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Archive for the 'Gastbeiträge' Category

Die Essenz der Gemeinschaft

Friday, May 2nd, 2008

Gastbeitrag von Roman Hanhart.

Gemeinschaften ziehen mich an, faszinieren mich und ich bewege mich gerne in ihnen. Es ist mir oft ein Anliegen, der Gemeinschaft einen Dienst zu erweisen, denn so verfestigt sich die Vernetzung, die Verbindung bekommt nebst der ideellen Eigenschaft auch noch eine praktische Komponente. Natürlich fallen nicht alle Gemeinschaften unter die Kategorie, sondern jene, welche inhaltlich und von der Philosophie her zu mir passen.

Eine solche lose Verbindung oder Gemeinschaft sehe ich in den Barcamps. Viele der Menschen, die regelmässig jene Veranstaltungen besuchen, kenne ich mittlerweile. Aber es kommen auch immer wieder neue Gesichter hinzu und somit die Chance, andere Menschen, andere Ansichten, Schwerpunkte und Meinungen kennen zu lernen. Es haben sich handfeste Freundschaften daraus gebildet, die wir auch ausserhalb der Barcamps weiter pflegen.

Aber welches sind die Gründe, die die Faszination an solchen Veranstaltungen so stark leben lassen? Eine einfache Frage; aber wohl eine schwierige Antwort. Im Grunde ist es die Freude an einer Gemeinsamkeit. In diesem Fall eher eine ideelle, die durch das Interesse an der Technik gesäumt wird. Es sind die Menschen, die gerne teilen, bekommen, weiterreichen. Ohne zu fragen, was mit dem Gut passiert. Sie geben es einfach her. Auf der andern Seite bekommen sie vielleicht ein Gegenstück dazu. Es geht um das Wissen, um das Anwenden, das an BarCamps auf einer sozialen Schiene ausgetauscht wird. Es sind die Gespräche zwischen den Sessions, der Austausch an Erfahrungen. Aber auch beim Essen und beim Rauchen (!) entstehen manchmal tiefsinnige Gespräche. Die Barcampler fasziniert etwas, das sie alle verbindet: Die Freiheit zu geben und zu nehmen.

Unterstützt wird das „wohlige und kuschelweiche“ Gefühl an einem BarCamp wohl noch durch den Umstand, dass wir uns nicht im Alltag befinden und Situationen weit entfernt sind, bei denen wir uns gegenseitig nerven würden. Es ist also eine besondere Situation, die Aufmerksamkeit ist auf das Wesentliche fokussiert. Es sind Momente, die mich vergessen lassen, welcher Tag heute ist, wie spät es ist oder wo ich wohne. Das ist ein Zeichen, dass ich mich ganz dort befinde.

Wenn dann das BarCamp zu Ende geht, fahre ich meist mit etwas Wehmut nach Hause. Zurück in den Alltag, dort wo ich mich wieder um Dinge kümmern darf, die vielleicht etwas unangenehm sind. Zurück lasse ich eine Gemeinschaft, in der ich mich aufgehoben gefühlt habe; als Teil des Ganzen und als Beschenkten. Und wenn ich es genau überlege, so lasse ich die Gemeinschaft nicht zurück. Denn dort ist sie nicht mehr. Sie ist dort, wo sie wahrgenommen und geschätzt werden kann.

Judith und Sam sind für mich beides Menschen, die gelernt haben, selbst eine Gemeinschaft zu sein, darin zu wirken, durch und mit einer Gemeinschaft ein Manifest zu erschaffen. Es ist eine Tugend, in einer Verbindung zu wirken; eine Eigenschaft, die heute wohl immer mehr in Vergessenheit gerät. Vielleicht erinnern wir uns einst wieder daran, dass wir sehr viele Verrichtungen, Entscheidungen und schwere Zeiten besser bewältigen können, wenn wir uns zusammentun. Das Individuum geht nicht unter, im Gegenteil: Es kommt in einer tragenden Gemeinschaft voll zur Geltung.

Wer braucht den Sensemann?

Thursday, March 13th, 2008

Gastbeitrag von Dan Dee.

Ist Dir langweilig? Keine Spannungen in Deinem Leben? Dann hab ich Dir einen Tipp: besuche ein bekanntes Christen-Forum.

Ganz bestimmt werden die Kirchenkritiker die Christen mit Argumenten bombardieren, warum diese auf dem Holzweg sind und ihnen Schwäche unterstellen, da ja nur die sozial Benachteiligten einen Gott brauchen, um sich an ihn zu klammern. Sie werden auftrumpfen mit den gängigsten Geschichten und uns vor Augen führen, dass die Christenheit ein naives, intollerantes und geistig beschränktes Völkchen ist. Ja, das sind sie, zum Teil zumindest… aber mehr dazu später.
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