Abenteuer Dreh

Seit Ostern steckt der FENSTER ZUM SONNTAG – Talk in einem neuen Kleid. Wir sind nicht mehr im Studio, sondern drehen an Orten, die einen Bezug zu unseren Gästen und Themen haben.
Zu meiner Arbeit gehört die Suche nach diesen Locations. Das heisst, ich überlege mit dem Gast, wo wir den Talk drehen könnten. Ich besuche die vorgeschlagenen Orte mit dem Regisseur. Vor Ort überlegen wir, wie wir die Geschichte aufbauen und erzählen könnten. Die Reko ist auch wichtig, um die Umgebungsgeräusche wahrzunehmen. Manchmal gibt es Lärmquellen, die man nicht erwarten würde, die aber den Talk stören würden.
Dreh auf dem Platzspitz
Als ich vor ein paar Wochen auf dem Platzspitz drehte, musste ich bei der Polizei eine Drehgenehmigung anfordern. Zürich ist sehr strikt, ohne Drehbewilligung könnte die Polizei uns von öffentlichen Plätzen schnell verjagen. Der Brunnen am Anfang des Parks plätschert recht laut, ich bat das städtische Wasserwerk, den Brunnen während den Aufnahmen abzustellen. Das klappte.
Chinesen in der Kathedrale
Letzten Donnerstag waren wir wieder für eine Sendung unterwegs. “I-search.god” ist der Titel und unsere Praktikantin ist die Redaktorin. Ich unterstütze sie bei Ihrer Arbeit. Am morgen drehten wir in der Kathedrale St. Gallen.
Eine Gruppe asiatischer Touristen bestaunte die Kathedrale und verzögerte unseren Dreh. Der Regisseur fragte, ob jemand Chinesisch könne. Am Abend zuvor lernte ich dank meiner Mandarin-iPhone-Applikation eine wichtige Redewendung: Zuokai – Go away. Ich witzelte mit der Crew, dass ich nun zu unseren ausländischen Touristen gehen könnte und Zuokai, zuokai sagen könnte. Kaum beendete ich meinen leisen Witz, hasteten die Chinesen aus der Kirche. Ich hoffe, dass es Zufall war;-) .
Aufstieg zum Turm
Am Schluss stiegen wir noch auf den Turm, um dort den Talk weiter zu führen. Auf unserer Reko waren wir auch auf dem Turm, aber heute erwartete und eine andere Geräuschekulisse: Auf dem Vorplatz der Kathedrale zerlegten Arbeiter ein Bühnengerüst, das Hämmern war extrem laut.
Es war 11.15 Uhr. Um 14 Uhr hatten wir den nächsten Dreh in Zürich, wir konnten also nicht bis zum Mittag warten. Auch in einem solchen Moment wünsche ich mir das Studio nicht zurück, Lösungen zuchen und improvisieren ist einfach spannender: Die Praktikantin und ich stiegen die vielen Treppen herunter und suchten den Chef des Bautrupps. Er war bereit seine Mannschaft eine halbe Stunde früher in den Mittag zu schicken und wir konnten in Ruhe unsere Aufnahmen beenden – Vielen Dank.
Ab ins Internet
Am Nachmittag produzierten wir einen weiteren Teil der Sendung. Unser zweiter Talk-Gast war Matthias Langhans. Er leitet die Website www.gottkennen.ch. Als passende Location suchten wir einen “Serverraum”. Wir fragten Google, search.ch und andere an, ob wir bei ihnen drehen dürften. Leider gab es zuerst nur Absagen. Schliesslich gewährte Fredy Künzler von INIT7 uns Zutritt zum Datacenter Layer-one. Dort führte Ruedi Josuran zwischen Kabeln und Servern ein weiteres Interview.
Ausstrahlung
I-search.god – Ich suche Gott: Heute suchen wir alles im Internet, sogar Gott. Lässt er sich dort auch finden, oder doch eher in der Kathedrale in St. Gallen? Diesen Fragen geht diese FENSTER ZUM SONNTAG Sendung nach. Ausgestrahlt wird sie am 12. und 13. September auf SF2.








July 22nd, 2009 16:18
Das ist aber nett, dass das Wasserwerk den Brunnen so einfach abgestellt hat. Da hätte ich mit mehr Problemen gerechnet.
July 24th, 2009 14:23
[...] wurden mir getwittert. Wir landeten schlussendlich bei Layer-one. Ich bloggte kürzlich darüber: Abenteuer Dreh. Herausforderung Multimedia: Für unsere Reise kaufte ich Final Cut, damit wir unterwegs unsere [...]
September 14th, 2009 23:03
[...] Applikation half mir bereits einmal auf einem Dreh in der St. Galler Kathedrale. Ich berichtete auf http://www.steinis.ch darüber. Danke für [...]