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Archive for the 'Phil. & Religion' Category

Niederlage für Minarette und Jesus

Wednesday, December 2nd, 2009

minarette

Der Islam und unsere muslimischen Freunde haben ein Vertrauensproblem, das sie dringend angehen müssen (um nicht ganz verboten zu werden). Wenn die gemässigten Muslime dazu aufgerufen werden, sich stärker von Extremismus in diversen Ecken des Islams zu distanzieren, dann sind solche Aufrufe absolut berechtigt.

Ich distanziere mich hier als überzeugter Jesus-Nachfolger (”Christ” nenne ich mich aus Rücksicht auf meine Gallenblase und zur Beruhigung etlicher selbsternannten Christen seit einiger Zeit nicht mehr) vom Resultat der Minarettverbot-Initiative. Das Minarett-Verbot ist eine Niederlage für den christlichen Glauben.

Jesus lehrt gegenseitigen Respekt, Achtung und Offenheit gegenüber Fremden und ruft zu einem Miteinander über Grenzen hinweg auf. Jesus kennen lernen heisst u.a. auch eine Grundbefreiung von Ängsten (nicht, dass ich keine Angst hätte, blind und blutt über die Autobahn zu rennen, gewisse Hemmungen sind gesund, wie Mani Matter schon sang).

Der Gegensatz von Befreitheit wurde am Wochenende proklamiert - die Schweiz sagt der ganzen Welt: “wir haben Angst vor euch”. Und es stimmt wohl auch - die Schweiz bräuchte Befreitheit.

EdU, die (üblen) Kreuzritter
Wer sich von der Idee, die EdU sei eine christliche Partei, blenden lässt und denkt, das Christentum könne hoch gehalten werden, indem andere Religionen möglichst klein gehalten werden - täuscht sich.

Gewaltfreiheit statt Waffen
Diese abstruse Idee verneint Jesus: Unterdrückung wird nicht mit Waffen begegnet - man hält die andere Wange hin (ja, es tut weh). Man begegnet seinen vermeintlichen Feinden - mit Liebe, auch wenn so nicht alle Feinde Freunde werden. Versucht es zumindest (die EdU macht mir das schwer).

Dies sollte man auch gegenüber selbsteingebildeten Feinden und Bedrohungen tun. Muslime sind Freunde, nicht unsere Unterdrücker oder Feinde. Frieden erreicht man nicht mit Gewalt (Minarettverbot ist Zwang/Gewalt/Religionsfreiheitsentzug).

Der Islam hat unschöne Seiten - viele Frauen beispielsweise werden davon erzählen können. Blutfehden usw. Wie auch das Kastensystem im Hinduismus, Sklaverei bei tibetischen Buddhisten oder Kreuzfahrten und Ablasshandel in der Kirche und Höllenprediger bei den Christen. Diese Dinge verharmlose ich keineswegs und da muss auch der Islam “über die Bücher”.

Mutige werden sterben
Christsein zu leben braucht Mut. Nur Mutige werden dran bleiben können, wenn grosse Symbole des mächtigen Christentums durch andere Bauwerke ersetzt zu werden “drohen”, oder vielmehr wenn Ungerechtigkeit und Gewalt nahen. Manch ein Mutiger wird umgebracht werden - von wem auch immer. Das passiert täglich.

Wer ein starkes Christentum durch Einschränkung von Muslimen erreichen will, handelt gegen die Aussagen von Jesus und wie das kleine Kind:

When I was young, I kept praying for a bicycle. Then I realized God didn’t work that way - so I stole one and asked for forgiveness.

Stimmt man heute also für ein Minarettverbot und bittet danach scheinheilig um Vergebung? Meine Güte.

Teilnehmer sein
Die Jesus-Subkultur ist nicht auf Bauwerke angewiesen. Nicht durch Bauwerke bedroht. Sie fühlt sich vielleicht von Kirchengebäuden und scheinheiligen -Programmen etwas eingeschränkt. Sie durchdringt jede westliche oder östliche Gesellschaft und verändert sie zum Positiven. Alle - ob Moslems, Buddhisten, Hindus oder Vespa-Fans - sind eingeladen, Teil dieser Subkultur zu werden, mutig zu werden und zusammen mit übernatürlichen Kräften und Gott einen Impact zu haben, ob nun die Glocken läuten, die Muezzins rufen dürfen oder nicht.

Viele Leser hier sind Teil dieser Subkultur - ohne es zu wissen (und vielleicht ist das auch besser so, da bleibt die Theorie/Theologie draussen). Keep going - make an Impact! Behaltet ruhig eure Vespas.

Bild: Voyage Anatolia

Was ist Social Media?

Friday, July 17th, 2009

What the F******k is Social Media? Hier eine kleine Präsentation über Social Media und weshalb es ernst zu nehmen ist. Die Präsentation ist schon über 1 Jahr alt aber immer noch recht aktuell, finde ich.

Die etwas wüste Formulierung sollte nicht zu sehr stören, nehme ich an. Den Inhalt lässt sich mehr oder weniger auch auf viele andere Bereiche unseres Lebens übertragen (Firma, Kirche, Verein). Denn was im heutigen Internet ankommt ist letztendlich ein Spiegel für das, was offline auf ziehen würde. Nur passieren Veränderungen im Internet einiges schneller.

„In unserem Gehirn liegt ein Fenster ins Jenseits“

Thursday, June 11th, 2009

susanne-schmid-gretherGlaube und Wissenschaft – eine ewige Feindschaft? Susanne Schmid-Grether sieht das anders. Die Theologin interessiert sich für Geistes- und Naturwissenschaften. In der Neurotheologie findet sie beide Lehren vereint.

Susanne Schmid-Grether (Infobox: zur Person), im Begriff „Neurotheologie“ (Infobox: Neurotheologie) liegt doch eine gewisse Spannung?

Nach unserem heutigen Empfinden vielleicht schon. Aber Geisteswissenschaften, wie die Theologie, und Naturwissenschaften gehen erst seit dem Zeitalter von René Descartes getrennte Wege. Er sagte, man müsse Geist und Materie voneinander trennen. Im Judentum waren Glaube und Wissenschaft immer verbunden. In der Neurotheologie finden Geist und Materie nun wieder zusammen.

Wie gehen Neurotheologen der Frage nach der Existenz Gottes nach?

Der Neurowissenschaftler Andrew Newberg testete bei einem Mönch die Gehirnaktivität während einer Meditation. Vor allem eine Gehirnregion war aktiv. Als die Konzentration ein gewisses Ausmass erreichte, gab es wie ein Überlaufen des Systems: Die Hirnareale, die zuständig für Raum- und Körperwahrnehmung sind, wurden ausgeschaltet. In diesem Moment fühlte sich der Mönch eins mit dem Universum und eins mit Gott. Dies erklärt, warum es zu einer solchen Wahrnehmung kommt.

Und wo steckt jetzt Gott?

Das Experiment beweist weder die Existenz noch die Inexistenz Gottes. Die Neurologie erklärt nur, was im Gehirn bei einer Gottesbegegnung geschieht. Die Antwort liegt in der Quantenphysik.
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Poker

Monday, May 11th, 2009

Poker is about making the best of what you are given. Not complaining about how much is given to others. Life is 10% what happens to you and 90% what you do about it.

Morgendämmerung

Sunday, April 12th, 2009

Ostern20091
Bereits um 5.30 Uhr zogen wir heute morgen los, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Der Himmel färbte sich vor dem Aufgang am schönsten. Dazu fand ich ein passendes Gedicht von Heidemarie Horaczek-Körnert geb. Brinner:

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Glaubwürdiges Christentum? #2

Saturday, February 14th, 2009

kapitel2
Ist es nicht besser, gar nicht über das Göttliche nachzudenken, als Gott zu kennen und das Gefühl zu haben, dass in der Synchronisation mit ihm etwas nicht stimmt?
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Glaubwürdiges Christentum? #1

Saturday, February 7th, 2009

kapitel1

Mein erster Schritt auf dem Weg mit dem erwähnten Buch. Ich möchte kleine Einblicke geben. Dinge anleuchten, die für mich hervorstechen.
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Dekonstruktion

Friday, February 6th, 2009

Old House

Das alte Haus. Irgendwie war es hässlich. Und doch war es halt MEIN gehegtes, altes Haus. An unzähligen Stellen hatte ich geflickt daran. Durch Sturmwinde aufgerissene Löcher in mühsamer Arbeit gestopft. Trotzdem stank es oft und Pilze befielen die Möbel. Vor ca. 3 Jahren musste ich kapitulieren und eingestehen: es hält nicht, auch wenn Erinnerungen dran hängen.
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Lichtkünstler

Sunday, January 25th, 2009

Lichtkünstler

Die Deko der jungen Künstler für den Gottesdienst heute Abend. Find ich genial. In echt an den Dimmern wirkts super. Sicher 100 evil Glühbirnen. Zu sehen in 20 Minuten im O2 Sunday Night - www.o2-online.ch

Gretchenfrage: Wer glaubt an Dich?

Sunday, October 19th, 2008

stimmung.jpgDie Frage nach der eigenen Religion ist in der Schweiz eine Gretchenfrage. Die meisten Eidgenossen glauben zwar an eine höhere Macht, aber an was oder wen man glaubt, diese Frage stellt man normalerweise nicht Leuten im Zug. Es ist Privatsache, ja schon fast intim. Also drehen wir die Frage mal um. Wer glaubt an Dich?

Es geht nicht um die Eltern, die an ihre Kinder glauben, oder Lehrer mit Ihrem Vertrauen in Ihre Schüler. Sondern, welche höhere Macht glaubt an Dich? Im Buch “Expedition zum Ich” habe ich anregende Gedanken dazu gefunden.
Es gibt in der Bibel die Geschichte des Zöllner Matthäus. Die Zöllner waren bei den Juden äusserst unbeliebt, weil sie ihnen Geld abknüpften und den Römern bezahlten. Sie galten als bestechlich und korrupt. Und zu diesen Zöllnern gehörte auch Matthäus. Sein Job brachte ihm einen gewissen Reichtum. Er führte kein schlechtes Leben. Eines Tages kam Jesus vorbei und forderte Matthäus auf, ihm nachzufolgen. Dieser liess sich nicht zweimal bitten. Er liess alles liegen und schloss sich Jesus an. Wie ist das möglich?

Lech acharaj - folge mir nach
Im Buch “Expedition zum Ich” wird auf diesen Satz von Jesus genauer eingegangen. Für die Juden damals war der Ruf “Folge mir nach” nichts Unbekanntes. Mit “Lech acharaj!”, wie es im Hebräischen heisst, riefen die Rabbiner ihre Schüler zum Studium der heiligen Schrift. Dabei ging es nicht nur um die Schriften, sondern sie eiferten in allem ihrem Rabbi nach, um deren Lebensstil einzuprägen. Die Rabbiner zogen jedoch nicht einfach durchs Land und beriefen ihre Jünger. Die Schüler gingen zu einem Rabbi und baten ihn um Aufnahme. Sie wurden einer strengen Prüfung unterworfen und nur bei wenigen Schülern sagte der Lehrer am Schluss “lech acharaj”. Wenige gehörten zu diesen Auserwählten.

Ohne Aufnahmeprüfung
Für Matthäus ist es eine riesige Chance, dass ein Rabbi ihn ruft - die Gelegenheit seinen schlechten Ruf los zu werden und einen neuen Lebensstil zu lernen. Der Unterschied zu andern Rabbinern ist gross. Matthäus muss keine Prüfungen ablegen. Jesus glaub an ihn und ruft ihn deshalb in seine Nachfolge. Der Zöllner wurde ein anderer Mensch, weil Jesus an ihn glaubte.

Von Gott berufen
Im Korinther-Buch in der Bibel steht: Schaut doch euch selbst an, Brüder und Schwestern! Wen hat Gott denn da berufen? Es gibt ja nicht viele unter euch, die nach menschlichen Maßstäben klug oder einflussreich sind oder aus einer angesehenen Familie stammen…Er hat sich die Geringen und Verachteten ausgesucht, die nichts gelten, denn er wollte die zu nichts machen, die in der Welt etwas sind. Diesen Vers verstand ich nie so ganz, er machte mir eher Mühe. Er gab mir das Gefühl, um an Jesus zu glauben, müsse man den Verstand ausschalten. Wenn ich den Satz nun aber aus dieser neuen Perspektive anschaue, verschwindet dieses komische Bauchgefühl. Jesus sieht, was in einem steckt, und daran glaubt er. Unabhängig von Herkunft, von Bildungsgrad, Erfolg oder Reichtum. Gottes Weltordnung funktioniert anders. Und weil Jesus an uns glaubt, können wir die Welt verändern.

Website Expedition zum ICH
Bildquelle: aboutpixel.de © Erik Krüger