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Archive for March, 2008

Bewegung der Versöhnung

Sunday, March 23rd, 2008

Fortsetzung von Am Kreuz beginnt eine neue Weltordnung.

Manche Leute brüskieren sich daran, dass Christen mit dem Kreuz ein „Folterinstrument“ um den Hals tragen. Doch an Ostern wurde das Kreuz zu Gottes Symbol für die Ablehnung von Gewalt, für Liebe und Vergebung. An Karfreitag sah es danach aus, dass Jesus und seine Bewegung zerschlagen wurde. Doch diese neue Weltordnung Gottes kann nur wachsen, in dem sie schwach wird und sogar stirbt. Paulus beschreibt den Tod am Kreuz sogar als Torheit Gottes, die jedoch stärker ist als die menschliche Weisheit:

Was Gott getan hat, übersteigt alle menschliche Weisheit, auch wenn es unsinnig erscheint; und was bei ihm wie Schwäche aussieht, übertrifft alle menschliche Stärke.
1. Korinther 1.25

Am Kreuz schien die Macht der Menschen stärker zu sein, doch gerade durch diese Niederlage deckte Gott auch die Bosheit der Menschen auf. Als Jesus am Kreuz hing sprach er: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und hier geht die neue Welt Gottes weiter. An diesem Tiefpunkt des Lebens Jesus, wo Gut und Böse aufeinander treffen, will Jesus keine Rache, sondern Vergebung. Diese strahlt aus seinem ganzen Leben, seiner Lehre, seinem Tod und aus seiner Auferstehung hervor. Die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen, zwischen Nationen und einzelnen Menschen. Und diese Bewegung der Versöhnung starb an Karfreitag nicht, sondern geht weiter und verbreitet sich über die ganze Welt.

Nochmals Brian Mc Laren, und wie er diese Bewegung beschreibt:

Diese neue Welt ist eine Gegenmacht, eine Gegenbewegung, ein Gegenreich, das alle korrupten menschlichen Regimes angreifen, entlarven, beim Namen nennen und als das hinstellen wird, was sie wirklich sind. Anders als die alten Reiche der Menschen drängt sich die neue Welt aber nicht auf, wo sie nicht erwünscht ist. Obwohl sie eine ganz reale Macht ist, kommt sie doch auf unscheinbare, behutsame Weise – eben mysteriös.

Morgen der letzte Teil dieser Triologie:
Wie konnte sich diese Bewegung über die ganze Welt ausdehnen?

Brunch – und ihr pennt noch

Sunday, March 23rd, 2008

Brunch - und ihr pennt noch

Eigentlich Frühstück aber Brunch tönt sehr viel sympathischer. Ich bin so satt, ich mag kein Blatt.

Ostermorgen früh

Sunday, March 23rd, 2008

Ostermorgen früh

Heute Morgen um 4:25 kam wieder mal Kenia bzw Militär-Stimmung auf. Los! Fackellauf. Grüsse von der Farneralp. Bald sollte die Sonne auf gehen – aber Wolken verhindern wohl den Blick. Ich freue mich vor allem auf den Brunch.

Aussicht nach Bandprobe

Sunday, March 23rd, 2008

Aussicht nach Bandprobe

Ich würde mal behaupten, wir hätten mit der Sakralband Springfield wohl den Bandraum mit der besten Aussicht.

Am Kreuz beginnt eine neue Weltordung

Friday, March 21st, 2008

Erster Teil einer Trilogie zur neuen Weltzordnung von Jesus. Links zu den Fortsetzungen findet man zuunterst.

Als etwa 33-jähriger wurde Jesues ans Kreuz geschlagen, zuvor zog er mit seinen Anhängern durchs Land und verkündete das Reich Gottes, oder man könnte auch sagen „die neue Weltordnung Gottes“. Diese Weltordnung definiert sich durch Liebe und Friedfertigkeit. Unter anderem wies Jesus in der Bergpredigt auf die Erneuerung hin:

Bis jetzt heisste es: ‘Auge um Auge, Zahn um Zahn!’ Ich sage euch aber: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so gib ihm auch noch den Mantel! Und wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm! Gib jedem, der dich um etwas bittet, und weise keinen ab, der etwas von dir leihen will. Es heißt bei euch: ‘Liebt eure Freunde und hasst eure Feinde!’ Ich sage aber: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen! So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel.

Die Bewegung wächst und scheitert
Jesus mobilisierte viele Menschen ihm nachzufolgen und Gottes neue Weltordnung zu leben. Doch eines Tages liessen die religiösen Führer des Volkes Israel den Wanderprediger festnehmen. Man verhörte ihn, peitschte ihn aus und schlug ihn schliesslich ans Kreuz. Sie zerschmetterten ihn und seine Bewegung. Die Botschaft der Liebe traf auf eine Welt mit Speeren, Schwertern und Kreuzen und scheiterte.

Das Bild erinnert an andere historische Momente: Die friedlich demonstrierenden Demonstranten auf dem Platz des himmlischen Friedens, plötzlich stehen sie Maschinengewehren und Panzern gegenüber. Fazit: 3000 Tote.
Martin Luther King setzte sich friedlich für Versöhnung und Rassengleichheit ein, bezahlen musste er es mit dem Tod…

Macht oder Opfer?
Aber was ist die Alternative zu dieser neuen Weltordnung? Könnte sich Gottes Reich durchsetzten, wenn es besser bewaffnet und mehr Krieg führen würde?

Brian D. Mc Laren stellt die Frage wie folgt:

Was ist, wenn die neue Welt Gottes nur dann ihre Eigenschaft als ein „Reich, das nicht von dieser Welt ist“, bewahren kann, wenn sie schwach und verletzlich bleibt, wenn sie Opfer bring und Liebe übt? Was ist, wenn diese Niederlage absolut unverzichtbar ist, damit die brutale Gewalt und die dunkle Unterdrückung durch Mächte und durch menschliche Ideologien ans Licht gebracht werden können? Erst wann diese entlarvt sind, kann man sie als das erkennen, was sie sind, kann man sie frei zurück weisen und für eine neue , bessere Welt Platz schaffen.

Was denkst Du? Wo und wie könnte Gottes neue Welt wachsen?

Fortsetzungen:

Verwandte Artikel:

Heat Map für deine Website

Tuesday, March 18th, 2008

Steinis.ch Heatmap

Taugt dein WordPress Theme? Hast du Elemente auf deiner Website (wie die Sprite-Flasche in unserem Header), die den Besucher vom eigentlichen Inhalt ablenken? Innert Sekunden kannst du jetzt eine Karte der Aufmerksamkeit erstellen. Oben für dieses Blog. Unten für das unter Bloggern bekannte Basic Thinking Blog (Inhalt wird scheinbar nicht gelesen) und die Newsseite 20min.ch (keine Überraschung). Die Website Feng GUI macht’s möglich.

Basic Thinking: (Link)
Heatmap Basic Thinking

20 Minuten: (Link)
Heatmap 20 Minuten

China verspielt die Olympiade

Friday, March 14th, 2008

NZZ online berichtet über die momentane Situation im Tibet.

Unter anderem steht geschrieben:

Die chinesischen Medien verschwiegen am Freitag die grössten Proteste seit über einem Jahrzehnt systematisch. Ausländische Internetseiten, welche darüber berichteten, wurden von den staatlichen Zensoren sofort blockiert. Informationen sind schwer zu verifizieren, da die Kommunikation von Tibetern mit dem Rest des Landes strikt kontrolliert wird und Journalisten nicht frei nach Tibet reisen dürfen.

Wenn China nicht bald bessere Nachrichten in unsere Medien bringt, verspielt sie es noch mit der Olympiade. Ich hoffe nicht, dass wir “Westler” dann einfach in die heraus geputzten Station schauen und vor den Menschenrechtsverletzungen die Augen verschliessen.

Amnesty International berichtet
Amnesty International berichtet regelmässig über die Menschenrechtsverletzungen in China.
Im Moment aktuell ist die Anklage des Bürgerrechtlers Hu Jia Anklage.

Genauere Infos dazu findet ihr hier bei Amnesty. Dort findet ihr rechts einen Musterbrief, den ihr unterschreiben könnt um die Freilassung von Hu Jia zu fordern.

Die wissenden Christen

Friday, March 14th, 2008

Die Christen sind oft nicht die Gläubigen, sondern die Wissenden. Gläubige Christen werden zu wissenden Christen, oder haben mindestens das Gefühl.

In unserem ersten Gastbeitrag schreibt Dan über die Christen, die manchmal ein sehr intolerantes Völkchen sind. Der erste Kommentator unterstreicht diese Meinung:

“Ich habe selber eine Zeit lang in einem evangelikalen Forum diskutiert und war geschockt über soviel Rechthaberei, Verbissenheit und Intoleranz.”

Vor einigen Wochen schrieb Mathias Plüss im “DAS MAGAZIN” zur Thematik Evolutions- und Schöpfungstheorie:

Wissenschaftliche Theorien kann man nicht beweisen, man kann nur an sie glauben. Das ist der Witz: Der Wissenschaftler weiss, dass er nur glaubt. Der Gläubige hingegen glaubt, dass er weiss.

Lieblos…
Es ist doch tragisch, wenn die Gläubigen so wahr genommen werden. Die schlimmsten Beispiele fand ich jeweils in den Kommentaren von Hugo Stamm’s Blog. Die sich explizit als Christen bezeichnende Kommentatoren, sind in ihrem Schreiben manchmal die Hartherzigsten und Lieblosesten:

Ein Lied für Hugo Stamm: Oh Annagreth oh Annagreth Hugo Stamm der Gotteslästerer ist schon wieder auf dem Tapet. Noch ist es für Ihn nicht zu spät. Gegen evangelisierende C h r i s t e n kämpft er ganz verbissen, durch Gebete aus den Wogen des Verblenders gerissen. Die B i b e l ist ihm zum E c k s t e i n geworden, fast sein S c h ä d e l zerissen. Oh Annagreth oh Annagreth noch ist es nicht zu spät. Nach g a n z e n d r e i s s i g Jahren immer noch nicht s c h l ä u e r geworden beginnt ihn das G a n z e zu überborden. Lied zum l. August O7

Hugo Stamm musste unterdessen eingreifen und verletzende Meinungen werden nicht mehr veröffentlicht. Meiner Beobachtung nach sind auch einige Christen heraus geflogen.

Zurück zu Pfingsten
Warum werden Christen heute oft so engstirnig und lieblos wahrgenommen? Die Theologin Debora Sommer wird bei uns im FENSTER ZUM SONNTAG bei der Pfingstsendung zu Gast sein. Zur Vorbereitung der Sendung führte ich mit ihr ein Vorgespräch. Sie bringt es auf den Punkt:

“Heute drehen wir uns als Christen oft um Strukturen und den Fragen nach der richtigen Lehre. Wir sollten weniger urteilen und mehr Herz haben. An Pfingsten waren die Nachfolger Jesus voller Feuer und Leidenschaft. Pfingsten ist Dynamit pur, wenn wir das nicht mehr haben, dann stimmt etwas nicht.”

Links:
Artikel im Magazin
Beitrag aus Hugo Stamms Blog
FENSTER ZUM SONNTAG

Wer braucht den Sensemann?

Thursday, March 13th, 2008

Gastbeitrag von Dan Dee.

Ist Dir langweilig? Keine Spannungen in Deinem Leben? Dann hab ich Dir einen Tipp: besuche ein bekanntes Christen-Forum.

Ganz bestimmt werden die Kirchenkritiker die Christen mit Argumenten bombardieren, warum diese auf dem Holzweg sind und ihnen Schwäche unterstellen, da ja nur die sozial Benachteiligten einen Gott brauchen, um sich an ihn zu klammern. Sie werden auftrumpfen mit den gängigsten Geschichten und uns vor Augen führen, dass die Christenheit ein naives, intollerantes und geistig beschränktes Völkchen ist. Ja, das sind sie, zum Teil zumindest… aber mehr dazu später.
(more…)

Über Rache, Gerechtigkeit und Vergebung

Tuesday, March 11th, 2008

the_kite_runner.jpgManchmal ist es von Vorteil, dass in Rapperswil die Filme erst so spät ins Kino kommen. So schaffte ich es gestern endlich Marc Forsters Werk “The Kite Runner” zu sehen. Ist ja unglaublich tragisch diese Geschichte. Eine der erschütterndsten Szenen ist die Vergewaltigung eines kleinen Jungen. Der Vergewaltiger lässt später im Film als Talibankämpfer eine Ehebrecherin steinigen.

Die Szene erinnerte mich an eine Überlieferung aus der Bibel:
Eine Ehebrecherin wird von den Gelehrten aus der Stadt geführt und soll für ihr Vergehen gesteinigt werden. Die Männer fragen Jesus, was er tun würde, denn das Gesetz schreibt die Steinigung vor. Die Antwort von Jesus ist: “Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.”

Der Islam kennt eine ähnliche Geschichte. In dieser Erzählung ist die Ehebrecherin schwanger. Der Heilige Prophet entscheidet, sie soll zuerst das Kind austragen. Das Kind kommt zur Welt, der Prophet empfiehlt, ihr drei weitere Jahre zu geben, um das Kind zu stillen. Danach sagt er: “Jetzt könnt ihr die Frau steinigen.”

Beim Urteil im Islam geht es um die Gerechtigkeit, bei der kein Unschuldiger mitbetroffen sein soll. Bei der neutestamentlichen Geschichte steht am Schluss die Vergebung. Wie unterscheiden sich die beiden Wege?

Der Film alleine weckte in mir einen riesigen Hass auf den Täter, am liebsten hätte ich ihn tot gesehen. Wie gross muss erst der Hass sein, wenn man so etwas selbst erlebt hat?
Heute war eine betroffene Person bei uns im Studio, um einen Fernseh-Talk zum Thema aufzunehmen. Als Vierjährige erlebte sie einen sexuellen Übergriff und als Teenager wiederholte sich die Tragödie. Sie erzählte: “Wenn ich später von sexuellen Übergriffen gehört habe, hätte ich den Täter auf der Stelle erschiessen können.” Jahre später habe sie den Peinigern vergeben können und der Hass liess nach.

Vielleicht ist das schwer nachvollziehbar, aber die Frau ist nicht verbittert, sondern hat einen Umgang mit ihrer schweren Vergangenheit gefunden.

Doch die Tat bleibt bestehen und mit ihr die Frage: Wird die Vergewaltigung mal gerächt? Wird beim “jüngsten Gericht” diese Tat in die Waagschale gelegt und bestraft? Oder ist sie für immer vergessen und vorbei? Was lässt Gott am Ende eines jeden Lebens walten? Ist es die Gerechtigkeit oder die Vergebung?

Verwandte Beiträge: Scham und Schuldkultur