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Schreie gegen die Armut

Thu 17. Apr 2008 - Judith - kommentieren

schrei_2_388951.jpgHugo Stamm schreibt in seinem neusten Blog-Beitrag über die neue Welle des Hungers und fragt sich, wo der Aufrschrei der Kirche bleibt:

Manche Reiche und Superreiche werden auf Kosten der Armen noch wohlhabender: Ihr Gewinn hat ursächlich zur Folge, dass noch mehr Menschen verhungern. Ich vermisse dabei den Protest der Kirchen und Glaubensgemeinschaften: den Aufschrei der Hüter von Moral und Ethik.

Und er macht auch gleich einen Vorschlag, was Kirchen unternehmen könnten:

Ich habe ein Vorschlag, wie Kirchen und Religionsgemeinschaften einen Beitrag zur Lösung der Krise und Hungersnöte leisten könnten: Alle Gläubigen, die in irgend einer Form vom Hunger der Armen profitieren, werden öffentlich an den Pranger gestellt und exkommuniziert. Alle Kirchen und Glaubensgemeinschaften durchforsten ihre Vermögensbestände und vernichten alle Aktien, welche direkt oder indirekt von einer Firma stammen, die mit Grundnahrungsmitteln unsaubere Gewinne erzielen.

Laut zu schreien alleine nützt nichts. Wer hat weitere Vorschläge, wie wir gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen könnten?

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4 Responses to “Schreie gegen die Armut”

  1. User Gravatar
    Matthias Stürmer
    April 17th, 2008 14:25
    1

    “Wer hat weitere Vorschläge, wie wir gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen könnten?”

    Zum Beispiel sich engagieren bei der betont christlichen Kampagne StopArmut 2015! Du hast zwar recht, wir Religiösen hätten es fast wiedermal verschlafen, ebenfalls bei der Bekämpfung der weltweiten Armut mitzuwirken. Zum Glück gibt es den Micah Call, den internationalen Aufruf an alle Christen, sich für die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele einzusetzen. Die freikirchlichen Gemeinden sind zwar langsam, aber nicht inaktiv.

    Drum mein Fazit zu deinem Blog-Eintrag: Schreien ist gut, handeln ist besser ;) Hier sind unsere bisherigen Aktivitäten der Reionalgruppe Bern: http://www.stoparmut2015.ch/bern

  2. User Gravatar
    Karin
    April 18th, 2008 17:11
    2

    Ich bin nicht mehr ganz so jung und habe viele Illusionen über die Weltverbesserung (aus den wilden 68-ern!) abgelegt. Schreien nützt gar nichts, da gehe ich mit euch einig. Aber auch die Hilfe ist so entmutigend, es ist immer nur ein Tropfen auf den heissen Stein und bringt keine nachhaltige Besserung, zu stark sind die Macht- und Geldinteressen derjenigen, die das Sagen haben – gerade und besonders auch in den ärmsten Ländern. Was nicht heissen soll, dass wir nicht, jeder nach seiner Möglichkeit, sei es finanziell oder tatkräftig, helfen sollen!

    Je länger je mehr glaube ich aber, dass sich die Welt nur ändern wird, wenn jeder einzelne sich selbst wandelt – sein Bewusstsein verändert und dann im kleinen, nächsten Umkreis wirkt. Das ist ein langer Weg, jedoch der einzige, der langfristig Erfolg verspricht.

    Aber nochmals, klar und deutlich: Kurzfristig sollen wir helfen, die Not der Hungernden, der Unterdrückten zu lindern!

  3. User Gravatar
    Sam
    April 18th, 2008 19:08
    3

    Was ist “mein nächster Umkreis”? Diese Fage hat Jesus schon gestelllt, um zu zeigen, dass mein nächster wohl etwas weiter geht als bis zum Nachbarhaus. Und wieviel mehr gilt das heute, wo es auf dieser Welt doch keine Abstände mehr gibt.

    Ich selbst bin begeistert vom Kleinkredit-Konzept, wie es http://www.kiva.org möglich macht. Man leiht ein paar hundert Stutz aus und hilft damit Leute, sich selbst aktiv zu helfen – es ist mehr als ein Tropfen auf dem heissen Stein.

  4. User Gravatar
    Jacques
    April 30th, 2008 12:05
    4

    Letzendlich können wir kleinen Menschen nict viel machen. Wenn nur ein paar große Firmen da richtig mithelfen würden, sähe alles anders aus. Da aber jede Firma nur auf ihren Gewinn aus ist, wird das wohl nie was.

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