
Was fällt auf an diesem Screenshot? Genau. Es sieht aus, wie die Website der Raiffeisen, die URL lautet aber www.reiffeisen.ch mit “e” statt “a”. Sofort kommt ein mulmiges Gefühl auf: es muss sich um eine Gaunerwebsite handeln.
Die Tricks der Kriminellen
Solche Tricks werden häufig von Betrügern verwendet, um an die Benutzerdaten von Kunden zu kommen. Diese Gauner bauen also eine Website, die genau so aussieht, wie die Original-Website. Sehr leicht möglich, indem man das Original einfach kopiert. Dann werden “Kunden” mit sogenannten Phishing-E-Mails die auf diese Seite gelockt. Der Besucher merkt nicht sofort, dass “Raiffeisen” falsch geschrieben wurde (wer war nicht überrascht vom “Genau.” am Anfang dieses Artikels?). Er loggt sich nichtsahnend fürs E-Banking ein. Schon hat der Gauner die Zugangsdaten ergattert und kann sie zum Nachteil des Bankkunden einsetzen.
Die Kopie der Über-Progressiven
Eine seriöse Bank wird vor solchen Machenschaften warnen. Die Raiffeisen geht etwas gar progressiv vor – eindeutig zu weit. Sie betreibt eine Kopie ihrer Website – genau so, wie es der Feind auch tun würde. Welche Plattformen sind nun echt und welche nicht? Ein Normalbenutzer hat keine Chance, dies zu erkennen. Auch ich musste über den Who-Is-Eintrag gehen, um herauszufinden, dass diese Adresse wirklich der Raiffeisen gehört.
Es macht für eine Bank durchaus Sinn, solche ähnlich lautenden Web-Adressen zu kaufen – wenn ein Besucher aber darauf ankommt, sollte er immer zur entsprechenden Stelle auf der wirklichen Adresse weitergeleitet werden – so kämen diese Fragen nicht auf.
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