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Archive for May, 2008

Benzinverlosung in Jesu Name!?

Monday, May 19th, 2008

zapfsaule.jpgVor einigen Tagen berichtete der Blick über eine Baptistenkirche in der USA, die neue Wege suchte, um die Menschen wieder in die Kirche zu bringen. Mit Gratismahlzeiten und Geschenken versuchen es bereits viele andere Gemeinden und deshalb liess sich der Pastor etwas Neues einfallen: In speziellen Gottesdiensten werden 500-Dollar-Benzingutscheine verlost. Die hohen Benzinpreise drücken schliesslich jedem auf die Seele.
Gemäss Blick soll der Pastor Kritikern entgegnen: “Jesus selber habe doch auch gratis Brot und Fisch verteilt, um Anhänger zu gewinnen!”

Nachfolger kaufen
Jesus kaufte seine Anhänger nicht mit Brot und Fisch. Er fuhr mit dem Boot weg und suchte sich einen Ort um alleine zu sein. Doch die Leute folgten ihm zu Fuss, weil sie mehr von ihm hören wollten und sich nach mehr Heilungen sehnten. Am Abend schickten die Jünger die Menschen zurück, damit sie Essen kaufen könnten. Da liess sich Jesus die Brote und Fische geben und verteilte diese an die Menschen.

Verdrehte Botschaft

Das ist für mich ein riesiger Unterschied. Ich glaube auch heute hat die Botschaft von Jesus noch die gleiche Kraft und auch heute will Gott noch Menschen begegnen und heilen. Wenn Kirchen diese Botschaft jedoch so verdrehen, ist es kein Wunder, wenn immer weniger Menschen diesen Ort aufsuchen.

Zum Blick-Artikel

Verwandte Beiträge:
Der Befreiungsschlag der zweiten Wange
Am Kreuz beginnt eine neue Weltordnung

Das Mysterium des Onyxbeutels

Monday, May 19th, 2008

Wir lüften das altehrwürdige Geheimnis der Freitag-Tüten. Vielleicht zum ersten Mal in einem Blog. Jetzt veröffentlicht, für dich, liebe/r Leser/in – präg dir das ein. Lerne von der Weisheit der Koryphäen.

Vorderhand eine Einweihung von geringer Grösse für Unkundige: der Hiobsblogger und der Spatelhaufen haben uns je ein eingraviertes Holzstück zukommen lassen. Mit folgendem Appell: “Ergreife die Schriftrolle, die dir als nächstes ins Auge springt, öffne den Siegel und finde den Passus, die die Splitterkerben dir vorschreiben. Atme ein und offenbare in Würde das Geschrieben deinen Folgern! Die Zeit dafür ist nah und sie ist schon da.” (Lese hier: im Urtext)

Aus diesem Grund sei gesagt den Folgern des steinernen Ehepaars:

Dann fertigten die Kunsthandwerker die Brusttasche an. Sie war aus denselben Stoffen gemacht wie der Priesterschurz: aus Goldfäden, violetter, purpurroter und karmesinroter Wolle sowie aus feinen Leinen. Die Tasche war quadratisch, jede Seite 25 Zentimeter lang (eine Elle?), und der Stoff war doppelt gelegt. Die Kunsthandwerker besetzten sie mit vier Reihen von Edelsteinen. Die erste Reihe bestand aus einem Karneol, Topas und Smaragd, die zweite Reihe aus einem Rubin, Saphir und Jaspis, die dritte Reihe aus einem Hyazinth, Achat und Amethyst, die vierte Reihe aus einem Türkis, Onyx und Nephrit. Alle Steine waren in Gold eingefasst. Sie standen für die zwölf Stämme Israels; auf jedem Stein war ein Stammesname eingraviert, auf diesselbe Art, wie man einen Siegel herstellt.

Nehmt auf diese Weisheit und handelt klug. Zuallererst: Reputation, Nagerzwickerin, Mostrichleib, Vitapilotage und der Arachnophobius. Seid aber jederzeit frei.

Menschenverachtende Regimes

Saturday, May 17th, 2008

verzweiflung.jpgImmer noch warten Tausende von Menschen im Burma auf Hilfe. Doch der burmesischen Regierung scheint alles andere als diese Menschen wichtig zu sein. Sie feiern einen fragwürdigen Sieg für ein Verfassungsreferendum und gratulieren auf der Titelseite ihrer Staatszeitung Norwegen zu ihrem Nationalfeiertag.

China als Mitschuldige
Frankreich versuchte die Militärjunta in Burma mittels einer UNO-Resolution zur Zusammenarbeit zu zwingen. Doch China stellte sich dagegen und verhinderte damit, dass den verzweifleten Opfer in Burma geholfen werden kann. China zeigt erneut, dass Menschenleben in ihren Augen nicht sehr viel wert sind. China wäre die Nation, welche das Burmesische Regierung überzeugen könnte, dass eine Öffnung des Landes notwenidig ist.

Zeichen der Zeit
Im Tagi berichtete am Dienstag ein Journalist aus dem Katastrophengebiet. Er traf einen Astrologen, der ihn darauf aufmerksam machte, dass nur die grossen Bäume, die kleinen aber nicht entwurzelt wurden. Daraus schloss er, dass in Burma demnächst die Mächtigen stürzen würden.
Da hoffe ich doch, dass der Magier die Zeichen der Zeit richtig deutet und auch die starren Strukturen in China bald erschüttert werden.

Wie kann man helfen?
Übrigens sammelt Word Vision für das Krisengebiet. Da sie seit vielen Jahren Leute vor Ort haben, ist es Ihnen auch möglich direkt zu helfen.

Der Blick schrieb dazu:
Die Organisation World Vision holt einige der mehr als 500 einheimischen Mitarbeiter zum Training nach Bangkok. «Sie lernen in drei Tagen, wie man Sanitäranlagen aufbaut und wartet», sagt James East in Bangkok. «Die nächste Gruppe macht einen Schnellkurs in Buchhaltung.» Zudem suche World Vision im Ausland Exil-Burmesen, die als Helfer in ihre Heimat gehen wollen.

Mit 80 Franken kann man einer Familie ein Überlebenspaket mit Wasser, Reis, Kochgeschirr, Decken, Kleidung, Plastikblachen und Medikamenten sichern. Hier geht’s zu World Vision Schweiz.

Foto OL Quiz

Friday, May 16th, 2008

Foto OL Quiz

Eine weitere Folge unserer Foto-OL Quizserie. Wo sind wir? Etwas genauer als die Stadt müsste es sein ;-)

Gandhi codet bei Microsoft?

Thursday, May 15th, 2008

Während meinen Kämpfen mit [Achtung: Techie-Sprache] C# und XML Serialization und Deserialization bin ich auf eine ganz neue Einsicht gestossen:

I have grown to like it so much that now I think that all the problems of the world (hunger, plagues, politics, terrorism and poverty) can be solved by doing some xsd.exe and C#

Wir sollten alle etwas C# lernen.

Local.ch antwortet

Thursday, May 15th, 2008

Ich habe die kompletten Antworten von Local als Kommentare unter den letzten Beitrag “Local.ch ist schmerzhaft Web 1.0” gesetzt.

Local.ch ist schmerzhaft Web 1.0

Wednesday, May 14th, 2008

Local - zu viele Resultate ohne Bewertung

Tut mir leid, das sagen zu müssen: Local.ch ist einfach nicht auf der Höhe im Bereich ihrer Internet-Aktivitäten. Über ihre anderen Kerngeschäfte kann ich nicht urteilen. Sie jagen mit höherer Priorität Werbegelder als Nutzernutzen – und haben (noch) nicht begriffen, dass Ersteres viel einfacher zu schnappen ist, wenn durch Zweiteres mehr “Publikum” da wäre.

Kleines Beispiel:
(more…)

Marketing-Lügner

Tuesday, May 13th, 2008

Because consumers prefer fantasy to the truth, the marketer’s duty is to be “authentic” rather than honest, to “live the lie, fully and completely” so that “all the details line up”-that is, to make their falsehoods convincing rather than transparent.

Auszug aus der Beschreibung des Buchs “All Marketers Are Liars: The Power of Telling Authentic Stories in a Low-Trust World” von Seth Godin.

Ich habe mich getrennt von 1’394’786’245’235’987 Bakterien

Friday, May 9th, 2008

Logitech KeyboardDie alle nur Schlechtes mir wünschten. Ich bin frei! Und nebenbei habe ich jetzt eine Tastatur, die sogar ein Kabel hat! Endlich sind Tastaturen mit Kabel ausgereift genug – man braucht nicht mehr diese dummen Kabellos-Dinger. Wer will denn eine Tastatur ohne Kabel, das geht mir nicht in den Kopf. Ich hatte jetzt x-Jahre eine solche und bis auf den Umzug von Bremgarten nach Rapperswil hätte sie ruhig aufgeschraubt sein können. Well then.

Die neue Tastatur frisst nicht einfach nur weniger Strom, sondern hoffentlich auch weniger Bakterien und das Beste daran: man kann drücken und Zeichen erscheinen am Bildschirm. Und zwar schon ab 1x drücken! Bringt neue Freude ins Schreiben – Juhuu! Ich bin begeistert. Das Ganze nur für CHF 30 oder so, unglaubliche Technik. Ausserdem finde ich sehr krass, dass die Zusatztasten für Lautstärke opsi und nidsi usw bestens in Ubuntu funktionieren.

Meine wirren Gedanken

Thursday, May 8th, 2008

Euro 08
Ja, es ist bireweich, einer Lunge voll komprimierter Luft mit Lederhaut nachzurennen und sobald eingeholt, wieder wegzukicken. Klar wird die Schweiz in einem Ausnahmezustand sein, wegen diesem Vereinsevent. Und ja, zuviel Steuergeld geht drauf und die Uefa als gemeinnütziger Verein ist praktisch steuerfrei, weil sie den Sport so effizient fördert. Aber: können wir diese Tatsachen nicht einfach hinnehmen und uns mitnehmen lassen in eine Zeit, die etwas anders sein wird?

Am dringendsten brauche ich folgende Bildli: 209, 213, 217, 247, 398, 414 (aber es fehlen mir weitere).

Raucherproblem
Wir haben neben dem Ambrosia- immer noch ein Raucherproblem in der Schweiz. (Das sehen die meisten wohl so). Könnte man nicht einfach eine Mindestmenge an Schadstoffen pro Zigi festlegen. Oder einfach Zigis mit Filter verbieten? Würde das helfen? Letzthin wiederum hab’ ich gelesen, dass die Raucher sowieso schon 95% ihrer verursachten Kosten durch die Stängelsteuern bezahlen – vielleicht ist das Problem kleiner als alle denken. Und jedes Bashing drängt den Raucher zur nächsten Zigi. Lassen wir das also.

Kirchenwerkzeug
Ich bin mir immer noch nicht so sicher, ob die Kirche* ein Werkzeug des Teufels oder was Göttliches ist. Ich bleibe der Sache auf der Spur. Da muss man immer wieder versuchen, frisch an die Sache ran zu gehen – blaue Augen muss man einstecken können. Bitte extrem überlegt vorgehen, wenn du planst, darin Energie zu investieren. “Und wenn ich wählen kann, lieber ausserhalb wirken?” Vielleicht ja.

* – mit “Kirche” meine ich hier die Kirchen-Institutionen (Staatskirchen und staatsunabhängige Kirchen, mit Erfahrung v.a. in letzteren)