In der ersten Nacht in Litein raubte mir vor allem das kleine Bett den Schlaf. Zu kurz für Sams lange Beine und recht schmal für zwei Personen, erwachte ich bei jeder Drehung von Sam. Wir schliefen beide gleich gut.
Ich war zuversichtlich, dass die Rückreise nach Nairobi klappen würde. Den Höhepunkt an emotionaler Anspannung hatte ich bereits in Nairobi erlebt, am Tag nach der Bekanntgabe des Wahlresultates. Diesmal macht Andrea die Ungewissheit zu schaffen. Gut, dass wir da unterschiedlich sind. So können wir einander stützen und Mut machen.
Rückfahrt ist organisiert
Bei Familie Joyline gibt’s Chai und Kenyanisches Gebäck. Vater Jackson erklärt, dass ein Cousin bereit sei, uns am nächsten Tag nach Nairobi zu fahren, ein weiterer Cousin würde uns begleiten. Da sie zu zweit sind, beschliessen wir, dass wir auf die Polizeibegleitung verzichten (auch aus finanziellen Gründen).
Die drei Wochen, die wir mit den Menschen in Litein verbringen wollten, waren nun also auf einen Tag geschrumpft. Es sollte ein programmreicher Tag werden.
Gastfreundschaft pur
Nach dem Frühstück gingen wir mit der Familie in die Kirche, die bereits vor einer halben Stunde begonnen hatte. Wir waren nicht die Letzten. Nach dem Gottesdienst gabs Chai für uns Gäste. Danach konnten wir endlich unser “Übergepäck” verteilen. Wir brachten 120 kg Gepäck nach Kenya, wobei gut die Hälfte davon Kleider und Geschenke für Familien in Litein waren.
Bei einem Besuch im Spital zeigte uns Andrea ihren das Labor, ihren ehemaligen Arbeitsort. Mittagessen gab’s bei Mama Kim. In diesem vollen Tag spielten wir am Nachmittag mit Mama Kim’s Kinder Eile mit Weile. Eindrücklich, wie wenig es braucht um diesen Menschen eine Freude zu bereiten.
Tee und Sandwitch bei Doktor Kerich rundeten das Nachmittagsprogramm ab, so dass wir schlussendlich mit vollen Bäuchen wieder bei Mama Joyline zum Nachtessen landeten. Ihre Chapatis schmeckten ausgezeichnet.
Bereits heisst es Abschied nehmen:
