Neues Kleid

Immerhin. Seit der Reise war so viel los, dass die Auswahl von Themen für Artikel hier zu gross ist. Irgendwie bremst das. Dieser Blog hat klassische Blogger-Blockade-Symptome gezeigt. Was ist die Lösung? Fangen wir mal mit einem neuen Theme (Widget-Ready!!) an.

Ich habe aber auch die Portraits von Judith und mir aktualisiert – da findet man heraus, an was wir zurzeit so dran sind, dass wir lange weg waren und nun einen Sohn haben (so simpel). Ich spare mir dadurch schonmal ein paar Updates hier :)

Wünsche euch und uns Inspiration.

Krankenkassenprämien. Juhui.

Man liest: Schweizer zahlen 300 Millionen zu viel für Medikamente. Man hört, dass pro Jahr bis zu einer Million Schweizer ihre Krankenkasse wechseln. Oft leider basierend auf Auswertungen von Gaunerportalen wie Comparis. Man weiss: Krankenkassen zahlen um die CHF 400 Provision für den Vermittler und rechnet – 1 Million x CHF 400 gibt nochmal 400 Millionen für nichts.

Einige Krankenkassen steigen immerhin langsam bei Comparis aus und das Bundesamt für Gesundheit hat einen unkommerziellen, neutralen Krankenkassen-Prämienvergleich online gestellt.

Zurück zur Rechnung: 300 Millionen und 400 Millionen = 700 Millionen. Gibt vielleicht CHF 100 pro Person und Jahr, die einfach an reiche Leute gehen für nichts. Klar, es ist etwas simpel gerechnet – wahrscheinlich geht noch viel mehr für nichts an Reiche.

There is a time…

Viele würden sagen, es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Auch mein inneres Schweinehündli nervt damit. Es ist nie der richtige Zeitpunkt, um…

  • …beide Arbeitsstellen zu künden, und auf eine unbestimmt lange Reise zu gehen
  • …in einer Militärdiktatur ein Kind zu zeugen (allerdings war immerhin Water Festival)
  • …ohne Jobs und Mitbewohner einen 10-Jahres-Mietvertrag für CHF 5k/Monat zu unterschreiben
  • …CHF 80’000 in ein gemietetes Objekt zu stecken (= zVilla)
  • …nach all den Ausgaben eine eigene Firma aus dem Nichts zu starten
  • …ein iPad 2 zu kaufen (dazu hab ich mich bisher nicht durchringen können)

Ich habe Stimmen gehört, die sagten, es sei eher dumm (soviel in ein Mietobjekt zu investieren). Andere, die sagten: ich will auch mal, irgendwann. Wer es gemacht hat, kann sagen: es hat das Leben bereichert, spannend gemacht. Manchmal ruft der innere Angsthase wieder nach mehr Sicherheit (passiert mir oft), aber Mr. Langeweile hat sich abgemeldet. Das will ich nicht vergessen. Mein Fazit deshalb:

Es ist nie der richtige Zeitpunkt, einen unbefriedigenden Job soviel Lebenszeit auffressen zu lassen. Unausgelebte Träume enden in Frustration. Zu viel Sicherheit lähmt.

Für was brauchst du den gut bezahlten Job, wenn die Freizeit nur noch aus TV, Internet, Grillieren und Bier besteht? (nicht, das die Dinge schlecht wären) „Noch ein Jahr gut verdienen“ zählt nicht, wenn man dann nochmal eins dran hängt.

Wir wohnen jetzt zentral in Rapperswil (2 Minuten vom Altstädtli, See und Bahnhof), in einem 12-Zimmer-Haus mit netten Freunden. Haben Sicht zu den Bergen, zum Schloss, zum See (von Dachterasse). Der Pizzamann ist unser Nachbar. Der Asiate auch. Sind Eltern geworden von Cadon „Der Fässler“ Steiner und ich habe die Social Media Agentur „alike“ gestartet, um Firmen zu helfen, mit den Veränderungen im Internet umzugehen.

Kleines Update nach Langem.

Online-Medien hören nicht zu

Wer kommt mit ans mehr? Online-Plattformen der alten Medien bauen zwar Kommentarfunktionen ein, lesen die Kommentare aber höchstens auf Regelbrüche, nicht auf ihren Inhalt hin. Old School Thinking: da kommt eh nichts Wertvolles. Dabei wäre da die Korrekturhilfe kostenlos und schnell.

Ich kann mich kaum an Zeiten erinnern, in denen man einen Text nicht nachträglich korrigieren konnte. Viele Journis leben noch in dieser alten Zeit. Die Hauptaufgabe der 20-Minuten-Redaktion scheint darin zu bestehen, einwandfreie SDA-Meldungen * mit Schreibfehlern zu würzen und damit ihre Leser zu unterhalten. Finanziell geht das wunderbar auf.

Lustig, wie Journis dann überheblich rumposaunen, wie qualitativ unter jeder Sau alle anderen Text-Veröffentlicher sind. Oft trauen genau die lautesten Exemplare nicht, zu ihrem echten Namen zu stehen.

Wie kann das sein, dass die Online-Plattformen tagi.ch, 20min.ch oder welt.de übelste Schreibfehler über Stunden nicht bemerken und korrigieren obwohl die Leser sie ab dem ersten Kommentar darauf hinweisen (und oft via Twitter auf Schreibfehler hingewiesen wird – so neu ist Twitter jetzt auch wieder nicht)?

Nur ein Beispiel von welt.de:
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Fehler passieren jedem. Aber entweder lesen die Online-Plattformen der alten Medien keinen einzigen Kommentar oder sie haben noch kein professionelles Korrektur-Workflow definiert. Beides nicht gerade Qualitätsbeweise. Schon um 9:25 wurde im ersten Kommentar auf den eigentlich auf den ersten Blick erkennbaren Fehler hingewiesen:

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Drei Stunden später: keine Spur von Korrektur. Ich habe aber während dem Schreiben dieses Artikels (nach dem prüfenden Reload der Website) gemerkt, dass ein paar kritische Kommentare verschwunden waren. Korrigiert welt.de lieber die Meinung der Leser als den eigenen Artikel?

Macht von mir aus gleich viele Fehler wie wir Hobby-Blogger. Aber lasst euch auf echte Dialoge ein. Und weg mit der paranoiden, verzweifelten Hochnäsigkeit. Viele Blogger schreiben besseres oder zumindest korrekteres Deutsch und lesen Leserkommentare mit echtem Interesse. Sie lernen so viel schneller.


* SDA-Meldungen: SDA-Meldungen kommen in einwandfreiem Deutsch daher. Schleicht sich im schnellen Betrieb doch ein Fehler ein, pusht die SDA die korrigierte Version sofort deutlich erkennbar nach.

Bed & Breakfast in Rapperswil

Nach dem Umbau „unseres“ Hauses mitten in Rapperswil haben wir jetzt auch das Bed & Breakfast Zimmer bereit gemacht, mit einer Freundin getestet und ab heute auch gleich für eine Weile ausgebucht. Wer also ein Gästezimmer benötigt in der Nähe von aber mit sicherem Abstand zu Zürich, kann sich gerne mal auf Bed & Breakfast Rapperswil einwählen.

Weitersagen hilft natürlich :-)

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Villa Zvilla

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Ein weiteres Lebenszeichen von uns: Sam und ich sind völlig absorbiert in unseren neuen Projekten in der Schweiz. Ich fand eine neue berufliche Herausforderung bei Keystone als Videojournalistin. Der Job ist eine gute Übergangslösung bevor es im Januar in die Babypause geht. Wir haben unseren Nachwuchs aus Burma heraus geschmuggelt:-)

Neues Zuhause
Neben Jobsuche und schwanger sein renovierten wir ein 12-Zimmer Haus. Wenn wir von Anfang an gewusst hätten, wie viel Arbeit der Umbau gibt, hätten wir uns das vielleicht nicht zugetraut. Aber wir bekamen so viel Hilfe von Familie und Freunde, dass wir nun in unsere Villa Zvilla mit vier anderen Leuten einziehen konnten.

Die Budget-WG
Projekt Nummer xy ist ein Wettbewerb des Supermarktes Migros. Sie suchen die Migros-Budget-Wohngemeinschaft. Wir bewarben uns dafür und schafften es in die zweite Runde mit 24 weiteren WG’s. Damit wir ins Finale kommen, brauchen wir nun möglichst viele Stimmen. Der erste Preis würde unser vom Umbau strapaziertes Budget super unterstützen.
Die ganze Aktion läuft auf Facebook. Falls Du noch nicht Mitglied bist, wäre das ein Grund, nun beizutreten. Nur dann kannst Du uns Deine Stimme geben. Natürlich gibt es dort auch einen Videoclip über die Villa Zvilla und ihre 7 1/2 Bewohner.

Das Leben bleibt ein Abenteuer

Steinis Garden pflegten wir in den letzten Monaten sehr wenig, da wir acht Monate durch die Welt reisten. Unsere Berichte und Filme dazu veröffentlichten wir in unserem Reiseblog Orientimpress.

Seit Ende Mai sind wir wieder zurück in der Schweiz, aber die spannende Reise geht für uns weiter – in Rapperswil. Im Moment renovieren wir ein 12-Zimmer-Haus. Mehr dazu gibt es hier zu einem späteren Zeitpunkt.

Da wir uns nun wieder durch ein teures Land bewegen, bräuchten wir ein Einkommen. Gerne möchte ich wieder im Journalismus arbeiten, deshalb startete ich für meine Jobsuche ein Videoprojekt. Das Resultat könnt Ihr Euch auf YouTube anschauen und mich dabei auch gleich bei der Jobsuche unterstützen.

Update:
Ich freue mich über die vielen positiven Feedbacks in Facebook, Twitter, YouTube und Blogs. Folgende Blogartikel sind mir bekannt, die meine Bewerbung thematisieren:

Danke! …hier erwähnen wir gerne weitere Blogartikel.

Und übrigens: den ersten zehn YouTuber, die ein Empfehlungsvideo beisteuern, wie ich im Video unter „Support Me“ beschreibe, erhalten je einen Kiva-Gutschein! Mitmachen ist einfach.

Update 2:
Mittlerweile hat Judith längere Zeit als VJ für Keystone Video gearbeitet. Sie ist nun selbständig unterwegs mit Judith Steiner Videoproduktionen und produziert mit 3 iPhones ihre Online-Talk-Sendung Joody.TV. Sie gibt Video-Kurse.