mc Laren stellt die Frage wie folgt:
Was ist, wenn die neue Welt Gottes nur dann ihre Eigenschaft als ein „Reich, das nicht von dieser Welt ist“, bewahren kann, wenn sie schwach und verletzlich bleibt, wenn sie Opfer bring und Liebe übt? Was ist, wenn diese Niederlage absolut unverzichtbar ist, damit die brutale Gewalt und die dunkle Unterdrückung durch Mächte und durch menschliche Ideologien ans Licht gebracht werden können? Erst wann diese entlarvt sind, kann man sie als das erkennen, was sie sind, kann man sie frei zurück weisen und für eine neue , bessere Welt Platz schaffen.
Was denkst Du? Wo und wie könnte Gottes neue Welt wachsen?
Fortsetzungen:
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March 22nd, 2008 10:08
Eine kleine Anmerkung kann ich mir da nicht verkneiffen. Wenn man die historischen Begebenheiten ernst nimmt, dann haben nicht die religiösen Führer des jüdischen Volkes Jesus angeklagt, ausgepeitscht und gekreuzigt sondern die Römer. Anderslautende Aussagen in den Evangelien sind auf die antijüdischen Tendenzen der ersten Jahrhunderte zurückzuführen, entsprechen aber nicht der Realität. Das jüdische Volk war ein unterdrücktes Volk und hattek keine juristischen Rechte, die so etwas zulassen würden.
Rabbi Jeschua war Jude und blieb Jude, doch weil Teile des jüdischen Volkes in ihm den Messias sahen, also den Befreier des Volkes Israel vor fremder Besatzung, wurde er für das römische Reich zur Bedrohung und deshalb kreuzigten sie ihn wie alle anderen “Revoluzzer” auch.
Zu Deiner Frage…. es gibt nur einen Ort an dem Gottes neue Welt wachsen kann, im Herzen eines jeden von uns. Das Reich Gottes ist bereits da, in jedem von uns, die Frage ist nur, ob wir es annehmen und danach leben
March 22nd, 2008 19:25
Die religiösen Führer des Volkes haben Jesus den Überlieferungen nach sehr wohl fest genommen. Ich schreibe nachher “man” hat ihn festgenommen, ausgepeitscht… um nicht auf weitere Details einzugehen, weil es sonst zu weit führt. Pilatus wollte ihn zuerst nicht kreuzigen, gab dann aber doch die Befehle dazu. Und hier zeigt sich dieses Bild noch verstärkt: Die Macht dieses riesigen römischen Reiches steht diesem Jesus gegenüber, irgendwie machtlos und gibt den Befehl, ihn kreuzigen zu lassen…
March 23rd, 2008 14:38
[...] Fortsetzung von Am Kreuz beginnt eine neue Weltordnung [...]
March 24th, 2008 12:29
[...] von Am Kreuz beginnt eine neue Weltordnung und Bewegung der Versöhnung Jesus starb am Kreuz, seine Anhänger versteckten sich und die Mutter [...]
March 24th, 2008 16:03
Update: Links zu Fortsetzungen eingebaut
March 25th, 2008 12:49
Nicht alles, was überliefert ist, ist auch historisch. In den Evangelien wird es so dargestellt, dass die Juden Jesus töten wollten und der liebe Pilatus sich erfolglos dagegen wehrte. Aus historischer Sicht ist das nicht nachvollziehbar, das jüdische Volk war unter Besatzung und entrechtet, Pilatus interessiete sich nicht im Geringsten für innerjüdische Probleme.
Was ihn jedoch interessierte war, dass im Volk die Hoffnung aufkam, dass Jesus der erwartete Messias ist, der das jüdische Volk aus der Besatzung befreit. Das war hochbrisantes Potential für Aufstände und genau die fürchtete das römische Reich und deshalb wurde Jesus von den Römern hingerichtet. Die Kreuzigung war die damals übliche Tötungsart für “Rebellen” und Freiheitskämpfer, die möglichst langsam und grausam sterben sollten um dem Volk zu zeigen, wo Widerstand hinführt.
Als die Evangelisten die Evangelien aufschrieben, war das jüdische Volk bereits in der Schusslinie der Römer und die Christenheit hätte sich selbst in die Schusslinie begeben, wenn sie den Römern den Mord an “ihrem Gott” vorgeworfen hätten. Deshalb wurden die Evangelien zugunsten der Römer beschönigt und die Juden mussten in die Rolle des Sündenbocks schlüpfen, ungeachtet dessen, dass Rabbi Jeschua einer der Ihren war.
Versteh mich bitte nicht falsch, Du hast eine spannende Trilogie geschrieben an der ich nichts kritisieren möchte. Doch der in den Evangelien niedergeschriebene Antisemitismus ist sehr gefährlich und wird dem jüdischen Volk nicht gerecht. Deshalb halte ich es für wichtig, dass man stets im Kopf behält, unter welchen Umständen die Evangelien entstanden und nicht vergisst, dass Teile davon Gemeindebildung sind, die nicht der Wahrheit sondern dem Schutz dieser neu entstehenden Religion dienten.
May 19th, 2008 23:17
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April 12th, 2009 13:04
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