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Archive for the 'Emerging Church' Category

Sorry, aber alles muss sich ändern.

Saturday, October 6th, 2007

Habe nichts mit russischen Raubkopierern und den Harry Potter Bänden zu tun. Und über welchen sibirischen Server “greyowl” vor der Veröffentlichung des Buches “Everything must Change” an den Text kam, will ich offiziell nicht wissen.

Everything must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of HopeWas mich aber mit dem Buch verbindet ist der Author – der (in Kombination u.a. mit schon vorhandenen Gedanken) mein Inneres deftig durchgerüttelt hat in den letzten vielleicht 2 Jahren. Es war ist eine spannende Zeit von Diskussion, Argumentation, Erlebnissen und Umdenken. Auch wenn einiges noch schmerzt. Und obwohl in gewissen Themen eine extreme Unzufriedenheit mit dem Status Quo wächst. Nicht nur schön, sowas. Bin sehr dankbar, nicht alleine, sondern mit einier (kleinen) Gruppe von Freunden in dieser Geschichte drin zu sein.

Wer ahnt, dass die revolutionären Aussagen von Jesus mehr Beachtung verdienen als die Kirchen in ihrem momentanen Zustand, der findet in mir einen Weg-Genossen und in den Büchern von Brian McLaren Inspiration, quere Gedanken und Unzufriedenheit.

Anhand der Schriftrollen aus Sibirien nimmt “greyowl” das Buch “Everything must Change: Jesus, Global Crises and a Revolution of Hope” in seinem Blog durch. Seine Warnung:

Lies das Buch nicht … wenn Du als frommer Christ nicht Deine Eingeweide zum Rumoren bringen willst!

Ich freue mich auf das Hörbuch.

Kirche als Dorfkino

Sunday, September 16th, 2007

Am Mittwoch nahm ich in einem Beitrag die Frage des Tagis auf, ob es immer mehr Christen geben kann, wenn immer weniger Leute in die Kirche gehen? Die Tagiwerbung zeigt, wie es passieren könnte:

tagi2.png

Dieser Weg ist wohl eher unwahrscheinlich. Ich kann mir aber durchwegs vorstellen, dass es trotz weniger Kirchgänger mehr Christen geben könnte. Und zwar wenn ein Christ nicht mehr durch den wöchentlichen Kirchgang definiert wird, sondern durch seinen Lebensstil.

Ich bin auf einen Text von Hape Kerkeling gestossen. Er ist aus seinem Buch “Ich bin dann mal weg”, das er nach seiner Pilgerzeit auf der Jakobsweg geschrieben hat. Vielleicht lohnt es sich doch, in die Kirche zu investieren:

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Tagi’s Frage des Tages

Wednesday, September 12th, 2007

Gestern hat der Tagi folgende Frage aufgeworfen:

christen.png

Ist das möglich?

Praystation 2.0

Sunday, July 29th, 2007

O2: mal anders, Teil IIIBist du aktiv auf deiner spirituellen Reise?

Im August 2006 schrieben wir über den von uns spontan gekaperten Gottesdienst zum Thema “Schöpfer in der Natur erkennen und Staunen”. Damals in Bremgarten. Mittlerweile ist fast ein Jahr vergangen, wir haben unser geographisches Umfeld komplett geändert, uns eingelebt – und waren somit wieder bereit, ein weiteres Experiment in dieser Richtung durchzuführen…

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Patriotism – Bomben der Liebe

Sunday, July 29th, 2007

Bomben der Liebe

(via Tall Skinny Kiwi)

Schöne neue Welt

Sunday, March 25th, 2007

Zum Verständnis: “modern” heisst nicht mehr “neuartig”. “post modern” ist das, was nach dem mittlerweile nicht mehr neuen “Modernen” gekommen ist…

Auch “Grumpy Old Man” ;-) findet Gutes an unserer postmodernen Gesellschaft, eine bunte Mischung als älteren, modernen Semestern und jüngeren, postmodernen Semestern. Das Thema hat mich seit wohl schon fast ein Jahr “gefesselt” – gerade auch in Bezug zu spirituellen Fragen bzw der (Abseits)Stellung der Kirche in der Postmoderne.

Verschiedene Blogger bloggen zum Thema aus der Sicht der Postmoderne – ich finde es aber noch einiges interessanter, hier die Gedanken zu lesen, die jemand von der anderen Perspektive dazu hat:

Der Paradigmenwechsel hat stattgefunden; er ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil, er hat sehr wertvolle Elemente, wenn man sie akzeptiert (und die Eu40 müssen sie ja nicht akzeptieren, sie leben sie einfach, weil sie nie etwas anderes erlebt haben):

* Respekt für jedeperson
* Ehrlichkeit
* Glaube an eine spirituelle Welt und Sehnsucht nach übernatürliche Erfahrungen
* Bereitschaft zum Zuhören, so lange nicht von oben herab gepredigt wird
* Betonung auf Beziehungen, Gemeinschaft, Liebe
* Mitgefühl für Schwache, Benachteiligte
* Bereitschaft zum Teilen
* Desinteresse an Materialismus, usw.

Wer sich mit Postmoderne und Kirche auseinandersetzt (auch unbewusst: man fragt sich, weshalb so vieles nicht mehr funktioniert), sollte den ganzen Artikel lesen. Gerade wenn es darum geht, Veränderungen in Kirchen in die Wege zu leiten, müssen Moderne und Postmoderne zusammen spannen und voneinander lernen, die Gedanken kennen.

Und wer ganz postmodern nicht Text lesen mag kann auch ganz postmodern einfach seinen Jahrgang in meiner Skizze suchen und daraus seinen Postmodernivitätsindex errechnen erkennen. In der Zwischenzeit begebe ich mich in das eher moderne O2-Happening (Gottesdienst), hören was Pfarrer Sieber den Jungen zu sagen hat…

Wechsel zur Postmoderne

Wandel der Kirche

Friday, January 5th, 2007

Früher haben die Menschen die Wahrheit vor allem in der Kirche gesucht, heute wird die Wahrheit vor allem in den Medien gesucht und daraus die eigene Weltansicht gezimmert.

Vor einigen Wochen war in der Zeitschrift IdeaSchweiz ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Roger Blum. Es war ein interessantes Gespräch über Boulvard-Journalismus, Medienmacht und dem Stellenwert des christelichen Glaubens in unseren heutigen Medien. Es ist die tägliche Arbeit von Roger Blum die Medien und ihre Relevanz in der Gesellschaft zu beobachten. Er sieht den Vertrauens-Verlust in die Kirchen in den 68-er Jahren. Seit dort sind die Leute individualistischer geworden. Man will sich heute nicht mehr so schnell an eine Institution binden. Auf die Frage, was die Kirchen falsch machen meint Blum:

Die Kirchen haben sich teils auch zu wenig gewandelt. Die Form der Gottesdienste mit der Einwegkommunikation ist kaum mehr zeitgemäss.

Blum macht sich wohl wenig Gedanken darüber “wie Kirche sein sollte”. Aber er verfolgt die Entwicklung der Gesellschaft. Seine Aussage finde ich deshalb sehr spannend. Das bestätigt mir einmal mehr, dass Kirche nicht mehr nur noch von “vorn/oben” gemacht werden sollte, sondern dass die Partizipation der Gottesdienstbesucher immer wichtiger wird.

Glaubenssache – Eine Ausstellung für Gläubige und Ungläubige

Tuesday, December 19th, 2006

glaubenssache2.JPGAm Samstag besuchten wir mit zwei Freunden die Ausstellung “Glaubenssache – Eine Ausstellung für Gläubige und Ungläubige” im Zeughaus-Areal in Lenzburg. Schon bevor man das Gebäude betritt, setzt sich jede/r Besucher/in mit dem eigenen Glauben auseinander. Zwei goldige Türen trennen die Besucher: Eine Tür ist für Gläubige und eine für Ungläubige. Die Türen führen in die gleiche Ausstellung. Die beiden unterschiedlichen Parteien begegnen dem Thema auf unterschiedliche Art und Weise.

Ich habe mich auf den Weg der Gläubigen gemacht. Um mein Hals baumelte ein USB Stick. An drei Stationen konnte ich diesen in einen Schlitz stecken und mich anhand einiger Fragen mit meinem eigenen Glauben auseinander setzen. Die Antworten legten am Schluss meinen Glaubenstyp fest.

Neben diesen Stationen hat es vor allem multimediale Posten. Sieben verschiedene Personen erzählen von ihrem Glauben: Das Spektrum reicht von einer jungen Jüdin, über den ICF-ler, bis zum konfessionlosen Geschäftsmann, der jeden Tag Zen meditiert. Sie erzählen in Video- und Audioform, was sie glauben, was für sie das Gebet ist und man bekommt sogar einen Einblick in die verschiedenen Gottesdienste und Meditationen.

glaubenssache1.JPGAuf dem zweiten Foto sind verschiedene religiöse Gegenstände zu sehen. Einige Sätze beschreiben, was den Besitzer mit der jeweiligen Objekt verbindet.
Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich dem Themenkreis Religion und Politik. Pro und Kontra wechslen sich zum Minarettstreit oder zum topaktuellen Thema “Weihnachten in der Schule” ab.

Die Ausstellung ist absolut erlebenswert. Es ist ein einfaches aber ansprechendes Konzept. Die ausgewählten Personen geben einen guten Überblick über “den Glauben” in der Schweiz.

Die Ausstellung “Glaubenssache” ist noch bis Ende April geöffnet.

Emerge.

Friday, November 10th, 2006

Wir beschäftigen uns seit einigen Monaten (unbewusst seit Jahren?) mit neuen Formen von christlicher Spiritualität. Klar scheint zu sein, dass die Formen, die viele Kirchen verwenden wieder mal eine Generalüberholung nötig haben, um für die Gesellschaft relevant zu werden. Eine neue (echtere? persönlichere?) Form von Kirche wird “Emerging Church” gelabelt. Hab dazu einen interessanten Beitrag von “abc” gefunden…

Wichtig scheint mir folgende Ergänzung: in den letzten vielleicht 20 Jahren ging es vielen Kirchen (zB mit Einsatz von Multimedia und Rockbands im Gottesdienst) darum, zu zeigen, dass Kirche peppig sein kann. Das ist nicht neu und hat nichts mit dieser neuen Bewegung zu tun. In der “Emerging Church” geht’s wie ich sehe mehr darum, zu sein wie man ist, die Spiritualität nicht mehr zu verstecken. Keine grossen (kalten) Shows mehr in den Kirchen – dafür mehr Gemeinschaft, mehr soziales Engagement (Taten), mehr Mitmachen, mehr ganzheitlichere Mystik und Spiritualität. Mehr Berührung mit Gott. Oft mit sogenannten PrayStations, wie im Video kurz gezeigt wird.

Respekt vor Natur

Tuesday, August 8th, 2006

Respekt 2Irgendwann in der Ferienzeit, kam die Idee auf, den Gottesdienst vom 6.8. zu übernehmen. Zum Thema “Staunen” bzw. “die Genialität Gottes in der Welt erkennen”. Wir vier sassen also in Ungarn am Plattensee bei ungarischem Stierblut-Wein in Frieden zusammen, um unsere Ideen auszutüfteln. Vom Stil her sollte es schon “postmodern” sein, was an sich keine Definition ist. Es sollte aber verschiedene parallele Eindrücke haben, der Teilnehmer sollte wählen können, was ihn anspricht. Zudem sollte er die Möglichkeit haben, auf verschiedene Arten aktiv am Ganzen teilzunehmen (falls er will).

Praktisch so: dunkler Raum. Linker Beamer zeigte nonstop den Naturfilm “Deep Blue” (Wasserleben). Rechter Beamer zeigte Menschengesichter von verschiedenen Nationen. Mittlerer Beamer war wie gewohnt für die Liedprojektion – mit Naturbildern im Hintergrund.

Ich durfte den ersten Satz sprechen (quasi die Begrüssung) in der Art: “zu was seid ihr nützlich? ihr nennt euch weise, in all diesen Jahren habe ich jedoch nichts von euch gelernt!”. Solche kontroversen Morgenschocks lassen ein Blogger-Herz höher schlagen ;-) Das war der Anfang einer Geschichte vom Kaiser und einem Kind. Pointe: das Kind brachte den Kaiser dazu, die Welt (oder andere Menschen) nicht von oben herab anzusehen, sondern wieder neu aus den Augen eines Kindes.

Darauf folgte eine Zeit zu Wundern der Natur (zB am Menschen) und der Technik. Staunen über die Länge von irgendwelchen ausgebreiteten menschlichen Innereien und so.

RespektEs folgte eine ausgedehnte Zeit des Mitmachens. Einerseits wurde gesungen, parallel dazu konnten die, die wollten das “Abendmahl-Ritual” ausüben (was nicht sehr rege, eigentlich gar nicht, genutzt wurde ;-) ). Zudem hatte man die Möglichkeit, Dinge aufzuschreiben, die einen in’s Staunen über Gott bringen. Um das auszudrücken konnte man dann an eine von 3 Stationen gehen (kleine Tische mit Duftlämpchen und der Bibelstelle von den wie Rauch aufsteigenen Gebeten) und dort in ein Mikrofon diesen Satz lesen. Auf einem PC wurden die Stimmen gesammelt, mit Effekten versetzt und später dann als halbverständliches Stimmengewirr-Potpourri abgespielt (Idee von Kubik, danke!).

Ein kleiner Gedankenanstoss und dann einige praktische Ideen, wie das Staunen über die Natur unseren Alltag verändern könnte rundeten das Ganze ab.

Perfekt war es noch lange nicht, die Feedbacks waren aber zum grössten Teil positiv. Für einige war es sicher etwas ungewohnt – es kamen aber Feedbacks von Leuten, die auf weitere solche Gottesdienste hoffen. Für mich und Judith war es aber (wegen unserem bevorstehenden Umzug) wohl der letzte Morgen, den wir komplett mitgestalten durften.